(Minghui.org)

Seien Sie gegrüßt, Meister!Seid gegrüßt, Mitpraktizierende!

Im Jahr 2000 erfuhr ich von der Minghui-Website. Damals wollte ich nichts mit Computern zu tun haben, da ich sie für fremdartige Technologie hielt. Allerdings war ich zutiefst bewegt, nachdem ich Erfahrungsberichte auf Minghui.org gelesen hatte. In einem Artikel sagte ein Praktizierender: „Wenn Dafa mich braucht, kann ich mein Leben opfern, um die Würde von Dafa zu verteidigen.“ Ich wollte genauso aufrichtig werden wie sie.

Im Verlauf der Fa-Berichtigung baten mich Praktizierende, bei der Herstellung von Materialien zur Aufklärung über die wahren Umstände zu helfen – angefangen mit Karten. Als ich sah, wie schön die Karten waren, war ich mir sicher, dass sie den Menschen gefallen würden, und so erklärte ich mich gerne bereit zu helfen.

Zu jener Zeit kannte ich nur wenige Produktionsstätten für diese Materialien. Wir mussten jeweils über 50 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen, um die Materialien zu holen. In der Sommerhitze tropfte mir der Schweiß von der Stirn und ich hatte nicht einmal Zeit, Wasser zu trinken. Manchmal bekam ich einen Hitzeausschlag an den Oberschenkeln. Ich rezitierte immer wieder die Zeilen aus dem Gedicht des Meisters „Was zu fürchten“:

„ […]Gottheiten in der WeltDas Fa bestätigen “(Was zu fürchten, 29.02.2004, in: Hong Yin II

Während ich diese Zeilen rezitierte, ließ das Hitzegefühl allmählich nach und meine Beine fühlten sich nicht mehr unangenehm an. Die Worte des Meisters stärkten mich und ich verspürte nie besonderen Durst, egal wie heiß es war oder wie sehr ich schwitzte.

Als der Meister die „Fa-Erklärung auf einer Rundreise in Nordamerika“ veröffentlichte, verteilten wir die Ausdrucke sofort an die Praktizierenden, sobald wir sie erhalten hatten. Ein Praktizierender wohnte in einer ländlichen Gegend, weit entfernt von der Hauptstraße. Als wir bei ihm zu Hause ankamen und ihm ein Exemplar des neuen Vortrags des Meisters überreichten, war er zu Tränen gerührt. Er sagte, er habe keinen Kontakt zu anderen Praktizierenden herstellen können und sich völlig isoliert gefühlt. Nun, da er die Fa-Erklärungen des Meisters und auch noch die Artikel auf Minghui.org lesen konnte, hatte er das Gefühl, wieder den Anschluss gefunden zu haben.

Als wir aufbrachen, regnete es und es war fast dunkel. Als wir die Straße außerhalb des Dorfes erreichten, waren unsere Reifen so voller Schlamm, dass wir nicht mehr weiterfahren konnten. Wir kratzten den Schlamm ab, doch sobald wir versuchten weiterzufahren, setzten sich die Reifen wieder zu. Ein Passant sagte zu uns: „Das ist Lehm. Wenn es regnet, könnt ihr nicht mit dem Fahrrad fahren; ihr müsst sie tragen.“

Als ich das hörte, war ich niedergeschlagen. Wir waren zwei relativ schwache Frauen auf einer schlammigen Landstraße, im Regen, während die Dunkelheit hereinbrach, und sollten nun unsere Fahrräder tragen? Wir hatten keine andere Wahl, aber wir wussten, dass der Meister und die Gottheiten und Buddhas uns beschützten. Wir waren Dafa-Schülerinnen und konnten das sicherlich schaffen. Und so trugen wir unsere Fahrräder und rezitierten das Fa. Die Hauptstraße war etwa drei Kilometer entfernt und es kam uns vor, als würden wir ewig laufen. Einmal konnte ich nicht sehen, wohin ich ging, und fiel in einen schlammigen Graben. Aber wir gingen weiter und rezitierten das Fa, bis wir die Hauptstraße erreichten. Trotz der Schwierigkeiten waren wir froh, dass wir diesem Praktizierenden helfen konnten, endlich den Vortrag des Meisters zu lesen.

Oft stießen wir auf Schwierigkeiten, aber nichts hielt uns davon ab, die drei Dinge zu tun, die Praktizierende tun sollten. Wann immer Minghui einen neuen Vortrag oder Artikel des Meisters veröffentlichte, brachten wir ihn so schnell wie möglich zu anderen Praktizierenden.

Der wichtigste Praktizierende in unserer Gegend, der über technische Kenntnisse verfügte, ging ins Ausland. Ich fand einen anderen Praktizierenden, der die Software zur Umgehung der Internet-Firewall installierte, und lernte bald, wie man auf das Internet zugreift. Ich hatte immer ein wenig Angst, aber wenn ich zuerst aufrichtige Gedanken aussandte und die Schriften des Meisters rezitierte, verschwand meine Angst. Ich wusste, dass ich nicht abwarten oder mich auf andere verlassen durfte. Ich musste meine eigenen Hindernisse überwinden und mehr Computerkenntnisse erwerben, um den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen.

Es war recht einfach zu lernen, wie man druckt, Texte setzt und Grafiken erstellt. Einen Computer zu kaufen war ebenfalls nicht schwer, aber ich wusste nicht, wie man das verschlüsselte Betriebssystem installiert, sodass ich ihn selbst nach dem Kauf nicht nutzen konnte. Ich musste einen technisch versierten Praktizierenden finden, der das System installierte, und es gab nicht viele Praktizierende, die sich damit auskannten. Ich war entschlossen, zu lernen, wie man das Betriebssystem selbst installiert, damit ich mehr Lebewesen erretten konnte.

Mit diesem Gedanken regelte der Meister alles für mich. Ich fand einen Praktizierenden, der es mir beibringen konnte, aber er wohnte mehr als 100 Kilometer entfernt. Als ich ihn zum ersten Mal besuchte, war der Nebel so dicht, dass ich nicht weiter als zehn Meter vor mir sehen konnte. Nachdem ich aus dem Bus ausgestiegen war, holte mich der Praktizierende mit seinem Motorrad ab, da wir noch weitere 15 Kilometer zurücklegen mussten. Als ich den dichten Nebel um uns herum sah, fragte ich mich, wie wir unter solchen Bedingungen fahren könnten. Ich begann zu rezitieren: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht ist gut.“ Genau in diesem Moment fuhr ein großer Lkw mit eingeschalteten Nebelscheinwerfern vorbei. Wir folgten ihm und gelangten sicher zum Haus des Praktizierenden.

Ich lernte, wie man das System installiert, und schrieb jeden Schritt auf. Als ich nach Hause kam, folgte ich meinen Notizen sorgfältig, doch die Installation funktionierte nicht, was frustrierend war. Immer wenn ich auf etwas stieß, das geringfügig von meinen Notizen abwich, hatte ich keine Ahnung, was ich tun sollte. Mir blieb nichts anderes übrig, als zu dem Praktizierenden zurückzufahren und ihn um Hilfe zu bitten. Als ich diesmal aus dem Bus stieg, holte mich ein anderer Praktizierender ab. Diesmal herrschte statt Nebel ein extrem starker Wind, und ich fühlte mich unwohl, als ich auf dem Motorrad saß. Der Wind blies von der Seite, und es fühlte sich an, als könnte das Motorrad jeden Moment von der Straße in die Felder geweht werden. Ich atmete erleichtert auf, als wir endlich ankamen.

Das Erlernen der technischen Fähigkeiten war nicht einfach. Es gab so viele Störungen, und die alten Mächte waren darauf aus, uns zu behindern. Das musste daran liegen, dass wir, wenn wir alle wüssten, wie man Computer bedient, die Internetblockaden umgehen könnten. Ich war dankbar, dass der Meister und beschützte und für die selbstlose Hilfe dieses Praktizierenden. Ich musste ihn mehrmals besuchen, und er war immer sehr geduldig.

Je nach Computer mussten unterschiedliche Tasten gedrückt werden, um das Startmenü aufzurufen. Manchmal erkannte der Computer die System-CD oder den USB-Stick nicht. Dann probierte ich nacheinander alle Tasten aus, bis der Computer die CD oder den USB-Stick erkannte und das System installierte. Wann immer ich ein Problem hatte, bat ich den Meister, mir Weisheit zu schenken, und oft kam mir die Lösung plötzlich in den Sinn. Nach und nach begann ich, einige der Prinzipien hinter der Systeminstallation zu verstehen. Ich konnte auf den meisten Computern Systeme installieren, und der Ablauf wurde zunehmend einfacher.

Im Verlauf der Fa-Berichtigung reiste ich oft in andere Regionen, um neue technische Fähigkeiten zu erlernen und Materialien zu besorgen. Aus Sicherheitsgründen nahm ich keinen telefonischen Kontakt zu den Praktizierenden in diesen Regionen auf. Bevor ich aufbrach, kniete ich vor dem Foto des Meisters nieder, zündete Weihrauch an und teilte dem Meister mit, wohin ich gehen musste. Ich bat den Meister, mir Kraft zu geben und dafür zu sorgen, dass die Praktizierenden zu Hause auf mich warteten.

Einmal hatte ich ein Auto organisiert und geplant, um 5 Uhr morgens aufzubrechen. Als ich kurz nach 4 Uhr morgens aufstand, schneite es und es war bitterkalt. Plötzlich dachte ich: „Alle anderen schlafen tief und fest; muss ich wirklich bei Wind und Schnee hinausgehen, um Materialien zu kaufen, oder könnte ich stattdessen im Bett bleiben?“ Doch meine aufrichtigen Gedanken erinnerten mich daran, dass ich, sobald ich eine Entscheidung getroffen und mein Wort gegeben hatte, diese auch umsetzen musste – unabhängig vom Wetter.

In dem Moment dachte ich an meine Verantwortung und meine Mission, zündete dann dem Meister Weihrauch an und bat um Kraft für meine Reise. Dann machte ich mich entschlossen auf den Weg durch Wind und Schnee. Als ich an meinem Ziel ankam, war es bereits hell. Zu meiner Überraschung schien die Sonne strahlend, was mich wirklich berührte. Ich bin dem meister dankbar für seinen barmherzigen Schutz und sein Arrangement.

Ich blieb drei Tage lang dort und lernte von verschiedenen Praktizierenden. Einer brachte mir bei, wie man DVDs brennt, ein anderer sprach darüber, wie man Materialien in großer Stückzahl herstellt, und wieder ein anderer zeigte mir grundlegende Reparaturtechniken. Alles verlief reibungslos, und wir alle würdigten die barmherzigen Arrangements des Meisters. Am letzten Tag schloss ich mich ihrer Fa-Lerngruppe an und profitierte sehr davon.

Um das Jahr 2006 herum begann ich, auf die Minghui-Website zuzugreifen. Oft sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um jegliche Störungen beim Zugriff auf die Website zu beseitigen. Mittlerweile kann ich mich in der Regel sofort mit Minghui.org verbinden. Ich habe mehreren Praktizierenden beigebracht, wie man auf das Internet zugreift, und sie haben selten Probleme, online zu gehen. Von einem anderen Praktizierenden lernte ich, wie man ein internes E-Mail-System nutzt, und wir kommunizieren nun größtenteils über diesen Kanal. Wir vereinbaren einen Treffpunkt, und die Praktizierenden kommen in der Regel pünktlich. Mein Handy benutze ich so gut wie nie.

Damals wollte ich, dass noch andere Praktizierende technische Fähigkeiten erlernten, deshalb versuchte ich, ihnen diese beizubringen, wann immer ich konnte. Dabei wurde ich in vielerlei Hinsicht auf die Probe gestellt. Manche lernten schnell, waren aber nicht bereit, sich anzustrengen, während andere zwar bereit waren, sich einzubringen, aber nur langsam lernten.

Wenn ich etwas Neues lerne, mache ich mich normalerweise zuerst mit dem gesamten Prozess vertraut, finde die einfachen Teile heraus und versuche, so viel wie möglich zu verstehen, bevor ich andere Praktizierende um Hilfe bitte. Das spart sowohl mir als auch ihnen Zeit. Wenn ich ein Problem selbst durchdenke, gibt mir der Meister Hinweise und ich kann es plötzlich verstehen. Ich hoffe, dass andere Praktizierende, die technische Fähigkeiten erlernen, zunächst versuchen, selbst herauszufinden, was sie tun können, anstatt ständig andere Praktizierende um Hilfe zu bitten.

Einmal brachte ich einer Praktizierenden namens Ann etwas bei. Sie lernte zwar langsam, gab sich aber Mühe. Ich bat sie, das Gelernte aufzuschreiben, bei der Ausführung der Schritte auf ihre Notizen zurückzugreifen und dann Korrekturen vorzunehmen, wenn sie auf Probleme stieß. Als ich sie auf diese Weise anleitete, wirkte sie manchmal verwirrt und wusste nicht, wovon ich sprach. Als ich ihr etwas mehrmals erklärt hatte und sie es immer noch nicht verstand, wurde ich ungeduldig. Da ermahnte ich mich, geduldig zu bleiben.

Manchmal konnte ich meinen Tonfall nicht kontrollieren. Ich fragte mich, warum manche Praktizierende etwas sofort lernen konnten, während andere es auch nach mehreren Erklärungen nicht verstanden, und fing an, auf Praktizierende, die langsam lernten, ein wenig herabzuschauen. Dann dachte ich: „War ich nicht genauso, als ich anfing? Jeder braucht Zeit zum Lernen. Das ist eine Gelegenheit für mich, meine Ungeduld, Intoleranz, meinen Kampfgeist und andere Anhaftungen zu beseitigen. Meine Ungeduld rührt von Selbstsucht her, da ich nicht möchte, dass dies zu viel meiner Zeit in Anspruch nimmt. Diese schlechten Gedanken stammen nicht von meinem wahren Selbst, und ich muss sie beseitigen. Diese Praktizierenden wollen technische Fähigkeiten erlernen, um anderen zu helfen.“ Daraufhin war ich entschlossen, Ann dabei zu helfen, die Fähigkeiten erfolgreich zu erlernen. Wenn sie es nach meiner ersten Erklärung nicht verstand, versuchte ich es zwei- oder dreimal, bis sie es vollständig begriffen hatte.

Wenn Ann etwas nicht verstand, wurde sie manchmal unruhig und ärgerlich und warf mir vor, ich würde sie nicht richtig unterrichten. Das gefiel mir gar nicht, und ich sagte: „Ich unterrichte dich freiwillig. Die Zeit, die ich damit verbringe, dir etwas beizubringen, geht zu Lasten meiner Ess- und Schlafenszeit. Du musst mir nicht danken, aber manchmal kannst du nicht einmal die einfachsten Dinge lernen und dann kritisierst du mich und gibst mir hinter meinem Rücken die Schuld. Kannst du nicht ein bisschen Dankbarkeit zeigen? Schau dich doch mal selbst an!“

Später wurde mir klar, dass ich selbst nach innen schauen sollte. Hier ging es nicht nur darum, einer Praktizierenden technische Fähigkeiten beizubringen; es war auch eine Gelegenheit für mich, meine Xinxing zu erhöhen. Ich hatte ihr dasselbe schon oft erklärt, aber sie hörte nicht zu. Sie konzentrierte sich nur auf ihre eigenen Gedanken und ignorierte, was ich sagte. Wenn es Anleitungen gab, las sie diese nicht und wartete einfach auf eine Gelegenheit, mich zu fragen. Sie las nicht einmal die Gebrauchsanweisung eines Reinigungsmittels, weil sie behauptete, sie könne sie nicht verstehen. Doch wenn ich sie ihr vorlas, verstand sie es sofort.

Ich fragte sie: „Warum versuchst du es nicht erst einmal selbst?“ – „Ich warte einfach darauf, dass du es mir beibringst. Ich weiß nicht, wie man Anleitungen liest und umsetzt“, antwortete sie. Plötzlich verstand ich. Ich war zu egozentrisch gewesen und hatte meine Erwartungen zu hoch gesteckt. Anstatt von ihr zu erwarten, dass sie alles, was ich ihr beibringen wollte, sofort beherrschte, sollte ich sie nach und nach lernen lassen und sie entsprechend ihrer Aufnahmefähigkeit unterrichten. Wenn sie an den Punkt gelangt war, an dem sie sich nicht mehr konzentrieren konnte, sollte ich warten, bis sie die Dinge begriffen hatte, bevor ich weitermachte. Ich musste meine Gelübde erfüllen und die Aufgaben, die der Meister mir anvertraut hat, gut erledigen.

Nachdem ich nach innen geschaut hatte, beseitigte ich meine Angst, zu Unrecht beschuldigt zu werden, meine Angst vor Ärger, meinen Groll, mein Verlangen nach Gegenleistung, mein Verlangen nach Lob und andere Anhaftungen. Ich wollte keinen dieser schmutzigen Gedanken mehr. Ich sagte zu Ann: „Ich habe mich geirrt. Meine Haltung und mein Tonfall waren unangemessen. Bitte nimm es dir nicht zu Herzen.“ Auch sie erkannte ihre eigenen Fehler und begann, aufmerksamer zu werden.

Ann kann nun auf das Internet zugreifen, Materialien ausdrucken, einfache Textformatierungen vornehmen, Computersysteme installieren, das interne E-Mail-System nutzen und einfache Reparaturen durchführen. Wenn sie auf ein Problem stößt, das sie nicht lösen kann, stellt sie eine Frage im Internetforum, das von Praktizierenden betrieben wird.

Sofern keine dringende Priorität vorliegt, beginnen wir jeden Tag mit dem Fa-Lernen. Ich bin Mitglied in mehreren Gruppen zum Auswendiglernen des Fa und wann immer ich Zeit habe, rezitiere und lerne ich das Fa und schaue nach innen.

Früher verließen wir uns auf einen technischen Praktizierenden aus der Gegend, da er in unserer Region der erfahrenste war. Letztes Jahr stieß er auf Schwierigkeiten und konnte keine Geräte mehr reparieren, deshalb luden wir einen technischen Praktizierenden aus einer anderen Region ein, um uns zu unterrichten. Dieser Praktizierende brachte sein eigenes Essen mit, damit er uns nicht zur Last fiel. Er beantwortete geduldig unsere Fragen und wurde nie ungeduldig. Wenn Praktizierende darauf bestanden, etwas nach ihren eigenen Vorstellungen zu tun, stellte er seine eigenen Ansichten zurück und arbeitete mit. Wenn die Praktizierenden erkannten, dass ihr Ansatz nicht funktionieren würde, erklärte er ihnen daraufhin seine Methode und warum sie notwendig war. Seine Geduld und seine Kooperationsbereitschaft haben mich tief bewegt. Er tat all dies selbstlos, und sein Ausgangspunkt bei allem war, andere an die erste Stelle zu setzen.

Meine Lücken wurden mir deutlich bewusst. Wenn ich viel zu tun hatte, wollte ich mich beschweren. Wenn zu viel zu tun war, sprach ich schroff. All dies beruhte auf menschlichen Anschauungen und war Ausdruck von Egoismus. Durch diese Erfahrungen gewann ich ein tieferes Verständnis dafür, dass die verschiedenen Situationen, denen ich während der Kultivierung begegnete, vom Meister so arrangiert wurden, um mir zu helfen, meine Anhaftungen zu beseitigen, meine Fähigkeit zu erweitern, meine Ebene zu erhöhen und mich so schnell wie möglich zu veredeln.

Ich muss jede Gelegenheit gut nutzen, stets einen klaren Kopf bewahren und vernünftig handeln sowie jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat korrigieren. Ich darf die barmherzigen Arrangements des Meisters nicht verschwenden. Ich werde das Fa ernst nehmen, die Bedürfnisse der Gesamtheit berücksichtigen und jede Prüfung gut bestehen.

Lernen zuzugeben: „Ich habe mich geirrt“

Ich war schon von klein auf gut in der Schule, was meine Eitelkeit, meine Geltungssucht, meinen Wunsch, nur Angenehmes zu hören, und meine Unwilligkeit, Kritik anzunehmen, förderte. Bevor ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa begann, bestand ich, wann immer etwas passierte, darauf, dass es nicht meine Schuld war, und erfand eine Ausrede nach der anderen, wie dies oder jenes geschehen war, um mich der Verantwortung zu entziehen. Nach Beginn meiner Kultivierung bemühte ich mich intensiv, diese Anhaftung zu beseitigen.

Wenn ich auf Probleme stieß, waren meine Familienangehörigen, die alle Praktizierende waren, sehr gütig zu mir. Sie kritisierten mich nicht, sondern gaben stattdessen offen ihre eigenen Fehler zu. Ich dachte: „Wenn diese Angelegenheit tatsächlich meine Schuld war, wie kann ich dann zulassen, dass meine Familie immer wieder die Verantwortung dafür übernimmt?“ Als das nächste Mal etwas passierte, begann ich darüber nachzudenken, ob ich etwas falsch gemacht hatte und welche Erkenntnis ich daraus ziehen sollte. Ich fing an zu sagen: „Vielleicht lag ich falsch?“ Sobald ich das sagte, vergab mir meine Familie sofort, ganz gleich, wie schwerwiegend mein Fehler auch gewesen sein mochte. Sie beschwerten sich nie und sprachen mir nur Mut zu.

Dennoch konnte ich meine tief verwurzelten Gewohnheiten nicht von heute auf morgen ablegen, und manchmal gewannen meine alten Denkweisen wieder die Oberhand. Einmal, gerade als ich im Begriff war, die Schuld auf andere abzuwälzen, sagte ein Praktizierender: „Sag einfach: ‚Ich habe mich geirrt. Ich werde das nächste Mal besser aufpassen.‘ Es gibt keinen Grund, etwas zu erklären.“ Mir wurde klar, dass das Sinn ergab, und so rezitierte ixh die Worte des Meisters:

„Aber ihr habt euch deshalb nicht schuldig gemacht, von nun an sollt ihr alle bei diesem Problem aufmerksam werden. Ihr müsst es schaffen, dass ihr euch von jedem etwas sagen lassen könnt. Wenn es zutrifft, korrigiert ihr euch, wenn nicht, dann seid hellhörig. Wenn du es schaffst, angesichts von Kritik und Vorwürfen im Herzen unbewegt zu bleiben, dann hast du dich erhöht.“ (Fa-Erklärung in Los Angeles City, 25.02.2006)

Einmal ging eine Praktizierende langsam hinter mir her, nachdem wir einige Materialien abgeholt hatten. Ich sagte ungeduldig zu ihr: „Kannst du nicht schneller gehen?“ – „Versuche, deinen Tonfall zu ändern", antwortete sie. Ich war überrascht. Wie konnte ich das Fa rezitieren, es aber nicht wirklich befolgen und mich nicht kultivieren? Ich lächelte sofort und sagte: „Es tut mir leid!“ Ich bemerkte oft, wie der Meister die Worte dieser Praktizierenden nutzte, um mich daran zu erinnern, meinen Tonfall zu ändern.

Wenn ich in Situationen geriet, die mich wirklich störten, rezitierte ich „Wer hat Recht, wer hat Unrecht aus Hong Yin III“. Ich verstand, warum ich im Unrecht war. Es lag daran, dass ich mich innerlich aufgeregte, wenn ich mit ungerechten Vorwürfen oder Kritik konfrontiert wurde. Anstatt mich aufzuregen, sollte ich den Praktizierenden dankbar sein, dass sie mir halfen, mich zu erhöhen. Schließlich gelang es mir, mein Denken so zu kultivieren, dass mein erster Gedanke lautete: „Ich habe Unrecht“, unabhängig davon, ob es tatsächlich so war. Viele Probleme ließen sich auf diese Weise sofort lösen.

Außerdem beseitigte ich meine menschliche Anhaftung, mich immer auf andere verlassen zu wollen. In den letzten zehn Jahren habe ich allein gelebt, daher musste ich für alles selbst Lösungen finden. Oft bat ich den Meister um Hilfe und lernte nach und nach, wie ich viele Dinge des täglichen Lebens bewältigen kann: wie man einen Wasserhahn austauscht und Fliegengitter an Türen und Fenstern anbringt. So gelang es mir, meine Anhaftung, mich auf andere verlassen zu wollen, zu beseitigen.

Als Dafa-Schülerin in der Zeit der Fa-Berichtigung hoffe ich, in Zukunft noch fleißiger zu werden. Ich verstehe, dass ich nur dadurch, indem ich mich selbst weiter reinige, Lebewesen erretten und die Gelübde erfüllen kann, die ich vor meiner Ankunft in dieser Welt abgelegt habe.

Das sind meine Erkenntnisse auf meiner derzeitigen Ebene. Sollte etwas nicht im Einklang mit dem Fa stehen, bitte ich die Mitpraktizierenden freundlich, mich mit Barmherzigkeit darauf hinzuweisen.

Danke, Meister!Danke, Mitpraktizierende!