(Minghui.org) Eine 78-jährige Einwohnerin der Stadt Suining, Provinz Sichuan, war im September 2026 einen Tag lang inhaftiert. Der Gund: Sie hatte einen Brief geschrieben, in dem sie die Wiederaufnahme der Auszahlung ihrer Rente forderte, die ihr seit August 2025 entzogen worden war. Sie befindet sich derzeit auf freiem Fuß, während ein Strafverfahren gegen sie läuft.
Zhao Yan, geboren am 17. Dezember 1947, verbüßte von Juli bis Dezember 2024 eine sechsmonatige Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa. Das Sozialversicherungsamt des Bezirks Chuanshan hatte ihren ehemaligen Arbeitgeber, das Dritte Krankenhaus der Stadt Suining, angewiesen, die Rentenzahlungen an sie ab August 2025 einzustellen. (Einzelheiten zu ihrer Haftstrafe und der Aussetzung ihrer Rente finden Sie in den unten verlinkten Berichten.)
Im Januar 2026 gab Zhao persönlich einen Brief mit dem Titel „Antrag auf vollständige und rechtmäßige Auszahlung meiner Rente“ beim Sozialversicherungsamt ab. Zudem reichte sie bei den zuständigen Stellen auf zentraler, provinzieller und städtischer Ebene Beschwerde gegen das Amt ein. Sie erhielt keine Antwort.
Am 15. September 2026, gegen 20 Uhr, klopfte es an Zhaos Wohnungstür. Als sie öffnete, standen mehr als zehn Personen vor ihr. Auf ihre Frage, was sie wollten, erhielt sie keine Antwort. Stattdessen drangen die Personen gewaltsam in ihre Wohnung ein. Sie erkannte eine von ihnen als die „Gitter-Verwalterin“ Wu Chunyan (in China werden Städte in kleine Raster – sogenannte „Gitter“ – unterteilt, wobei Gitter-Verwalter die Bürger überwachen). Bei einer anderen Person handelte es sich um den Beamten Zhang Yue von der Polizeistation Jiefu-Straße.
Die Polizisten zeigten kurz zwei Dokumente vor und erklärten, dass einer davon ein Durchsuchungsbefehl sei. Als Zhao versuchte, die Durchsuchung ihrer Wohnung zu verhindern, legten sie ihr Handschellen an. Fünf Personen drückten fest die Handschellen, was ihr große Schmerzen bereitete.
Ein Beamter beschimpfte Zhao mit unflätigen Ausdrücken. Später erfuhr sie, dass er der Leiter der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Suining war.
Nach einer knapp dreistündigen Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten drei Falun-Dafa-Bücher, ein Porträt des Begründers von Falun Dafa, einen Computer, einen Laptop sowie einen USB-Stick. Sie brachten Zhao an einen unbekannten Ort, scannten ihr Gesicht und nahmen ihre Fingerabdrücke ab.
Die Polizeibeamten befahlen Zhao, sich auf einen Metallstuhl zu setzen. Als sie sich weigerte, drückten die Beamten sie auf den Stuhl. Anschließend befragten sie sie dazu, warum sie im Januar 2026 einen Antrag beim Sozialversicherungsamt eingereicht hatte. Sie antwortete, dass ihr die Rente rechtmäßig zustehen würde und das Sozialversicherungsamt keine Befugnis habe, ihre Rentenzahlungen einzustellen.
Die Beamten zeigten ihr Fotos, die ohne ihr Wissen von ihr aufgenommen worden waren. Sie forderten sie auf, diese zu unterschreiben, und legten ihr vorbereitete Erklärungen vor, in denen sie versprechen sollte, ihren Glauben an Falun Dafa aufzugeben. Sie weigerte sich. Daraufhin notierte ein Beamter: „Die Verdächtige hat die Unterschrift verweigert.“
Um 16 Uhr brachten die Polizisten Zhao zur Polizeibehörde in der Jiefu-Straße. Dort nahm man ihre Finger- und Zehenabdrücke ab. Auch dort weigerte sich Zhao, Erklärungen zu unterschreiben, in denen sie ihrem Glauben abschwören sollte. Gegen 18 Uhr forderten die Beamten ihren Sohn auf, seine Mutter abzuholen. Zhao befindet sich derzeit auf freiem Fuß, während ein Strafverfahren gegen sie läuft.
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