(Minghui.org) Ich begann im August oder September 1998, Falun Dafa zu praktizieren, als ich gerade mein Studium abgeschlossen hatte und meine erste Stelle antrat.
Eine meiner Kolleginnen, die ein Jahr älter war als ich, mochte ich sehr. Sie war sehr nett und freundlich. Ich folgte ihr überallhin, wohin sie auch ging. Später erfuhr ich, dass sie Falun Gong praktizierte. Sie gab mir zwei Bücher – Falun Gong – Der Weg der Vollendung und das Zhuan Falun.
Ich nahm die Bücher mit ins Wohnheim und las sie in meiner Freizeit nach der Arbeit. Manches darin verstand ich nicht ganz, aber intuitiv spürte ich, dass die Bücher die Menschen lehrten, gütig und rücksichtsvoll gegenüber anderen zu sein. Ich wollte ein gütiger Mensch sein und dachte mir: „Wenn es tatsächlich göttliche Lebewesen gibt, die nur drei Fuß über unseren Köpfen wachen, und wenn Gutes und Böses entsprechend belohnt werden, schaden wir uns dann nicht selbst, wenn wir anderen Schaden zufügen?“
Im Zhuan Falun heißt es: „Zhen, Shan, Ren ist der einzige Maßstab für die Beurteilung von guten und schlechten Menschen“, also würde es mir gut gehen, wenn ich mich an dieses Kriterium hielt. Allerdings verstand ich es noch nicht ganz, was damit gemeint war, als ich las:
„Zu seinem Ursprung und seinem wahren Selbst zurückzukehren, das erst ist der wahre Zweck des menschlichen Daseins.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 6)
Später begann ich, die Übungen zu lernen, indem ich den Anweisungen und Abbildungen der Bewegungen folgte. Es fiel mir ziemlich schwer, im Lotussitz zu sitzen, daher saß ich anfangs nur im halben Lotussitz. Außerdem neigte ich dazu, mich nach hinten zu lehnen, und so saß ich mit dem Rücken an eine Wand gelehnt, um mich gerade und stabil zu halten.
Der Meister sagte:
„Kurz bevor der große Himmelskreis geöffnet wird, tritt oft der Zustand ein, dass sich der Körper mancher Menschen bei der Meditation im Lotussitz dauernd nach vorne neigt. Da der Rücken besser geöffnet ist, spüren sie, dass der Rücken besonders leicht und die vordere Seite schwer ist. Manche neigen sich nach hinten; das bedeutet dann, dass sich der Rücken schwer und die vordere Seite leicht anfühlt. Wenn dein ganzer Körper gut geöffnet ist, wirst du nach oben hüpfen und das Gefühl haben, dass du dich erhebst und den Boden verlässt.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 410)
Mit der Zeit hatte ich bei den Übungen am Übungsort wirklich das Gefühl, als würde ich emporgehoben, als würde ich über dem Boden schweben.
Täglich die Übungen praktiziert
Jeden Morgen stand ich gegen 4 Uhr auf und ging mit einem Mitpraktizierenden, der im Wohnheim mir gegenüber wohnte, zum Übungsort. Um diese Zeit war es noch dunkel. Einmal stürzte ich, als ich die Treppe hinunterlief, und verstauchte mir dabei den Knöchel. „Ach, heute muss ich nicht zu den Übungen gehen“, dachte ich. Doch fast sofort wurde mir klar, dass das falsch war, und ich beschloss, auf jeden Fall hinzugehen. „Ich werde hingehen und wenn ich es kriechend tue“, dachte ich.
Humpelnd ging ich zum Übungsplatz und schloss mich den anderen an. Damals machten wir morgens nur die ersten vier Übungen und abends die Meditation im Sitzen. Als wir mit den Übungen fertig waren, tat mir der Fuß nicht mehr weh und ich spürte nur noch ein leichtes Unbehagen im Bereich des Knöchels. Ohne Probleme ging ich zur Arbeit.
Wir praktizierten die Übungen gemeinsam und alle waren sehr fleißig und konzentrierten sich darauf, wie wir das Fa lernten und uns kultivierten. Einige der Praktizierenden, die schon seit mehreren Jahren praktizierten, konnten im vollen Lotussitz sitzen. Ich beneidete sie dafür und hoffte, dass ich das bald auch könnte.
Daraufhin begann ich, das Sitzen im Lotussitz zu üben. Es war sehr schmerzhaft, aber ich gab nicht auf und machte weiter. Manchmal färbten sich meine Fußsohlen dabei sogar lila.
Im Winter ist es im Nordosten Chinas sehr kalt und es schneit von Zeit zu Zeit. Trotzdem praktizierten wir die Übungen weiterhin im Freien. Jeden Morgen kam der Koordinator des Übungsplatzes früh mit einem Kassettenrekorder an und wartete auf unsere Ankunft.
Normalerweise machten wir die erste, dritte und vierte Übung und dann die zweite, die „Falun-Pfahlstellung“. Meist zogen wir unsere Mäntel und Handschuhe aus (und behielten nur unseren Pullover an), um die Übungen leichter ausführen zu können.
Sehr oft konnte ich beobachten, wie meine Finger durch die Kälte gelblich-weiß wurden und nach und nach das Gefühl verloren. Doch wenn ich „Das Falun vor dem Unterbauch halten“ machte, wurden meine Hände sofort wieder warm. Bei der Bewegung „Das Falun über dem Kopf halten“ verloren meine Finger wieder das Gefühl.
Einmal begannen meine Finger auf dem Rückweg vom Übungsplatz taub zu werden. Als ich im Wohnheim ankam, taten mir die Hände wahnsinnig weh – als würden Zehntausende winziger Insekten in meine Knochen beißen. Ich dachte: „Ich habe nur ein wenig unter der Kälte gelitten und doch tat es so weh. Wie elend müssen sich Lebewesen fühlen, wenn sie andere Leiden ertragen müssen! Wenn ich die Vollendung erreiche, werde ich helfen, sie aus ihrem schmerzhaften Elend zu befreien!“
Im Winter praktizierte ich die Übungen weiterhin ohne Mantel und Handschuhe. Nach und nach spürte ich die Kälte nicht mehr so stark.
Seit meiner Kindheit war ich schwach und kränklich gewesen. Ich erkältete mich oft, hatte Fieber und litt unter Mandelentzündungen. Oft musste ich Spritzen bekommen und Medikamente einnehmen. Auch nach Studienbeginn besserte sich mein Zustand nicht.
In meinem zweiten Studienjahr waren meine Mandeln so stark vergrößert, dass sie entfernt werden mussten. Ich bereute dies jedoch, denn nach der Entfernung bekam ich noch häufiger Fieber und manchmal stieg meine Temperatur auf fast 39 Grad Celsius an, sodass ich an einen Tropf angeschlossen werden musste.
Seit ich Falun Gong praktiziere, habe ich kein hohes Fieber mehr und selbst wenn ich mich gelegentlich etwas fiebrig fühle, liegt die Temperatur nur knapp über 37 Grad und hält nur ein paar Tage an.
Eine so glückliche Zeit
Damals machte ich die Übungen jeden Tag morgens und abends und nach der Meditationsübung lernte ich das Fa. Jeden Tag, sobald ich um 18 Uhr mit der Arbeit fertig war, eilte ich nach Hause und kaufte mir unterwegs etwas zum Abendessen. Ich aß erst nach der Meditationsübung, denn es machte mir nichts aus, wenn das Essen kalt war. Den ganzen Tag über war ich voller Energie und fühlte mich selbst nach der Nachtschicht nicht müde.
Eines Jahres, es war am Tag des Drachenbootfestes, beschlossen ein anderer Praktizierender und ich, nachdem wir morgens gegen 6 Uhr die Übungen beendet hatten, aus Spaß den Berg im nahegelegenen Park zu besteigen.
Wir stiegen bis ganz nach oben und fühlten uns überhaupt nicht müde. Als ich die weißen Wolken am Himmel betrachtete, kam es mir vor, als wäre ich leicht wie ein Blatt – als könnte ich mit nur einem leichten Sprung auf eine der Wolken springen.
Ein anderes Mal, während ich die Meditation im Sitzen praktizierte, hatte ich wirklich das Gefühl, als säße ich in einer Eierschale, genau wie der Meister sagt:
„Es wird vorkommen, dass du dich ganz wundervoll fühlst, wenn du dich hinsetzt und meditierst, so als ob du in einer Eierschale sitzen würdest. Es ist ein sehr angenehmes Gefühl. Du weißt, dass du gerade die Übung praktizierst, und hast das Gefühl, dass sich dein Körper nicht bewegen kann. Bei unserem Kultivierungsweg müssen alle diese Zustände vorkommen“ (Zhuan Falun 2019, S. 422)
Es dauerte jedoch nur einen kurzen Moment, bis meine Beine wieder zu schmerzen begannen.
Das war damals eine so glückliche Zeit für uns! Wir hatten keine Sorgen und wenn wir zusammenkamen, erzählten einige von uns, wie sie durch ein Ereignis ihre Anhaftungen erkannt, mit aufrichtigen Gedanken Karma beseitigt oder wie sie Prüfungen überwunden hatten.
Wenn irgendwo eine Fa-Konferenz stattfand, fuhren wir mit dem Fahrrad hin, um daran teilzunehmen, oder hörten uns bis fast Mitternacht Aufzeichnungen von den Vorträgen des Meisters an. Obwohl wir über zehn Kilometer mit dem Fahrrad nach Hause fahren mussten, fühlte sich keiner von uns müde oder schläfrig. Wir waren einfach nur glücklich!
Mein Verständnis der Fa-Prinzipien war damals noch nicht sehr tief, aber ich wusste, dass ich mich in der Kultivierung fleißig bemühen musste. Oft dachte ich: „Wenn es keine Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas gäbe, würden weltweit noch mehr Menschen Falun Dafa praktizieren und sich guter Gesundheit sowie einer friedlichen Geisteshaltung erfreuen. Wie wunderbar wäre das!“
Jetzt verstehe ich, dass die Menschen in der Endzeit des Dharma ihren Glauben verloren haben und die menschliche Moral verdorben ist. Infolgedessen sieht sich die Menschheit mit zahlreichen Herausforderungen und einer Krise nach der anderen konfrontiert.
In diesem entscheidenden Moment hat Falun Dafa der Menschheit eine äußerst kostbare Chance geboten. Es kann die Menschen dazu anleiten, ihren Glauben an Gottheiten und Buddhas wiederherzustellen, Tugend zu schätzen und gütig zu handeln sowie durch das Befolgen der Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu guten Menschen zu werden, damit sie eine strahlende Zukunft haben!
Ich bin dem Meister zutiefst dankbar, dass er uns das wunderbare Falun Dafa gelehrt und allen Lebewesen Erlösung angeboten hat.
Aus tiefstem Herzen hoffe ich, dass immer mehr Menschen die Wahrheit über Falun Dafa erfahren, Falun Dafa praktizieren und körperlich und geistig davon profitieren werden!
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