(Minghui.org) Eine Frau aus dem Kreis Zhaoyuan in der Provinz Heilongjiang wurde im Januar 2026 wegen Praktizierens von Falun Dafa zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Aufgrund gesundheitlicher Probleme verbüßt sie ihre Strafe außerhalb des Gefängnisses.

Zhang Lihua wurde am 7. Januar 2025 von etwa 20 Beamten der Polizei des Landwirtschaftsbetriebs Zhaoyuan in ihrer Wohnung festgenommen. Die Beamten verdächtigten sie, Informationsmaterialien zu Falun Dafa verbreitet zu haben, und durchsuchten ihre Wohnung. Ihre Falun-Dafa-Bücher, ihr Laptop und andere Wertgegenstände wurden beschlagnahmt.

Anschließend brachte die Polizei Zhang zu einer ärztlichen Untersuchung zur Landwirtschaftlichen Urbarmachungsgruppe der Stadt Suihua, die den Landwirtschaftsbetrieb Zhaoyuan verwaltet. Sie wurde als haftuntauglich eingestuft, so dass die örtliche Haftanstalt sie nicht aufnahm. Am nächsten Tag ließ man sie frei.

Anfang Juli 2025 wurde ihr Fall der Staatsanwaltschaft der Landwirtschaftlichen Sanierungsbehörde von Suihua vorgelegt. Die Polizei brachte Zhang zum Unterschreiben der Dokumente dorthin. Sie weigerte sich und wurde nach Hause gebracht. Etwa zehn Tage später brachten Polizisten sie erneut zur Landwirtschaftlichen Urbarmachungsgruppe von Suihua, um sie einer weiteren ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Sie wurde weiterhin als haftuntauglich eingestuft und ihre Aufnahme in die örtliche Haftanstalt verweigert. Die Polizei musste sie erneut nach Hause bringen.

Anfang November 2025 wurde Zhang angeklagt, und ihr Fall wurde an das Gericht der Landwirtschaftlichen Urbarmachungsgruppe von Suihua weitergeleitet. Als die Polizei sie zum Gericht brachte, fragte ein Gerichtsdiener, ob sie beabsichtige, einen Anwalt zu beauftragen. Sie verneinte und weigerte sich, irgendwelche Unterlagen zu unterschreiben. Daraufhin wurde sie erneut nach Hause geschickt.

Das Stadtgericht Qiqihar verurteilte Zhang im Januar 2026 zu dreieinhalb Jahren Haft. Qiqihar liegt ebenfalls in der Provinz Heilongjiang und grenzt an Suihua. Warum Qiqihar ihren Fall übernahm, ist unklar.

Sowohl vor als auch nach ihrer Verurteilung wurde Zhang mehrfach zu Untersuchungen ins Krankenhaus von Harbin gebracht. Harbin ist die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang.

Nach jeder Untersuchung wurde Zhang für haftunfähig erklärt, weshalb das Gericht anordnete, dass sie die Haftstrafe außerhalb des Gefängnisses absitzen solle.

Der Kreis Zhaoyuan liegt etwa 400 Kilometer von Suihua und 160 Kilometer von Harbin entfernt. Die Reisen dorthin zur den Untersuchungen erschöpften Zhang. Sie ist derzeit extrem schwach und abgemagert. Da sie zu Hause ständig von der Polizei schikaniert wurde, lebte sie unter permanentem Stress.

Frühere Strafe: drei Jahre

Zhang wurde im März 2008, kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Peking, festgenommen. Die Beamten Liu Mobo, Liu Guangtao und Zhang Xiaolong vom Polizeirevier des Landwirtschaftsbetriebs Zhaoyuan durchsuchten auch ihre Wohnung. Sie musste eine Geldstrafe zahlen und wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt freigelassen.

Am 9. Februar 2009, dem Laternenfest (dem Ende der Feiertage zum Chinesischen Neujahr), verteilte Zhang Falun-Dafa-Materialien an die Zuschauer des Feuerwerks. Der Beamte Liu Guangtao und Agenten des Büro 610 vom Landwirtschaftsbetrieb Zhaoyuan nahmen sie fest und durchsuchten ihre Wohnung. Ein paar Tage später, am 11. Februar, wurde sie in die Haftanstalt der Landwirtschaftlichen Urbarmachungsgruppe Suihua gebracht.

Das Gericht der Landwirtschaftlichen Urbarmachungsgruppe Suihua verurteilte Zhang am 24. April 2009 zu drei Jahren Haft. Sie leistete ihre Strafe im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang ab.