(Minghui.org) Minghui.org berichtete bereits ausführlich über die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang. Der vorliegende Bericht ergänzt diese Dokumentationen um weitere Details.
Das Gefängnis war ursprünglich die einzige Haftanstalt für Frauen in der Provinz. Nach der Eröffnung des neuen Frauengefängnisses Songbin im Jahr 2025 wurden rund 2.000 Insassinnen aus dem bisherigen Frauengefängnis dorthin verlegt. Neu verurteilte Frauen werden seither auf beide Einrichtungen verteilt.
Anfang 2025 verschärften die Abteilung für intensives Training – die erste Station für neu eingelieferte Praktizierende im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang – sowie die Achte Abteilung die Verfolgung der Praktizierenden unter dem Vorwand einer „Standardisierung des Gefangenenmanagements“.
Die Wärter befahlen den Praktizierenden, jeden Morgen ihre Betten nach militärischem Vorbild zu richten, und zwangen sie, im Stechschritt zu marschieren statt normal zu gehen. Wer sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben, musste stundenlang regungslos auf einem nur etwa 50 × 50 Zentimeter großen Platz auf dem Boden sitzen. Für das Zähneputzen, Waschen, Wäschewaschen oder den Toilettengang wurde ihnen nur minimale Zeit zugestanden. Zudem zwangen die Wärter sie häufig zum Knien. Ihre Zellen wurden regelmäßig durchsucht und persönliche Gegenstände beschlagnahmt.
Das Gefängnis setzte außerdem ein Fünfer-„Buddy-System“ ein, um Praktizierende und andere Insassinnen zu drangsalieren. Fünf Gefangene mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und wegen verschiedener Delikte verurteilt, wurden zu Gruppen zusammengestellt und angewiesen, sich gegenseitig zu überwachen. Sie mussten sämtliche Aktivitäten zeitgleich ausführen. Vor den Mahlzeiten waren sie verpflichtet, Lieder zu Ehren der Kommunistischen Partei Chinas zu singen. Am ersten Tag jedes Monats mussten sie zudem eine schriftliche Erklärung verfassen, in der sie ihre „Verbrechen“ eingestanden und Reue bekundeten.
In dieser Erklärung mussten sie außerdem versprechen, keine Anträge auf Wiederaufnahme ihres Verfahrens zu stellen. Die Wärter überwachten jede Fünfergruppe über Kameras und rügten sie sofort, sobald sie etwas als „unangemessen“ einstuften.
Das Justizamt sowie die Gefängnisverwaltung der Provinz Heilongjiang überprüften regelmäßig die Videoaufzeichnungen der Haftanstalt, um den Stand der angeblichen „Standardisierung des Gefangenenmanagements“ zu kontrollieren.
Die Abteilung für intensives Training ist in acht Teams gegliedert. Chu Yanfang leitet die Teams eins bis vier, während Li Qiujun für die Teams fünf bis acht verantwortlich ist.
Im März 2025 wählten Fan Tinging, stellvertretender Leiter der Abteilung für intensives Training, sowie Wärter Wang Dufang vom Team Drei mehrere Schwerverbrecherinnen – darunter eine wegen Mordes verurteilte Gefangene – aus, um die Praktizierende Wang Lei zu überwachen und zu misshandeln. Fan wurde anschließend in die dritte Abteilung versetzt.
Die Gefangene Han Li, eine ehemalige Polizeichefin, die wegen Pflichtverletzung verurteilt worden war, leitete zuvor die Teams Sechs und Sieben und wurde später zur Leiterin von Team Drei ernannt. Nachdem bekannt geworden war, dass sie andere Gefangene erpresst hatte, wurde sie von Wärter Wang gerügt und zur Überwachung von Praktizierenden degradiert.
Im Januar 2026 hielt die Gefängnisleitung eine Sitzung zur „standardisierten Verwaltung“ ab und lobte die Achte Abteilung sowie die Abteilung für intensives Training als „vorbildliche Gefängnisabteilungen“. Die Abteilung für intensives Training soll im März 2026 in ein anderes Gebäude verlegt werden.
Zum Zeitpunkt dieses Berichts befinden sich noch mindestens zehn Praktizierende in der Abteilung für intensives Training. Die ihnen zugewiesenen Mitgefangenen sind überwiegend Wirtschaftskriminelle mit langen Haftstrafen. Solange sie die Praktizierenden „wirksam verfolgten“, wurden diese Häftlinge von Zwangsarbeit befreit. Daher hatten sie ein starkes Eigeninteresse, den Anweisungen der Wärter zu folgen und die Praktizierenden zum Aufgeben ihres Glaubens zu drängen.
Um ihre Übergriffe zu vertuschen, zwangen die Wärter jede zur Entlassung vorgesehene Praktizierende, sich vor den Überwachungskameras in öffentlichen Bereichen des Gefängnisses vollständig auszuziehen – einschließlich der Unterwäsche. Die Aufnahmen wurden anschließend der Staatsanwaltschaft als Beweismittel übergeben. Danach brachte man die entkleidete Praktizierende ins Gefängniskrankenhaus, wo untersucht wurde, ob sie Notizen in ihrer Vagina verborgen hatte.
Frühere Berichte:
Überblick über die Verfolgung im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang
Wie Falun-Dafa-Praktizierende im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang verfolgt werden
Wie die Wärter im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang Falun-Dafa-Praktizierende foltern
Die Folter geht weiter – Eindrücke aus dem Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang
Permanente Folter und Gehirnwäsche im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang
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