(Minghui.org)

Verehrter Meister, liebe Praktizierende!

Seit 2017 kultiviere ich mich im Falun Dafa und bin heute wieder aus dem Norden Deutschlands hierher angereist, nachdem ich mit meiner Familie bereits im letzten Jahr auf Einladung teilnehmen durfte. Die lebendigen Geschichten haben uns bis heute tief beeindruckt. Dankbar für diese Gelegenheit, uns gemeinsam mit unserer Familie in der Kultivierung zu erhöhen, sind wir nun gekommen, um unsere eigenen Kultivierungserfahrungen mit euch zu teilen.

So arbeitete ich also seit meinem 60. Lebensjahr mehrere Jahre lang täglich und intensiv am Computer – sowohl in meiner Tätigkeit in den Medien als auch bei der Unterstützung eines Projekts für Dafa. Auf diese Weise versteckte ich mich regelrecht hinter der Arbeit am Computer. Ich ging kaum hinaus, um andere Menschen über Falun Dafa zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Das ging einige Jahre gut, bis ich vor etwa zwei Jahren einen vollständigen körperlichen Zusammenbruch erlitt. Ich konnte weder sitzen, stehen noch liegen, weil die Schmerzen bereits nach wenigen Minuten unerträglich wurden. Dieser Zustand hielt mehrere Monate an. Ich musste ständig meine Position wechseln. Sobald ich länger als zwei Stunden geschlafen hatte, quälte ich mich unter die warme Dusche, damit sich meine Muskulatur wieder entspannte.

Obwohl ich meine Medienarbeit in dieser Zeit fortsetzen konnte – ich stellte mir dafür zunächst einen Stehschreibtisch auf und setzte mich zum Arbeiten hin. Sobald die Schmerzen zu stark wurden, wusste ich als Kultivierender, dass dies kein korrekter Zustand war. Was also war meine Lücke?

In meiner tiefsten Verzweiflung, als ich bereits daran dachte, meinen Körper zu verlassen, wandte ich mich an den Meister. In dieser Situation gab mir der Meister in seiner Barmherzigkeit drei Hinweise:

„Bin ich nicht in diese Welt gekommen, um Menschen zu erlösen? Du willst mir doch folgen?“

„Wenn du mir folgen und mich unterstützen willst, musst du deine grundlegenden Eigensinne erkennen; lernen, vernünftig mit ihnen umzugehen, und sie anschließend beseitigen.“

„Was willst du der Menschheit hinterlassen?“

Ich begann darüber nachzudenken, wie ich diese Hinweise umsetzen konnte.Menschen erretten – aber wie?

Ich kam innerlich zur Ruhe und fasste den Entschluss, dem Meister wirklich zu folgen und ihn dabei zu unterstützen, Menschen zu erretten. Doch wie sollte ich das konkret tun? Was konnte ich unternehmen?

Ich erinnerte mich daran, wie ich mit meiner Familie an einem Neun-Tage-Seminar in Oldenburg teilgenommen hatte. Nach der Videovorführung waren wir in die Innenstadt gefahren. Meine Frau und mein Sohn wollten bummeln gehen, während ich zurückblieb und das Treiben auf dem Marktplatz beobachtete.

Dabei fiel mir auf, dass ich die vorbeigehenden Menschen beurteilte und häufig schlechte Gedanken über sie in meinem Kopf auftauchten. Ich überlegte, wie ich damit umgehen sollte. Dann kam mir der Gedanke, dass auch diese Menschen errettet werden wollen. Um die schlechten Gedanken zu vertreiben, sagte ich mir immer wieder: „Auch dieser Mensch will errettet werden.“ Wenn negative Gedanken über einen vorbeigehenden Menschen auftauchten, wiederholte ich diesen Satz still für mich.

Allmählich entstand in mir der tiefe Wunsch, mit anderen Menschen über Falun Dafa zu sprechen und ihnen von meinen eigenen Erfahrungen zu erzählen. Deshalb entschloss ich mich, häufiger an Informationstagen teilzunehmen und auch in der Stadt verstärkt den Kontakt zu Menschen zu suchen. Ich wollte den Meister in der Fa-Berichtigung unterstützen und das Fa bestätigen.

Ich begann nun auch auf den Sitzplätzen vor dem Bäcker in der Fußgängerzone das Fa zu lernen. Nach und nach kam ich dort mit Einheimischen und Urlaubsgästen ins Gespräch. Immer wieder dachte ich bei mir: „Auch dieser Mensch will errettet werden.“ Ich erzählte den Menschen von Falun Dafa, gab ihnen Informationsmaterialien und verteilte Artikel des Meisters. Außerdem verkaufte ich Bücher des Meisters und Bücher aus dem Minghui-Verlag. Dasselbe tat ich auch bei den Informationstagen in Rostock, an denen mehrere vietnamesische Praktizierende teilnahmen.

Meine grundlegenden Anhaftungen

Durch diese Erfahrungen erkannte ich, dass ich bestimmte Vorstellungen davon hatte, wie Menschen sich verhalten und wie Dinge erledigt werden sollten. Wenn mir jemand nicht aufmerksam zuhörte oder mich sogar unterbrach, wurde ich ungehalten. Meine Ungeduld machte mich ärgerlich und schließlich wütend. Meine Gefühle hatten mich völlig im Griff. Das überraschte mich und brachte mich zum Nachdenken. Ich erkannte, dass sich ein Kultivierender nicht so verhalten sollte.

Ich dachte über meine Vergangenheit nach und erinnerte mich an viele traumatische Erlebnisse, die bereits in meiner frühen Kindheit begonnen hatten. Ich hatte gelernt, den Schmerz nicht fühlen zu wollen und ihn zu verdrängen. Dadurch entwickelte ich die Haltung, möglichst nichts mehr fühlen zu wollen, sondern nur noch Regeln zu befolgen. Ich wollte nicht erneut bestraft werden.

Dieses Verhaltensmuster versuchte ich auch anderen Menschen aufzuzwingen. Das führte natürlich zu ablehnenden Reaktionen. Damals wusste ich es nicht besser. Doch diese Erkenntnis brachte mich zum Nachdenken und motivierte mich, noch tiefer nach innen zu schauen.

Im Zuge meiner Kultivierung entstand bei mir außerdem der Gedanke, dass man alle Gefühle beseitigen müsse. Ich dachte: „Das ist doch gut. Ich möchte ohnehin nichts fühlen. Darin habe ich bereits viel Übung.“

Schließlich erkannte ich, dass gerade diese Haltung zu meinem körperlichen Zusammenbruch beigetragen hatte. Gefühle zu verdrängen war nicht die Art und Weise, wie ein Kultivierender mit ihnen umgehen sollte.

Im vergangenen Jahr nahm ich an der Schweizer Fa-Konferenz teil. Dort durfte ich erleben, wie sich die Kultivierenden offen und authentisch mit ihren Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen auseinandersetzten. Ich erkannte, dass gerade darin Lebendigkeit und Lebensfreude liegen können. Davon war ich tief beeindruckt und fuhr mit meiner Familie wieder nach Hause.

Während der Fahrt erzählte ich meiner Familie, wofür ich alles dankbar sein konnte. Mir wurde bewusst, dass Dankbarkeit in unserer heutigen Zeit oft zu kurz kommt, wenn wir nur funktionieren und Dinge ausschließlich aus Pflichtgefühl erledigen. Auch ich hatte so gelebt. Doch als Kultivierender sollte ich nicht auf diese Weise handeln. Sollten wir nicht aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber den anderen Lebewesen handeln, die errettet werden sollen?

Meine ganze Familie begann daraufhin darüber zu sprechen, wofür wir dankbar sein konnten. Dadurch entstanden gegenseitige Wertschätzung und ein stärkeres Gefühl der Verbundenheit.

Nach innen schauen

Diese Erlebnisse führten dazu, dass ich immer tiefer und genauer nach innen schaute. Dennoch war mir die eigentliche Bedeutung dieses Prozesses noch nicht vollständig klar. Das zeigte sich auch in meinen Begegnungen mit den Menschen, mit denen ich ins Gespräch kam.

Das änderte sich grundlegend, als ich an einem Minghui-Wintercamp teilnahm und dort einen Wushu-Kurs besuchte.

Zunächst erkannte ich meine körperlichen Einschränkungen. Der Trainer sagte mir jedoch dreimal im Laufe des Kurses, dass ich es schaffen könne. Diese Worte waren für mich so eindringlich, als hätte der Meister selbst zu mir gesprochen und mich ermutigt, Wushu zu lernen.

Später wurde ich außerdem geprüft, ob ich wirklich dabeibleiben wollte. Es wurde behauptet, Wushu gehöre zu einer anderen Schule und könne nicht gemeinsam mit Falun Dafa praktiziert werden. Für mich war jedoch klar, dass auch Shen Yun ein Projekt des Meisters ist und der Errettung von Lebewesen dient. Shen Yun verbindet Bewegungen aus der Kampfkunst mit Elementen des klassischen Tanzes.

Außerdem gehört Wushu zu den internationalen Wettbewerben von NTD. Diese Wettbewerbe sollen die ursprüngliche Tradition und Kunst wiederbeleben und an zukünftige Generationen weitergeben. Ich dachte, dass dies sicherlich im Sinne des Meisters ist.

Nachdem meine Zweifel ausgeräumt waren, strengte ich mich an. Schnell erkannte ich jedoch meine körperlichen Grenzen. Trotzdem blieb ich dabei und nahm an der Abschlussvorstellung teil. Es war mein erster Auftritt im Wushu und für mich eine Ermutigung und Bestätigung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Der Kurs wurde online angeboten und fand einmal pro Woche statt. Zusätzlich gab es Präsenztrainings, die alle vier bis sechs Wochen stattfanden. Da mein Trainer zunächst unterwegs war, konnte ich nur nach seinen Lehrvideos trainieren. Ich hatte wenig Erfahrung, ließ mich immer wieder ablenken und fühlte mich ängstlich und unwürdig. Deshalb übte ich die geforderte Übungsabfolge – die sogenannte Form – nur selten.

Da mir die körperlichen Voraussetzungen fehlten, trainierte ich zunächst hauptsächlich, um meine Beweglichkeit und meine Balance wiederzuerlangen. Gleichzeitig wollte ich die Voraussetzungen für den Rabatt bei den Kursgebühren erfüllen. Das gelang mir recht gut.

Nach drei Monaten stand das erste Präsenztraining an. Ich war sehr aufgeregt und sogar ängstlich. Für mich sollte es die entscheidende Prüfung werden, ob ich mich wirklich mit Wushu beschäftigen und dauerhaft dabeibleiben würde.

Deshalb erinnerte ich mich erneut an die Fragen des Meisters:

„Willst du mir folgen und Menschen erlösen?“Ja, das will ich.

„Willst du deine grundlegenden Eigensinne ablegen?“Ja, das will ich.

„Und was willst du der Menschheit hinterlassen?“

Meine Antwort war: Ich möchte mit Wushu traditionelle Werte in der Menschenwelt wieder sichtbar und erlebbar machen.

Körperliche Wahrnehmung

Mit dieser Klarheit öffneten sich für mich neue Bereiche und Ebenen der Wahrnehmung. Zunächst betraf dies meinen Körper, denn jede Bewegung der Form hatte eine bestimmte Anforderung und eine bestimmte Bedeutung. Erst wenn die genau aufeinander abgestimmten Bewegungen korrekt ausgeführt wurden, konnten sich der Sinn und die Wirkung der Form zeigen.

Dafür musste ich nach innen schauen und mir jeden einzelnen Teil der Bewegung bewusst machen. Ich begann, immer wieder einen Körperscan durchzuführen – sowohl in einer Standposition als auch während einer Bewegung. Alles musste bewusst und kontrolliert ausgeführt werden.

Von da an beschränkte sich meine Wahrnehmung nicht mehr nur auf das Training, sondern erstreckte sich auch auf meinen Alltag und insbesondere auf das Praktizieren der Dafa-Übungen. Ich beobachtete beispielsweise, ob meine Augen geschlossen waren, ob meine Zungenspitze leicht den Gaumen berührte, ob sich meine Hüfte in einer neutralen Stellung befand, ob meine Schultern entspannt waren und ob mein Gesicht Ruhe und Harmonie ausstrahlte.

So erkannte ich, wie mein Zustand in diesem Moment war, und konnte entscheiden, was ich gegebenenfalls korrigieren musste. Ich übernahm die volle Verantwortung für meine Situation und mein Handeln. Ich erkannte meine Lücken und begann, sie bewusst zu schließen. Das wiederholte ich ständig, bis es allmählich zu einer Gewohnheit wurde. In dem Moment spürte ich eine tiefe Verbundenheit mit dem Fa.

Umgang mit Ärger

Diese Wahrnehmung beschränkte sich jedoch nicht auf den Körper. Immer wenn etwas nicht so geschah, wie ich es mir vorgestellt hatte, entstand in mir ein innerer Konflikt. Sofort kamen Gefühle wie Ärger, Angst, Wut oder Groll hoch.

Ein Beispiel dafür war das Abwaschen des Geschirrs. Wenn ich selbst abwusch, stellte ich das Geschirr so ab, dass ich den Wasserhahn weiterhin gut bedienen konnte. Wenn meine Frau abwusch, stellte sie das Geschirr manchmal so hin, dass der Wasserhahn nur noch schwer erreichbar war. Früher wurde ich in solchen Situationen sofort wütend und schob das Geschirr laut und unachtsam zur Seite. Oft tat ich das, ohne weiter darüber nachzudenken. Dadurch wuchs mein Groll immer weiter.

Ich wollte andere erziehen und bevormunden. Für mich war nur meine eigene Art richtig. Es fehlten mir Nachsicht, Einfühlungsvermögen und Verständnis. Der Ärger hatte mich völlig im Griff.

Nun begann ich, mich selbst bewusst wahrzunehmen. Ich erkannte die Situation, wie sie tatsächlich war, und bemerkte, wenn Ärger in mir aufstieg. Augenblicklich musste ich entscheiden, wie ich damit umgehen wollte. Durch das Training war ich nun in der Lage, diese Entscheidung bewusst zu treffen.

Das war für mich ein geradezu magischer Moment: Der dichte Nebel lichtete sich, und ich konnte das Lebewesen, das den Ärger in mir ausgelöst hatte, deutlich erkennen. Ich nahm den Ärger nicht nur wahr, sondern konnte innerlich mit ihm sprechen.

Ich sagte zu meinem Ärger: „Ich habe jetzt keine Zeit mehr für dich. Ich möchte meinen Charakter veredeln und deshalb Nachsicht üben. Wenn ich mich ärgere, übe ich keine Nachsicht. Dann kann ich auch keine Barmherzigkeit zeigen, sondern höchstens an der Oberfläche freundlich bleiben.“

In diesem Moment wurde mir klar, dass ich andere Menschen ohne Nachsicht und Güte nicht wirklich erreichen konnte. Selbst wenn ich noch so wahrhaftig sprach, würde meine Botschaft den anderen nicht erreichen, wenn mir die Nachsicht und das Verständnis für den anderen fehlte.

Eine neue Haltung

Durch diese Erfahrungen wurde mir klarer, wie ich mit anderen Menschen über den Sinn und die Bedeutung von Falun Dafa sprechen konnte. Ich lernte, meine grundlegenden Anhaftungen zu erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Außerdem verstand ich, wie ich durch Wushu traditionelle Werte wieder in der Menschenwelt verankern und erlebbar machen konnte.

Durch das ständige Nach-innen-Schauen nahm ich mich selbst ganz neu wahr. Ich erkannte viele Dinge, mit denen ich nun bewusst und verantwortungsvoll umgehen konnte.

Es machte keinen Sinn mehr, mich zu beschweren, zu beklagen, andere zu beurteilen, mich selbst schlechtzumachen, zu streiten, unbedingt recht haben zu wollen, mich anderen aufzudrängen, irgendwelchen Wünschen und Träumen hinterherzujagen oder alles perfekt machen zu müssen.

Stattdessen öffnete sich mein Herz. Ich lernte, mich selbst wahrzunehmen, zu erkennen und zu spüren, was gerade geschah. Anschließend konnte ich bewusst entscheiden, wie ich mit der jeweiligen Situation umgehen wollte.

Nun konnte ich wirklich auf andere Rücksicht nehmen, ihnen mit voller Präsenz zuhören und ihnen zugleich Raum für ihren eigenen Erkenntnisprozess lassen. Je mehr ich verstand, desto besser konnte ich andere Menschen so sein lassen, wie sie waren. Ich konnte ihre Lebensgeschichten mit ihnen teilen, ihnen meine eigene Geschichte erzählen und ihnen von den Wirkungen berichten, die Falun Dafa in meinem Leben hervorgebracht hatte.

Das erfüllte mich mit einer unbeschreiblichen Dankbarkeit.

Im Minghui-Sommercamp 2026 durfte ich auch an den Trainingseinheiten zur Dehnung unter der Leitung zweier Shen-Yun-Künstlern teilnehmen. Meine Erkenntnisse daraus sind wie folgt:

Shen Yun beinhaltet die Bewegungsformen der Kampfkunst und die Ausdrucksformen der traditionellen Peking Oper.

Der menschliche Körper sollte in Ordnung gehalten werden und daher auch trainiert werden; schließlich ist er wie ein heiliger Tempel – gegeben von den Gottheiten. Er strahlt auch entsprechend aus und trägt so auch dazu bei, die Würde von Dafa zu bestätigen.

Es ist möglich, sich in dem Schmerz hinein zu entspannen und dann die Grenzen im Kopf zu überwinden und andere Räume zu sehen. Ich kann die Zweifel ablegen und bin erfüllt mit Demut und Dankbarkeit.

Außerdem konnte ich dort mit anderen das Thema nach innen schauen noch vertiefen. Im Vorfeld gab es um die aktuellen Campregeln viele Diskussionen. Eine Nicht-Praktizierende sprach mich dann auch im Camp darauf an. Schließlich erläuterte ich ihr mein jetziges Verständnis. Ein Kultivierender stellt hohe Ansprüche an sich selbst und nicht an andere. Warum? Weil ich die schicksalsbedingten Zusammenhänge nicht kenne und in welcher Phase der andere sich gerade befindet. Ich kann nicht genau wissen, welche Aufgaben der andere gerade bewältigen und lernen soll und was er mir spiegeln soll, damit ich mich erhöhen kann. Mit den Campregeln kann ich mich selbst überprüfen, wo ich stehe, wo meine Lücken sind und was ich noch lernen darf. Und gerade, wenn ich bereit bin, zu schauen, was der andere mir spiegelt, kann ich die Konflikte entschärfen und mich an meine eigene Nase fassen, bei mir schauen, was ich noch nicht losgelassen oder zu lernen habe. Die Nicht-Praktizierende sagte dann, dass sie die Sache mit den Campregeln jetzt verstehen und annehmen könne.

Einer anderer aus dem Medienteam im Sommercamp fragte mich nach meiner Kritik an der Arbeit des Medienteams. Darauf konnte ich erst nicht antworten. Nach kurzem Überlegen sagte ich zu ihm, dass er sich nur zu fragen braucht, was der andere ihm spiegelt und er dann alle Informationen für sich bekommen kann, die er in diesem Moment braucht. Er konnte das gut annehmen und hatte es auch verstanden.

Eine andere Rückmeldung ermutigte mich ebenfalls, weiter ständig nach innen zu schauen und mich selbst wahrzunehmen, um zu erkennen, was ist. Im Eltern-Austausch wollte ich zu der Geschichte einer anderen Person etwas sagen, doch mir fehlten in dem Moment die Worte; zumal ich auf Englisch sprechen musste. Doch, nachdem ich nach innen geschaut hatte und mir die Frage stellte, was mir gespiegelt wird, konnte ich problemlos sprechen und mich mit Unterstützung der anderen verständlich machen. Am nächsten Tag erhielt ich die Rückmeldung, dass jemand aus der Runde gesagt hatte, meine Ausführungen seien genau das letzte fehlende Puzzleteil gewesen. Sie hätten ihm geholfen zu verstehen, wie man innere Konflikte erkennt und mit ihnen umgeht.

Ich bin so unendlich dankbar, mich im Falun Dafa kultivieren zu dürfen, denn das hat mir die Türen geöffnet und Brücken gebaut, um wieder so zu leben, wie ich es früher schon war; in der Gemeinschaft mit Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht sein und handeln.

Schlussbemerkung

Ich habe mehrere Wochen an diesem Bericht gearbeitet. Immer wieder verschob ich das Schreiben, hielt gesetzte Termine nicht ein, weil ich mich ablenkten ließ. Da ich zwischendurch häufig Pausen machen musste, entstand der Bericht Schritt für Schritt.

Als der Text beinahe fertig war, wurde der Computer neu gestartet. Nach dem Neustart fragte das System, ob der Bericht gespeichert werden solle. Durch meine Unachtsamkeit klickte ich auf „nicht speichern“ und musste deshalb einen Teil des Textes erneut schreiben.

Dabei erkannte ich meine eigene Einschränkung: meine mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Nur wenn ich meine Aufmerksamkeit vollständig auf eine Sache richte, kann ich wirklich nach innen schauen. Dann entsteht ein Zustand von Absichtslosigkeit und Einfachheit, in dem ich scheinbar mühelos dem natürlichen Lauf folgen kann. Für mich bedeutet das, den Arrangements des Meisters zu folgen.

Es waren die eindringlichen Hinweise des Meisters, die mich ermutigten, dass ich mich mit Wushu beschäftige. Mit der Beschäftigung von Wushu und der damit einhergehenden Hilfe der dortigen Praktizierenden konnte ich ein tieferes Verständnis der Fa-Prinzipien bekommen, meine Xinxing erhöhen und die Kraft von Dafa spüren und erleben. So bekam ich mehr Zuversicht und Stabilität in meiner Kultivierung. Wie unendlich dankbar ich dafür bin, kann ich mit Worten nicht ausdrücken.

Mögen diese Erfahrungen andere Menschen unterstützen, sie inspirieren und ihnen ermöglichen, daraus Nutzen zu ziehen.

Vielen Dank, verehrter Meister.Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende.