(Minghui.org) Eine 57-jährige Frau aus Lanzhou, Provinz Gansu ist während ihrer fünf Jahre langen Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa extrem abgemagert und geschwächt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die meisten ihrer oberen Zähne gelockert haben und sie Schwierigkeiten beim Essen hat.
Zhang Ping, eine ehemalige Mitarbeiterin der Wertpapierabteilung der Provinziellen Treuhand- und Investmentgesellschaft in Gansu, wurde am 9. Mai 2022 verhaftet, weil sie mit anderen über die Verfolgung von Falun Dafa gesprochen hatte. Am 7. April 2023 wurde sie zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) verurteilt. Ihre Berufung wurde am 13. November 2023 abgewiesen, Ende Januar 2024 wurde sie vom ersten Untersuchungsgefängnis der Stadt Lanzhou in das Frauengefängnis der Provinz Gansu verlegt.
Weil Zhang sich der Verfolgung in der Siebten Abteilung widersetzte, drohte ihr der stellvertretende Leiter Xiao Yan damit, sie zu zwingen, das Wasser zu trinken, in dem sie sich die Füße gewaschen hatte. Xiao bezeichnete Zhang außerdem als psychisch krank und stiftete die Mitgefangenen an, sie zu schlagen und ihr Psychopharmaka zu verabreichen.
Die Wärter zwangen Zhang oft, stundenlang zu stehen, manchmal bis zu elf Stunden.
Zhangs Sohn, der in einer anderen Provinz lebt, reiste im März 2024 eine lange Strecke zum Gefängnis, um sie zu besuchen. Doch er wurde abgewiesen. Die Gefängnisbehörden gaben an, seiner Mutter seien Familienbesuche verweigert worden, weil sie sich geweigert habe, Falun Dafa abzuschwören. Zudem wurde ihm untersagt, ihr Kleidung zu schicken oder Geld auf ihr Konto einzuzahlen.
Zhang durfte im Juni 2024 mit ihrem Sohn telefonieren. Das Gespräch wurde nach weniger als zehn Minuten unterbrochen. Mitte August 2024 durfte ihr Sohn sie endlich besuchen. Er bemerkte, dass seine Mutter abgemagert war. Zhang berichtete, dass sie nicht ausreichend zu essen bekomme und seit ihrer Einlieferung ins Gefängnis etwa fünf Kilogramm abgenommen habe. Das Geld, das ihr Sohn schließlich einzahlen durfte, kontrollierten die Wärter streng und schränkten damit ihren Kauf von Dingen des täglichen Bedarfs stark ein.
Die Wärter beendeten den Besuch nach knapp zehn Minuten mit der Begründung, Zhang unterstehe weiterhin strengen Auflagen, was bedeutete, dass viele ihrer Rechte als Gefangene aufgehoben waren. Ihrem Sohn wurde nicht mitgeteilt, wann diese Phase enden würde.
Als Zhang am 27. März 2025 mit ihrer Familie telefonierte, erwähnte sie, dass sie „Beweise dafür habe, dass sie unter Folter verhört und unrechtmäßig inhaftiert worden sei“. Kaum hatte sie das gesagt, wurde das Gespräch abrupt unterbrochen. Es dauerte eine Minute und 58 Sekunden, während ein normales Telefonat drei Minuten dauert.
Als Zhang im Dezember 2025 erneut mit ihrer Familie telefonierte, wirkte sie desorientiert.
Anfang Februar 2026, nach ihrer Verlegung in die erste Abteilung, durfte ihre Familie sie besuchen. Sie sah sehr abgemagert aus und erzählte ihrer Familie, dass sie täglich zu langen Arbeitszeiten gezwungen worden sei. Ihre oberen Zähne hätten sich gelockert und sie habe Schwierigkeiten beim Essen.
Frühere Verfolgung, einschließlich einer fünfjährigen Haftstrafe
Auch früher wurde Zhang bereits mehrfach wegen des Praktizierens von Falun Dafa verhaftet. Nach ihrer Verhaftung am 13. August 2002 wurde sie so brutal geschlagen, dass ihr Kopf voller Beulen war und aus Mund und Nase Blut lief. Ihr linkes Trommelfell war gerissen und sie hatte eine leichte Gehirnerschütterung.
Der Polizist Wei Dong bastelte ein Seil aus einem Stoffstreifen und knebelte Zhang damit vier Stunden lang. Als er das Seil schließlich entfernte, konnte er es nicht einmal lösen, da es in ihr Fleisch eingeschnitten hatte, und er es durchschneiden musste. Infolgedessen wurde ihr Unterkiefer ausgerenkt und ist bis heute nicht wieder in seiner ursprünglichen Position. Außerdem brach ein Schneidezahn ihres Unterkiefers ab, und ein anderer lockerte sich stark.
Nachts brachten Wei und ein anderer Beamter Zhang in die Haftanstalt Xiguoyuan. Ein Wärter legte ihr eine etwa 23 Kilogramm schwere Fessel an und befahl den anderen Insassinnen, sie zu schlagen und nicht schlafen zu lassen. Am zweiten Tag wurde sie zwangsernährt, woraufhin sie Blut erbrach. Sie musste zur Wiederbelebung ins Krankenhaus gebracht werden.
Im Oktober 2002 wurde Zhang in die Drogenrehabilitationsklinik Lajiatan eingeliefert. Dort wurde sie innerhalb von nur drei Tagen sechsmal gefoltert, indem sie gefesselt wurde. Infolgedessen verfärbten sich ihre Arme schwarz und violett. Sie konnte 20 Tage lang nichts halten, und selbst 40 Tage später hatte sie immer noch kein Gefühl in ihren Händen.
Folterdarstellung: Fesselfolter
Zhang gelang später die Flucht. 2005 wurde sie erneut verhaftet und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Sie wurde wiederholt geschlagen und durfte nicht schlafen. In Einzelhaft schockten die Wärter sie mit Elektrostäben. Nach ihrer Haftstrafe wurde sie nicht freigelassen, sondern in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht.
Frühere Berichte:
Wie Falun-Dafa-Praktizierende im Frauengefängnis der Provinz Gansu gefoltert werden
Erster Familienbesuch im Gefängnis wird nach zehn Minuten beendet
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