(Minghui.org) Die Haftstrafe eines Arztes aus dem Kreis Ningjin, Provinz Hebei, wegen des Praktizierens von Falun Dafa wurde zur Bewährung ausgesetzt. In dieser Zeit starb Dr. Zhang Hongqian - es war am 26. Januar 2026. Seine Frau, die wegen ihres Glaubens eine 7,5-jährige Haftstrafe absitzt, konnte ihn nicht mehr sehen.

Die Tragödie um den Arzt und seine Frau Ju Yuxia, beide um die 70, begann am 22. April 2022, als sie zusammen mit ihrem Sohn in ihrer Hausarztpraxis festgenommen wurden. Bereits am folgenden Tag wurden alle drei unter Hausarrest gestellt – nur um Monate später, am 6. Juli 2022, erneut inhaftiert zu werden.

Während der Sohn des Paares am 2. August 2022 gegen Kaution freigelassen wurde, blieben Dr. Zhang und Ju in Haft. Beide wurden dort misshandelt und erlitten schwere gesundheitliche Schäden. Dr. Zhang wurde zunächst in das Gefängniskrankenhaus von Xingtai und anschließend in das Gefängniskrankenhaus von Shijiazhuang verlegt. Trotz medizinischer Behandlung besserte sich sein Zustand nicht.

Im März 2023 täuschte das Gericht des Kreises Ningjin Dr. Zhang, sodass dieser seinen Anwalt entließ. Gegen seinen Willen wurde ihm daraufhin ein Pflichtverteidiger beigeordnet, der in seinem Namen ein Geständnis ablegte. Am 31. März desselben Jahres verurteilte ihn das Gericht in einem geheimen Verfahren zu drei Jahren Haft.

Dasselbe Gericht verurteilte Ju am 18. April 2023 zu 7,5 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro). Ihre Berufung wurde im Juli 2023 vom Mittleren Gericht der Stadt Xingtai abgewiesen. Sie wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt in das Frauengefängnis der Provinz Hebei eingeliefert.

Dr. Zhang wurde am 23. Mai 2023 aus medizinischen Gründen vorzeitig entlassen. Das Gericht änderte seine Strafe jedoch später auf drei Jahre Haft mit vierjähriger Bewährungszeit. Die Polizei installierte Überwachungskameras an seiner Haustür und in seinem Hof und zwang seinen Sohn, 900 Yuan (etwa 108 Euro) für die Kosten der Ausrüstung und Installation zu zahlen.

Dr. Zhang litt nach seiner Heimkehr unter systemischen Ödemen. Insbesondere seine Genitalien waren stark geschwollen. Es ist unklar, welcher Folter er ausgesetzt war, die diese extreme Schwellung verursachte. Er reagierte nur langsam und war oft verwirrt. Zudem stürzte er mehrmals. Die örtliche Justizbehörde ordnete an, dass er wöchentliche Berichte über seine Gedanken verfassen und sich täglich per Gesichtserkennungs-App auf seinem Handy melden musste. Bei Nichterfüllung dieser Pflicht wurde er telefonisch bedroht, zudem bekam er Bewegungsbeschränkungen auferlegt.

Während er selbst mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, sorgte sich Dr. Zhang auch sehr um seine inhaftierte Frau, deren Zustand sich aufgrund von Misshandlungen in der Haft rapide verschlechtert hatte. Als Jus Anwalt sie am 5. Juli 2023 im Gefängniskrankenhaus von Xingtai besuchte, stellte er fest, dass ihre Beine und Augen stark geschwollen waren. Ju klagte über Schwindel und starke Schwäche. Ein Auge konnte sie nicht mehr öffnen, auf dem anderen verlor sie zunehmend das Sehvermögen. Zudem diagnostizierten die Ärzte eine Proteinurie – einen Eiweißverlust im Urin, der auf eine Schädigung der Nieren hinweist.

Ju war im Frauengefängnis der Provinz Hebei fortwährenden Misshandlungen ausgesetzt und konnte sich nicht mehr selbst versorgen. Sie benötigt beim Gehen die Hilfe zweier Personen. Der Antrag ihres Sohnes auf ihre Freilassung wurde wiederholt abgelehnt. Die Wärter zwangen sie außerdem, ihrem Mann und ihrem Sohn zu schreiben, dass im Gefängnis alles gut sei.

Das Leiden seiner Frau traumatisierte Dr. Zhang zusätzlich. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich kontinuierlich, bis er am 25. Januar 2026 starb.

Ein beliebtes Ehepaar

Dr. Zhang war für seine Integrität, seine Professionalität und seine patientenorientierte Betreuung bekannt. Sowohl Einheimische als auch Patienten von außerhalb suchten seine Praxis auf; täglich bildeten sich lange Warteschlangen. In China sind Arzttermine in der Regel nicht erforderlich: Patienten kommen einfach vorbei und werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens behandelt.

Ju war eine lebensfrohe Frau. Während ihr Mann seine fachlichen Fähigkeiten weiterentwickelte und Patienten behandelte, kümmerte sie sich um die Kinder und den Betrieb der Praxis. Als das Ehepaar die Praxis vor mehr als dreißig Jahren eröffnete, hatten sie zunächst nur wenige Patienten. Um das Familieneinkommen aufzubessern, arbeitete Ju zusätzlich in der Landwirtschaft.

Falun Dafa lehrte Ju, nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben, und prägte sie nachhaltig. Einer ihrer Leitsätze lautete: „Wir dürfen andere nicht ausnutzen, mehr zu arbeiten als andere kostet uns nichts.“ Nach diesen Werten erzog sie ihre Kinder und handelte auch im Umgang mit anderen. Wann immer jemand Hilfe benötigte, zögerte sie nicht, zu helfen.

In China müssen Patienten üblicherweise vor der Behandlung bezahlen. Ju und Dr. Zhang wiesen jedoch niemals jemanden ab, der sich eine medizinische Versorgung nicht leisten konnte. Sie begegneten jedem Patienten mit Respekt und Würde – unabhängig von dessen finanzieller Situation. Mitunter kamen Patienten von außerhalb sogar während ihrer Mittagspause vorbei; dann ließ das Paar alles stehen und liegen, um sie zu behandeln, damit sie nicht warten mussten.

Im Laufe der Jahre brachten ihre Patienten dem Paar zahlreiche Wimpel – kleine Banner mit Botschaften der Wertschätzung und Dankbarkeit – als Zeichen ihres Respekts entgegen.

Das Ehepaar betrieb in seiner Klinik auch eine eigene Apotheke – in China verfügen viele Krankenhäuser und Kliniken über solche Einrichtungen. Während der COVID-19-Pandemie erhöhten zahlreiche Apotheken die Preise für Fiebermedikamente künstlich. Ju jedoch weigerte sich, an dieser Praxis teilzunehmen. Als Patienten bemerkten, dass ihre Preise sogar unter denen von Großhandelsapotheken lagen, erklärte sie: „Die Pandemie hat das Leben für alle erschwert. Wenn wir unseren Patienten Geld sparen können, tun wir das.“ Als Mitarbeiter der Pandemiebekämpfung vor ihrer Klinik zu husten begannen, gab Ju ihnen zudem kostenlos Hustensaft.

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