(Minghui.org) Wie Minghui.org kürzlich erfahren hat, wurden zwei Einwohner der Stadt Zaozhuang in der Provinz Shandong wegen des Praktizierens von Falun Dafa zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt.

Liu Yanli, 59 Jahre alt, und Li Qiang wurden am 23. September 2025 festgenommen. Seitdem werden sie in der Haftanstalt der Stadt Zaozhuang festgehalten, in der zu diesem Zeitpunkt auch zwölf weitere Falun-Dafa-Praktizierende inhaftiert waren. Beide Praktizierenden wurden Mitte Oktober 2026 vom Gericht der Stadt Zaozhuang verurteilt und haben gegen die Urteile Berufung eingelegt. Weitere Einzelheiten zu ihren Fällen sind nicht bekannt.

Frühere Verfolgung von Liu

Liu wurde im April 1967 geboren und arbeitete früher in der Rechnungsverwaltungsbehörde des Bezirks Xuecheng. Im Juni 1999 begann sie, Falun Dafa zu praktizieren. Schon bald verschwanden zahlreiche Beschwerden, unter denen sie seit Langem gelitten hatte, darunter Herz- und Magenprobleme sowie Schwindel.

Als die Kommunistische Partei Chinas einen Monat später die landesweite Verfolgung von Falun Dafa einleitete, reiste Liu nach Peking, um für das Recht zu appellieren, ihren Glauben praktizieren zu dürfen. Sie wurde festgenommen und später nach Zaozhuang zurückgebracht. Dort wurde sie 15 Tage lang inhaftiert. Ihre Familie wurde gezwungen, mehr als 200 Yuan (etwa 26 Euro) für ihren Lebensunterhalt während der Haft zu bezahlen.

Am 15. November 2001 wurde Liu an ihrem Arbeitsplatz festgenommen und gezwungen, an einer 15-tägigen Gehirnwäsche-Sitzung teilzunehmen. Nach ihrer Freilassung wurde sie über lange Zeit überwacht und schikaniert. Um zu verhindern, dass sie erneut nach Peking reiste, um für Falun Dafa zu appellieren, verpflichtete ihr Arbeitgeber sie, auch an Feiertagen zu arbeiten und verbot ihr jegliche Reisen.

Am 6. September 2006 entging Liu einem Festnahmeversuch der Polizei und war daraufhin gezwungen, fern von ihrem Zuhause zu leben. Die Polizei und Mitarbeiter des Büro 610 schikanierten wiederholt ihren Mann, ihre Mutter und ihre beiden Schwestern. Sie setzten ihre Familienangehörigen unter Druck, damit sie Lius Aufenthaltsort preisgaben.

Im September 2011 wurde Liu erneut festgenommen und zu einem Jahr im Ersten Frauen-Zwangsarbeitslager der Provinz Shandong verurteilt. Dort wurde sie brutal gefoltert und gezwungen, täglich viele Stunden ohne Bezahlung zu arbeiten. Wenn sie das vorgegebene tägliche Arbeitspensum nicht erfüllte, wurde sie von den Wärtern beschimpft. Außerdem wurde ihr der Schlaf entzogen, und sie durfte weder die Toilette benutzen noch duschen.

Am 15. August 2013 kehrte Liu nach Hause zurück. Dort war sie jedoch erneut ständigen Schikanen durch Mitarbeiter der örtlichen Gemeindeverwaltung ausgesetzt.