(Minghui.org) Einer 62-jährigen Frau aus der Stadt Jiaohe, Provinz Jilin, droht ein Strafverfahren wegen ihres Glaubens an Falun Dafa. Ihr Mann war so besorgt um sie, dass er einen Schlaganfall erlitt und sich noch immer im Krankenhaus befindet.

Am Morgen des 15. September 2026 fiel im Haus von Ren Hongxia plötzlich der Strom aus. Als sie nach draußen ging, um den Stromzähler zu überprüfen, wurde sie von Polizeibeamten festgenommen, die dort bereits auf sie warteten. Die Beamten beschlagnahmten zudem eine Tasche mit Falun-Dafa-Materialien, die sie in der Nähe ihrer Haustür abgestellt hatte.

Anschließend drang die Polizei in Rens Wohnung ein und forderte ihren Mann auf, ein weißes, kurzärmeliges Hemd herauszugeben. Dieses soll Ren getragen haben, als Überwachungskameras sie dabei aufzeichneten, wie sie Informationsmaterialien über Falun Dafa anbrachte. Ihr Mann weigerte sich jedoch, der Forderung nachzukommen.

Rens Mann, der infolge einer Polio-Erkrankung körperlich beeinträchtigt ist, begab sich daraufhin zur Polizeiwache und forderte ihre Freilassung – jedoch ohne Erfolg. Aus großer Angst verlor er die Kontrolle über seine Gliedmaßen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde bei ihm ein Schlaganfall diagnostiziert.

Der Polizeibeamte Han Jielin rief später Rens Sohn an, der auswärts arbeitet, und wies ihn an, Geld für sie zu hinterlegen. Erst dadurch erfuhr der Sohn von der Situation seiner Eltern.

Er eilte nach Hause und begab sich zur Polizeidienststelle, um Gerechtigkeit für seine Mutter zu erwirken. Doch sowohl der Beamte Han als auch Zhang Dongze – derjenige, der Ren im Jahr 2025 festgenommen hatte – bestritten, für den Fall zuständig zu sein. Zhang sagte zu ihm: „Der Fall liegt nicht mehr bei der Polizei. Er wurde an die Staatsanwaltschaft der Stadt Shulan übergeben. Sie sollten sich nach einem Anwalt umsehen.“

Als Rens Sohn jedoch am 20. und 23. September bei der Staatsanwaltschaft vorsprach, erklärten die zuständigen Sachbearbeiter, dass ihnen die Akte noch nicht vorliege.

Mehr als zwei Jahrzehnte der Verfolgung

Ren, geboren im Januar 1964, begann 1997 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas zwei Jahre später die landesweite Verfolgung angeordnet hatte, weigerte sie sich, ihren Glauben aufzugeben, und wurde seither wiederholt zur Zielscheibe von Repressalien.

Festnahmen und Schikanen

Am 17. Februar 2000 reiste Ren nach Peking, um sich für das Recht einzusetzen, Falun Dafa zu praktizieren. Sie wurde festgenommen, in die Stadt Jiaohe zurückgebracht und in der Fahrschule für Landmaschinen der Stadt Jiaohe festgehalten. Sie wurde gezwungen, täglich stundenlang zu stehen, und erhielt kein Wasser zu trinken. Später wurde sie in eine Schule verlegt und angewiesen, Erklärungen zu verfassen, in denen sie Falun Dafa abschwor. Die Behörden erpressten Tausende von Yuan von ihr und drohten mit der Beschlagnahmung ihres Eigentums, sollte sie erneut nach Peking reisen, um dort zu appellieren.

Am 20. Juli 2001 gegen 22 Uhr wurde Ren erneut festgenommen. Ein Beamter namens Cheng von der Polizeiwache der Minzhu Straße klemmte einen Stift zwischen ihre Finger und drückte diese dann zusammen. Anschließend legte er ihr Handschellen an und band ihre Füße an einen Stuhl. Als er die Handschellen abnahm, konnte sie weder stehen noch gehen. Daraufhin wurde sie zu einer 15-tägigen Haftstrafe verurteilt.

Ende 2002 wurde Ren gemeinsam mit anderen Praktizierenden in einem Gästehaus festgehalten und von der Polizei sowie Agenten des Büro 610 überwacht. Sie war die Einzige, die noch wenige Tage vor dem chinesischen Neujahrsfest dort verblieb, da sie sich weigerte, eine Geldstrafe zu zahlen. Schließlich beglich ihr Nachbarschaftskomitee die 200 Yuan (etwa 26 Euro) für sie, woraufhin sie freigelassen wurde, um die Feiertage im Kreis ihrer Familie zu verbringen.

Im März 2003 besuchte Ren die Stadt Changchun, die Hauptstadt der Provinz Jilin, und wurde bei einer polizeilichen Razzia festgenommen. Sie wurde 15 Tage lang in Gewahrsam gehalten.

In den Jahren 2008, 2009 und 2012 wurde Ren mehrfach spät in der Nacht von der Polizei und Mitarbeitern der Gemeinde schikaniert.

Sie wurde am 11. Mai 2016 sowie erneut am 27. Oktober 2023 festgenommen.

Zehnstündige Zwangsernährung mit Meerrettichkonzentrat

Am 26. Oktober 2004 drangen die Beamten Ma Jinke und Zhang Yashuang von der Polizeiwache Yongan in Rens Wohnung ein, indem sie durch ein Fenster im zweiten Stock hineinkletterten, und nahmen sie fest. Sie traten ihr gegen die Oberschenkel, was zu tiefen Blutergüssen führte. Noch am selben Abend wurde sie in die Haftanstalt der Stadt Jiaohe eingeliefert.

Am 28. Oktober brachten die Polizisten Ren zurück auf die Wache und folterten sie. Sie fesselten sie auf einen Stuhl, wobei sie ihre Füße an den Stuhlbeinen fixierten und sie mit einem um die Taille geschlungenen Seil an der Rückenlehne festbanden. Anschließend drehten sie eine ihrer Hände auf dem Rücken nach oben, um sie dort mit der anderen Hand zu verbinden, die über die Schulter nach vorne gezogen worden war.

Ein Beamter hielt ihren Kopf mit einem Handtuch fest, während ein anderer ihr ein Handtuch in den Mund stopfte. Ein dritter Beamter goss Meerrettichkonzentrat in ihre Nase, sodass sie zu würgen begann. Sie hatte das Gefühl, als würde sie sterben.

Alle 15 Minuten hoben und senkten die Beamten Rens gefesselte Hände, um ihre Schmerzen zu verstärken, und gossen Meerrettichkonzentrat in ihre Nase und ihren Mund. Ihre Hose und ihr Hemd waren von Schweiß und Meerrettichkonzentrat durchnässt.

Die Polizisten zwangen Ren, vier Packungen Meerrettich zu schlucken. Um Mitternacht trat der Beamte Bai Mingku auf ihre Brust. Sie verspürte einen brennenden Schmerz im Magen, doch die Beamten verweigerten ihr Wasser. Am nächsten Nachmittag brachten sie sie zurück in die Haftanstalt.

Am nächsten Morgen konnte Ren nicht mehr aufstehen. Ihr Gesicht und ihre Brust waren dunkel verfärbt und mit Blasen bedeckt. Nach mehr als zehn Tagen verschwanden die Blasen, und die Haut an Gesicht und Brust schälte sich ab. Sie litt über längere Zeit unter einer laufenden Nase, und auch ihr Geruchssinn war beeinträchtigt.

Früherer Bericht:

Provinz Jilin: Die Falun Gong Übende Ren Hongxia wurde zehn Stunden lang mit Meerrettichkonzentrat zwangsernährt (Telefonnummern)