(Minghui.org) Eine 58-jährige Frau wird wegen ihres Glaubens an Falun Gong strafrechtlich verfolgt.

Cui Yuling aus Linqing, Provinz Shandong, wurde am Abend des 19. Januar 2026 von Beamten der Staatssicherheitsabteilung von Linqing festgenommen. Sie brachten die Praktizierende in die Haftanstalt von Liaocheng, wo am 12. Februar ein Haftbefehl gegen sie erlassen wurde. Die Polizei hat ihren Fall an die Staatsanwaltschaft von Linqing übergeben. Ihre Familie arbeitet mit einem Anwalt zusammen, um ihre Freilassung zu erwirken.

Cui, eine ehemalige Angestellte der staatlichen Baumwollspinnerei in Linqing, begann im Mai 1998, Falun Gong zu praktizieren. Viele ihrer gesundheitlichen Beschwerden – darunter chronischer Schnupfen, Gastritis, Zervikalspondylose und ein Engegefühl in der Brust – verschwanden daraufhin. Als ein Jahr später die Verfolgung einsetzte, wurde sie wegen ihres Glaubens wiederholt verhaftet. Ihr Mann, der den Druck der anhaltenden Verfolgung nicht länger ertragen konnte, beging um das Jahr 2009 Selbstmord.

Seit 1999 Zwangsarbeit, Misshandlung und wiederholte Schikanen

Cui wurde am frühen Morgen des 20. Juli 1999 verhaftet, dem Tag, an dem die Verfolgung offiziell begann. Sie wurde an ihren Arbeitsplatz gebracht und gezwungen, Fernsehsendungen anzusehen, die Falun Gong verunglimpften. Ihr Vorgesetzter befahl ihr außerdem, eine Erklärung zu verfassen, in der sie Falun Gong abschwören sollte. Sie weigerte sich und schrieb lediglich auf, welchen Nutzen sie von Falun Gong hatte. Ihr Vorgesetzter ließ sie nicht gehen und rief ihren Mann und andere Verwandte an, die sie umstimmen sollten. Unter Druck gesetzt, schlug ihr Mann ihr vor anderen ins Gesicht.

Im Mai 2000 reiste Cui nach Peking, um für das Recht auf das Praktizieren von Falun Gong zu appellieren. Sie wurde von Beamten der Polizeistation Fengtai in Peking verhaftet. Zwölf Stunden lang hielten sie Cui fest, schlugen und verhörten sie.

Während Cui 2001 in einem Apfelgarten Falun-Gong-Übungen machte, wurde sie verhaftet und in die Haftanstalt von Linqing gebracht. Sie trat fünf Tage lang in den Hungerstreik und wurde anschließend freigelassen.

Am Morgen des 2. August 2009 drang eine Gruppe Polizisten in Cuis Wohnung ein und verhaftete sie und ihre Tochter, obwohl ihre Tochter nicht Falun Gong praktizierte. Die Polizei verhörte beide. Sie schlugen die Tochter und versuchten, sie zu zwingen, Informationen über andere Praktizierende preiszugeben. Beide Frauen wurden anschließend in die Haftanstalt von Linqing gebracht, wo sie zu unbezahlter Arbeit gezwungen wurden. Cuis Tochter wurde sehr schwach und konnte nichts mehr essen. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Wärter drohten, sie mit Gewalt zu ernähren.

Cuis Mann litt an einer chronischen Krankheit und die Familie war auf Cuis Einkommen aus dem Fahren eines Elektrodreirads angewiesen. Die Verhaftung seiner Frau und seiner Tochter traf ihn schwer. Als dann die Polizei die einzigen Ersparnisse der Familie von 1.000 Yuan (etwa 120 Euro) beschlagnahmte, brachte das das Fass zum Überlaufen. Er erlitt einen Nervenzusammenbruch und beging Selbstmord.

Während Cui noch um ihren Mann trauerte, wurde sie zu anderthalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurde am 2. September 2009 in das Erste Frauenzwangsarbeitslager der Stadt Jinan eingeliefert. Dort musste sie sich Propagandamaterial anzusehen, das Falun Gong verleumdete, und den ganzen Tag auf einem kleinen Hocker sitzen. Die Mitgefangenen beobachteten sie genau und schüchterten sie häufig ein.

Cui wurde am 30. Oktober 2015 erneut verhaftet. Li Jianjun, der Leiter der Polizeistation Qingnian, und Komplizen kletterten über ihren Zaun und brachen in ihre Wohnung ein. Sie wurde zunächst fünf Tage lang im Gefängnis von Linqing festgehalten und anschließend in die Haftanstalt von Liaocheng verlegt, bevor sie fünf Monate später gegen Kaution freigelassen wurde.

Als Cui am 17. Juli 2018 auf einem Bauernmarkt mit anderen über Falun Gong sprach, wurde sie erneut verhaftet und 15 Tage lang inhaftiert.

In den folgenden Jahren schikanierte die Polizei Cui und ihre Tochter wiederholt mit der Behauptung, ihre Kautionsauflagen aus der Verhaftung von 2015 seien noch immer gültig.

Im April 2025 belästigte die Polizei während der Suche nach der untergetauchten Cui ihre Enkelin, die die vierte Klasse besuchte, und fragte sie, wer sie zur Schule gebracht habe.