(Minghui.org) Duan Xueqin war bettlägerig, nachdem sie im Dezember 2021 ihre dreijährige Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa abgeleistet hatte. Nach ihrer Freilassung musste sie sich zwei größeren Operationen unterziehen und wäre dabei beinahe gestorben. Die Polizei und die Beamten des Rechten Bairin-Banner schikanierten sie und ihre Familie weiterhin und filmten sie ohne Grund auf der Straße.

Die unerbittliche Verfolgung forderte schließlich ihren Tribut: Die fast 70-jährige Duan starb im Jahr 2024 (genaues Datum nicht bekannt).

Duan aus dem Linken Bairin-Banner in Chifeng, Innere Mongolei, schrieb dem Praktizieren von Falun Dafa die Heilung ihrer Herzkrankheit, ihrer Darmentzündungen sowie Erkrankung der Gallenblase, des Magens und der Leber zu. Nachdem das kommunistische Regime im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, hielt sie an ihrem Glauben fest. Sie wurde achtmal verhaftet und verbüßte eine Zwangsarbeitsstrafe und drei Gefängnisstrafen mit einer Gesamtdauer von 12,5 Jahren. Die Wärter im Arbeitslager und im Gefängnis folterten sie und verletzten dabei ihr Steißbein. Das führte dazu, dass sie von der Hüfte abwärts gelähmt war.

Auch ihre Familie blieb von der Verfolgung nicht verschont. Ihre jüngere Tochter wurde mit 15 Jahren verhaftet und zwei Wochen lang eingesperrt, als sie sich für ihre Mutter einsetzte. Später wurde das Mädchen mit vorgehaltener Waffe bedroht und litt in Folge an Herzproblemen.

Als Duan nicht auffindbar war, verhafteten Polizisten ihren Sohn und schlugen ihn. Ihr Mann, kein Falun-Dafa-Praktizierender, wurde ebenfalls festgenommen und inhaftiert. Aufgrund seiner Angst und des Drucks erlaubte er seiner Frau nicht einmal, zum chinesischen Neujahr 2003 nach Hause zu kommen, nachdem sie sich monatelang vor der Polizei versteckt gehalten hatte.

Durch Folter im Zwangsarbeitslager entstellt

Duan wurde erstmals am 2. März 2000 verhaftet, als sie gerade die Falun-Dafa-Übungen in einem Park praktizierte. Sie wurde 15 Tage lang festgehalten.

Am 5. Januar 2001 wurde sie abermals verhaftet, diesmal von Beamten der Staatssicherheit des Linken Bairin-Banners, und in der örtlichen Haftanstalt eingesperrt. Die Polizei ließ sie erst gegen Kaution zur medizinischen Behandlung frei, als sie durch einen Hungerstreik sehr geschwächt war. Die Polizei erpresste 1.600 Yuan (etwa 200 Euro) von ihr.

Am 13. Juni 2001 durchsuchten drei Polizisten ihre Wohnung, als sie und ihr Mann einkaufen gegangen waren. Sie beschlagnahmten all ihre Falun-Dafa-Bücher. Ein Polizist schlug ihrer damals 15-jährigen Tochter ins Gesicht, als diese geäußert hatte, dass Falun Dafa gut sei und die Krankheiten ihrer Mutter geheilt habe.

Drei Tage später, am 16. Juni, drangen die Beamten erneut in Duans Wohnung ein und verhafteten sie und ihre Tochter. Ihre Tochter wurde 15 Tage lang festgehalten und Duan zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Aufgrund der Folterungen, die Duan im Zwangsarbeitslager Tumuji erlitten hatte, bekam sie schwere Magenprobleme. Die Beamten des Arbeitslagers ließen sie kurz nach ihrer Aufnahme frei. Sie war so abgemagert, dass ihre Familie und Nachbarn sie kaum wiedererkannten.

Duan praktizierte wieder regelmäßig die Falun-Dafa-Übungen und las die Falun-Dafa-Schriften und erholte sich allmählich, wurde jedoch häufig von der Ortspolizei und Regierungsbeamten der Gemeinde schikaniert.

Nach ununterbrochenen Schikanen in die Obdachlosigkeit gezwungen

Nachdem Duans ältere Tochter im September 2002 ihr Kind zur Welt gebracht hatte, kümmerte sich Duan um sie. Als die Polizei feststellte, dass sie nicht zu Hause war, schikanierte sie ihre damals 16-jährige jüngere Tochter und bedrohte sie mit einer Waffe. Das Mädchen war so verängstigt, dass sie Herzprobleme bekam. Die Polizei verhaftete auch Duans Mann und hielt ihn zwei Tage lang fest. Dann ging die Polizei zur Wohnung ihrer älteren Tochter und holte Duan nach Hause, damit sie sie überwachen konnte.

Am 14. Oktober 2002 kamen Polizisten der Staatssicherheit des Linken Bairin-Banner erneut zu Duan nach Hause und versuchten, sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung zu bringen. Es gelang ihr zu fliehen. Gegen Mitternacht kam die Polizei zurück, verhaftete ihren Sohn, brachte ihn zur Polizeiwache und schlug ihn Dutzende Male.

Duan war gezwungen, die nächsten Monate weit weg von zu Hause zu leben, um sich vor der Polizei zu verstecken. Als sie am 29. Januar 2003, drei Tage vor dem chinesischen Neujahrsabend, zurückkam, stand ihr Mann so unter Druck, dass er sie aufforderte zu gehen. Sie war obdach- und mittellos und ging in die nahegelegene Stadt Chifeng. Sie überlebte, indem sie um Essen bettelte.

Beinahe infolge der Folter im Gefängnis gestorben

Am 11. Februar 2003 wurde Duan von Beamten der Staatssicherheit Chifeng festgenommen. Sie wurde im Gefängnis der Stadt Chifeng inhaftiert, verhört und gefoltert.

Die Beamten schlugen sie und verletzten sie an Schulter und Bein, als sie sich weigerte, ihren Namen und ihre Adresse anzugeben. Um gegen die Verfolgung zu protestieren, trat sie in Hungerstreik und wurde jeden Tag zwangsernährt. Mehrere Insassinnen rissen ihr den Mund auf und brachen dabei ihre Zähne heraus. Einmal zwangsernährte ein Wärter sie mit einem Beutel Salz, was ihren Magen verletzte und dazu führte, dass sie Blut hustete. Eine Insassin warf sie nach einer Zwangsernährung aufs Bett und brach ihr dabei fast das Bein.

Nach 18 Tagen der Folter war sie dem Tod nahe und ihre Familie wurde aufgefordert, sie nach Hause zu holen.

Noch bevor sich Duan erholen konnte, brachten Beamte der Polizeibehörde Chifeng sie in das Untersuchungsgefängnis des Bezirks Hongshan. Ein Wärter befahl männlichen Häftlingen, sie sofort zwangszuernähren, obwohl sie immer noch Blut erbrach. Am nächsten Tag schockte der Wärter sie mit einem Elektrostab, weil sie sich weigerte zu essen. Die Wärter brachten sie später in ein Krankenhaus, wo sie ihr wiederholt eine Ernährungssonde durch den Hals bis in den Magen einführten und sie darüber zwangsernährten. Sie erbrach jedes Mal viel Blut.

Folternachstellung: Ein Praktizierender wird an ein Totenbett gefesselt, wobei seine Gliedmaßen bis zum Anschlag ausgestreckt und an den vier Ecken festgebunden sind

Nachdem sie in die Haftanstalt zurückgebracht worden war, banden die Wärter sie zwei Wochen lang auf ein Foltergerät, das „Totenbett“ genannt wird. Während dieser Zeit durfte sie nicht aufstehen, um die Toilette zu benutzen. Der Häftling spuckte sie an und zog sie nackt aus, um sie zu demütigen. Sie zerschmetterten ihre Brust und Arme, um die Folter zu verstärken.

Als Duans Fesseln vom Totenbett gelöst wurden, waren ihre Muskeln steif und sie konnte nicht mehr gehen und sich auch nicht mehr auf die Toilette setzen. Sie musste auf dem Boden knien und war zu schwach, um Stuhlgang zu haben. Sie war abgemagert und dem Tode nahe. Die Wärter brachten sie eilig in ein Krankenhaus, wo man eine Magenblutung diagnostizierte. Da sie die Verantwortung für ihren Tod nicht übernehmen wollten, ließen die Wärter sie frei.

Zwischen 2003 und 2005 schikanierten Agenten des Büro 610 des Linken Bairin-Banner und Beamte der Gemeinde Sifangcheng sie häufig zu Hause.

Erste Haftstrafe: Vier Jahre

Die Polizei verhaftete Duan am 17. Oktober 2005 erneut, als sie an der Beerdigung ihres Schwiegervaters teilnahm. Sie brachten sie in die Haftanstalt Daban, wo sie brutal geschlagen wurde. Später überstellten die Behörden sie in das Erste Frauengefängnis der Inneren Mongolei, wo sie eine vierjährige Haftstrafe verbüßen musste.

Nach Verbüßung der zweiten Haftstrafe gelähmt: 5,5 Jahre

Ende 2012 erfolgte eine weitere Festnahme und Duan wurde zu fünfeinhalb Jahren im Ersten Frauengefängnis der Inneren Mongolei verurteilt.

Um sie zum Verzicht auf Falun Dafa zu zwingen, entzogen die Wärter ihr den Schlaf und versuchten, sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Als sie den Wärtern und Insassen die Hintergründe von Falun Dafa erklären wollte, schlugen sie sie in einem isolierten Raum. Ihre Familie durfte sie im Gefängnis nicht besuchen, weil sie sich weigerte, mit den Wärtern zu kooperieren.

Durch die Misshandlungen wurde ihr Steißbein verletzt, was schließlich zu einer Lähmung hüftabwärts führte. Duan konnte nicht mehr für sich selbst sorgen. Nach ihrer Freilassung im Januar 2018 lebte sie fortan bei ihrem Sohn in Daban im Linken Bairin-Banner.

Dritte Haftstrafe wegen Verbreitung von Literatur zu Falun Dafa

Weniger als ein Jahr nach ihrer Freilassung wurde Duan am 6. Dezember 2018 von vier Beamten der Polizei des Rechten Bairin-Banner verhaftet, weil sie Literatur über Falun Dafa verteilt hatte. Sie nahmen ihr die Schlüssel ab, durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, Fotos und Literatur. Die Materialien wurden später vor Gericht als Beweis dafür verwendet, dass sie Falun Dafa praktiziert.

Im Untersuchungsgefängnis des Rechten Bairin-Banner weigerte Duan sich, sich fotografieren zu lassen. Drei Wärter verabreichten ihr daraufhin abwechselnd Elektroschocks. Ein Gefängnisarzt hielt sie an den Ohren und ließ sie fotografieren. Die Wärter schlugen sie und fesselten ihr die Hände mit Handschellen auf dem Rücken, weil sie die Falun-Dafa-Übungen machte und sich weigerte, die Gefängnisuniform anzuziehen. Die Folter führte dazu, dass sie hohen Blutdruck und Herzrasen bekam. Sie weigerte sich, die unbekannten Medikamente einzunehmen, die ihr die Wärter gaben. Als Vergeltung schlugen die Wärter sie.

Aufgrund ihres verletzten Steißbeins fiel es ihr schwer, aufrecht zu sitzen. Jede Woche durchsuchten die Wärter sie zweimal im Liegen, indem sie sie nackt auszogen und umdrehten.

Eine Woche nach ihrer Festnahme übergab die Polizei im Rechten Bairin-Banner Duans Fall an die Staatsanwaltschaft des Rechten Bairin-Banner. Wochen später leitete der Staatsanwalt ihren Fall an die Staatsanwaltschaft der Stadt Chifeng weiter, die nach einer weiteren Woche Anklage gegen sie erhob.

Anfang 2019 stand Duan vor dem Gericht des Rechten Bairin-Banner, im Mai 2019 wurde sie erneut zu drei Jahren im ersten Frauengefängnis der Inneren Mongolei und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 650 Euro) verurteilt.

Im Gefängnis fast zu Tode gefoltert

Weil Duan sich weigerte, ihren Glauben aufzugeben, wurde sie im Gefängnis unter strenge Aufsicht gestellt. Es war ihr nicht erlaubt, Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen. Die Oberaufseherin befahl Liu Hong, einer Drogendealerin, sie mit allen Mitteln zu foltern.

Liu schlug sie und verdrehte ihr den Arm, weil sie sich weigerte, ein Namensschild zu tragen. Einmal gab Liu unbekannte Medikamente in ihr Wasser und wies vier andere Insassen an, Liu das Wasser in die Nase zu gießen. Da sie sich beharrlich weigerte, das Medikament einzunehmen, würgte Liu sie und zerrte ihren Hals, indem sie ihr gewaltsam die Haare zurückzog, was bei Duan eine Ohnmacht auslöste.

Obwohl Liu wusste, dass Duans Steißbein verletzt war und sie nicht sitzen konnte, erlaubte sie ihr nicht, sich hinzulegen. Als Duan in die Amtsstube der Oberaufseherin kroch, um ihre Situation zu erklären, beschuldigte die Oberaufseherin sie, Liu geschlagen zu haben.

Eines Tages bedeckte Liu Duans Kopf mit ihrem Hemd, während andere Insassen sie auf ihrem Bett festhielten. Liu drückte mit dem Ellbogen auf Duans Brust und schlug ihr wiederholt auf Kopf und Gesicht. Ihr Gesicht und ihr Mund waren danach voller Blut. Als sie aus dem Zimmer kriechen wollte, zerrte Liu sie auf dem Boden hin und her.

Duans Gesundheitszustand verschlechterte sich schnell und sie wurde bettlägerig. Wenn sie aus dem Bett aufstehen musste, konnte sie nicht mehr gehen und sich nur noch kriechend fortbewegen.

Nach ihrer Freilassung musste sie sich zwei größeren Operationen unterziehen und wäre dabei beinahe gestorben. Die Polizei und die Beamten des Rechten Bairin-Banner schikanierten sie und ihre Familie weiterhin und filmten sie ohne Grund auf der Straße.

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