(Minghui.org) Eine 77-jährige Frau aus Zhaoyuan in der Provinz Shandong wurde Mitte Januar 2026 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu einem Jahr Haft verurteilt und in das Frauengefängnis der Provinz Shandong eingeliefert.

Die unrechtmäßige Verurteilung von Zhang Shuxiang geht auf ihre Festnahme am 14. August 2024 zurück, als sie auf einem Jahrmarkt mit Besuchern über Falun Dafa sprach. Der stellvertretende Polizeichef Wang Binhu (+86-13780982988) vom Polizeirevier Linglong versuchte erfolglos, Geld von ihr zu erpressen, und brachte sie anschließend direkt in die Haftanstalt der Stadt Yantai, die für Zhaoyuan zuständig ist.

Zhang hatte wenige Tage zuvor einen Autounfall gehabt und dabei mehrere Knochenbrüche erlitten. Die Haftanstalt lehnte ihre Aufnahme daher ab und Wang entließ sie unter Hausarrest.

Am 24. August 2024 nahmen dann zwei Zivilbeamte Zhang fest, nachdem sie einen Hinweis erhalten hatten, dass sie auf einem Jahrmarkt Informationsmaterialien zu Falun Dafa verteilt habe. Sie brachten sie zum Polizeirevier Linglong. Gemeinsam mit einem dritten Beamten breiteten sie die zehn in ihrer Tasche beschlagnahmten Falun-Dafa-Materialien auf dem Boden aus. Sie zählten jede Seite jedes Exemplars als separates Beweisstück und kamen so auf insgesamt „40“ Beweisstücke. Anschließend fotografierten sie die Unterlagen und notierten deren Inhalt.

Der stellvertretende Polizeichef Wang bestellte Zhangs Tochter ein und forderte sie auf, 2.000 Yuan (etwa 240 Euro) als Kaution für ihre Mutter zu zahlen. Zudem überreichte er ihr eine Vorladung und erklärte, Zhang müsse sich auf Anordnung melden.

Zhang bat ihre Tochter, keine Kaution zu zahlen. Wang wies seine Untergebenen an, Fotos und Fingerabdrücke von ihr zu nehmen. Anschließend ließ er sie nach Muping (ebenfalls Teil von Yantai) zu einer ärztlichen Untersuchung einschließlich Röntgenaufnahmen bringen. Danach wurde Zhang in die Polizeiwache von Yantai gebracht.

Der Gefängnisarzt war nach Auswertung der Röntgenbilder schockiert. Infolge des Autounfalls hatte Zhang neun Knochenbrüche erlitten. Der Arzt erklärte sie für haftunfähig.

Zhang wurde zurück zur Polizeistation Quanshan in Linglong gebracht, wo der stellvertretende Polizeichef Wang bereits auf sie wartete. Er überreichte ihr eine Anordnung zum Hausarrest und warnte sie, dass er in einigen Tagen „ein ernstes Wörtchen mit ihr reden“ werde.

Am nächsten Tag riefen Wang und Beamte der Polizeistation Quanshan abwechselnd Zhangs Tochter an und forderten die Installation von Überwachungskameras am Eingang der Wohnung sowie im Schlafzimmer, in dem sich ihre Mutter aufhielt.

Zhang wollte ihre Tochter nicht belasten und verließ deren Haus. In der Folgezeit hatte sie große Schwierigkeiten, sich selbst zu versorgen. Ihre Sicht war verschwommen – selbst eine Lesebrille half nicht. Unabhängig von der Beleuchtung wirkte alles wie in Nebel gehüllt. Ihr rechtes Bein war taub und sie stürzte häufig beim Aufstehen vom Stuhl oder Bett. Einmal versuchte sie aufzustehen, konnte jedoch kaum etwas sehen. Ihr rechtes Bein schien gelähmt. Sie fiel rückwärts und konnte über 20 Minuten lang nicht aufstehen. Die durch den Autounfall verursachten Knochenbrüche schmerzten nach dem Sturz noch stärker.

Die Polizei setzte Zhang auf die Fahndungsliste. Auch ihre andere Tochter wurde etwa im Mai 2025 schikaniert. Drei Zivilbeamte brachen im März 2026 in das Zuhause von Zhangs 83-jähriger Schwester ein und beschlagnahmten dort mehrere Falun-Dafa-Bücher sowie andere Wertgegenstände. Dabei wiesen sie sich nicht aus und legten keinen Durchsuchungsbefehl vor.

Richter Shao A’xia vom Stadtgericht Zhaoyuan verhandelte Zhangs Fall am 17. Dezember 2025 in der Wohnung ihrer Tochter, da sie zu diesem Zeitpunkt bettlägerig war. Etwa zwei Wochen später wurde sie zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von 6.000 Yuan (etwa 720 Euro) verurteilt.

Im Urteil wurde sie als Wiederholungstäterin eingestuft, da sie bereits zuvor wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu vier Jahren Haft verurteilt worden war. Zu den Beweismitteln der Staatsanwaltschaft gehörten 40 Falun-Dafa-Materialien sowie die angeblichen Unterschriften auf den Verhörprotokollen. Zhang erklärte, diese seien gefälscht, da der stellvertretende Polizeichef Wang seine Untergebenen angewiesen habe, ihren Namen direkt vor ihren Augen auf die Protokolle zu setzen.

Mitte Januar 2026 ließ Wang die bettlägerige Zhang unter einem Vorwand abholen, indem er ihrer Familie vorgaukelte, sie nach einer Untersuchung zurückzubringen. Stattdessen brachte er sie direkt in die Haftanstalt der Stadt Yantai. Kurz darauf wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Shandong verlegt.