(Minghui.org) Das Frauengefängnis in Liaoning besteht aus zwei getrennten Einrichtungen: dem Ersten Frauengefängnis und dem Zweiten Frauengefängnis. Beide werden als eigenständige Einheiten unter der Aufsicht der Gefängnisverwaltung der Provinz betrieben und befinden sich direkt nebeneinander.
Derzeit konzentriert sich die Verfolgung und Inhaftierung von Falun-Gong-Praktizierenden im Gefängnissystem der Provinz Liaoning hauptsächlich auf die Abteilung 12 des Ersten Frauengefängnisses sowie auf verschiedene Abteilungen des Zweiten Frauengefängnisses.
Die Vorgehensweisen der Gefängnisbehörden bei der Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden ändern sich häufig. In jüngster Zeit wurden rechtswidrig verurteilte Praktizierende aus Shenyang, Benxi, Yingkou und Huludao überwiegend in die Abteilung 12 des Ersten Frauengefängnisses gebracht, wo sie einer erzwungenen „Umerziehung“ ausgesetzt waren. Praktizierende aus Dalian, Jinzhou, Tieling und Dandong wurden hingegen größtenteils auf verschiedene Abteilungen des Zweiten Frauengefängnisses verteilt.
Wu Yan – hauptverantwortlich für die Verfolgung
Wu Yan, die ehemalige Leiterin der Abteilung 12 des Ersten Frauengefängnisses, ist eine der Hauptverantwortlichen für die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden im gesamten Gefängnissystem. Sie bekleidete mehrere wichtige Positionen, darunter die einer Unterabteilungsleiterin, stellvertretenden Leiterin der Abteilung 11, stellvertretenden Leiterin der Gefängnisverwaltungsabteilung sowie stellvertretenden Leiterin des Besucherzentrums. Aufgrund ihrer „100-prozentigen Umerziehungsquote“ wurde sie wiederholt befördert.
In den Abteilungen 11 (für ältere und behinderte Gefangene) und 12 (für intensive Gehirnwäsche und Umerziehung) ist die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden besonders schwerwiegend. Während ihrer Amtszeit setzte Wu Yan die Verfolgungspolitik der KPCh aktiv um.
Seit sie Ende 2020 die Leitung von Abteilung 12 übernahm, war Wu Yan die treibende Kraft hinter den Bemühungen des Gefängnisses um eine „technische Umerziehung“. Neben körperlicher Folter verschärfte sie die psychologische Verfolgung und entwickelte eine Reihe von Taktiken der „weichen Klinge“, die darauf abzielten, den menschlichen Geist zu brechen. Anfangs leitete sie das Wachpersonal persönlich bei direkten „Umerziehungs“-Gesprächen an, wertete die Ergebnisse aus und kristallisierte „bewährte Verfahren“ heraus. Sie schulte Teams aus Wärtern und Häftlingen. Sobald dieser systematische Verfolgungsmechanismus in Abteilung 12 voll etabliert war, verlagerte sie ihre Tätigkeit in den Hintergrund.
Im September 2023 wurde Wu Yan zur Leiterin der Abteilung 9 ernannt. In der ersten Jahreshälfte 2024 machte die Gefängnisverwaltung der Provinz Liaoning die sogenannten „Erfolge“ ihrer noch nicht einmal einjährigen Amtszeit öffentlichkeitswirksam bekannt und sorgte dafür, dass darüber prominent in den Onlinemedien berichtet wurde. Im Jahr 2025 wechselte Wu Yan schließlich weitgehend unbemerkt auf den Posten der Leiterin der Politischen Abteilung des Zweiten Frauengefängnisses.
Die Politische Abteilung ist unter anderem für den „Aufbau und die Schulung des Gefängnispersonals“, die „ideologische und politische Schulung“, die „Überwachung und Verwaltung des Strafvollzugs“ sowie für „Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildung“ zuständig. Vor dem Hintergrund von Wu Yans beruflichem Werdegang und ihrem bisherigen Vorgehen wird deutlich, welche Absichten die Gefängnisleitung mit ihrer Ernennung verfolgt.
Wu Yan: weiblich, geboren im Dezember 1984. Sekretärin der Parteizweigstelle (KPCh); Polizeikommissarin erster Klasse (Dienstnummer: 2105166); Telefon: 18040086226
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