(Minghui.org) Ein 43-jähriger Mann aus der Stadt Handan in der Provinz Hebei wurde am 19. Februar 2025 wegen seines Glaubens an Falun Dafa festgenommen. Während und nach der Festnahme wurde er zweimal bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Dabei erlitt er schwere Verletzungen, darunter einen Bruch des linken Arms, erhielt jedoch keine medizinische Behandlung.

Die Polizei ließ Ma Yongxiao, einen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Liushigang, erst am 2. Mai 2025 frei, als sie seinen lebensbedrohlichen Zustand erkannte. Zu Hause lag er noch einige Tage im Koma.

Seine Familie brachte ihn am 9. Mai 2025 in das Allgemeine Krankenhaus Xingtai der Nordchinesischen Medizin- und Gesundheitsgruppe. Der MRT-Bericht zeigte ein Knochenmarködem im distalen Bereich des linken Oberarmknochens, mögliche Schäden am linken Ulnarnerv, eine Schädigung der gemeinsamen Beugesehne, einen Erguss in der Gelenkhöhle des linken Ellenbogens sowie ein Weichteilödem im Bereich des linken Ellenbogens. An der Bruchstelle seines linken Arms entwickelte sich eine Wachstumsfehlbildung, die nicht mehr operativ korrigiert werden konnte. Bis heute ist die Beweglichkeit seines Arms eingeschränkt.

Ma Yongxiaos Familie brachte ihn am 22. Mai 2025 zur weiteren Untersuchung in das Erste Krankenhaus der Medizinischen Universität Hebei. Dort wurden bei ihm eine komplex-partielle Epilepsie mit nachfolgenden generalisierten Anfällen, eine raumfordernde intrakranielle Läsion sowie Hyperhomocysteinämie diagnostiziert. Zudem wurde eine Schädigung des Gehirngewebes festgestellt, die eine stationäre Behandlung erforderlich machte.

Neben den körperlichen Schäden erlitt Ma Yongxiao infolge seiner Festnahme und Inhaftierung auch psychische Beeinträchtigungen. Er wirkt zeitweise benommen und verwirrt. Seit seiner Freilassung kam es zudem zu mehreren epileptischen Anfällen.

Auch Ma Yongxiaos 41-jährige Ehefrau Du Likun und seine 71-jährige Schwiegermutter Yang Fenglian wurden wegen des Praktizierens von Falun Dafa festgenommen. Im April 2025 reichten sie Beschwerden gegen die an der Verfolgung beteiligten Personen ein, darunter den Leiter Liu Wenming und den Hauptmann Lu Yinghai von der Polizeibehörde des Bezirks Hanshan, den stellvertretenden Leiter Chen Libin und den Beamten Yin Yuefei derselben Behörde, den Leiter der Polizeistation Kaiyuan sowie die Polizeistationen Luochengtou und Fudong. Ebenfalls angezeigt wurden Cui Shumin, Leiter der Zweiten Haftanstalt der Stadt Handan, sowie der Abteilungsleiter Wang Cunyin.

Da die Familie keine Antwort auf ihre Beschwerden erhielt, fordern örtliche Falun-Dafa-Praktizierende erneut eine Untersuchung der beteiligten Personen sowie die Einstellung des Verfahrens gegen die Familie. Ma, seine Ehefrau und seine Schwiegermutter sehen sich weiterhin einer Anklage wegen ihres Glaubens an Falun Dafa gegenüber.

Neue Informationen über die Folter von Ma Yongxiao

Minghui.org hat bereits ausführlich über die Festnahme und Folter von Ma Yongxiao berichtet (siehe den ersten entsprechenden Bericht). Dieser Artikel enthält neu bekannt gewordene Informationen.

Ma wurde am 19. Februar 2025 nach 22 Uhr festgenommen, als er gemeinsam mit seiner Ehefrau im Haus seiner Schwiegermutter übernachtete. Während der Festnahme wurde er bewusstlos geschlagen und gegen 23 Uhr zur Polizeistation Fudong gebracht. Etwa 24 Stunden später brachten ihn die Beamten in ein Gebäude und schlugen ihn erneut bewusstlos. Nach insgesamt 45 Stunden in Polizeigewahrsam wurde er in der Nacht des 21. Februar 2025 in die Haftanstalt Nr. 2 der Stadt Handan gebracht. Die Wärter stellten fest, dass seine Handgelenke blutigen Eiter absonderten und sein Körper von Verletzungen übersät war. Dennoch nahmen sie ihn auf, brachten ihn jedoch nach Abschluss der erforderlichen Formalitäten unmittelbar in ein Polizeikrankenhaus.

Ma konnte mehrere Tage lang nicht schlafen und erlitt wiederholt Krampfanfälle. Zudem verlor er die Kontrolle über seine Blase und war zeitweise verwirrt. Die Polizei stellte ihm Windeln und einen Nachttopf zur Verfügung. Seine Ehefrau befand sich zur gleichen Zeit ebenfalls im selben Polizeikrankenhaus, wobei sich ihre Station direkt gegenüber seiner befand. Sie sah, wie er für Untersuchungen im Rollstuhl umhergeschoben wurde. Sein gebrochener Arm wurde jedoch nicht behandelt.

Einige Tage später kamen zahlreiche Polizeibeamte und trugen Ma in einem Bettlaken fort. Anschließend brachten sie ihn direkt in die Haftanstalt Nr. 2 der Stadt Handan.

Die Wärter sperrten Ma in eine Einzelzelle. Diese grenzte durch eine Glaswand an eine weitere Zelle, in der sich nahezu 30 andere Insassen befanden. Als diese ihn in seinem schwer verletzten Zustand sahen, schlugen sie gegen die Glaswand und forderten die Wärter auf, ihm die Handschellen und Fußfesseln abzunehmen sowie ihm medizinische Behandlung zu gewähren.

Die Wärter entfernten die Fußfesseln jedoch erst einige Tage später. Die Fesseln hatten sich bereits in sein Fleisch geschnitten, und seine Knöchel bluteten. Nach einigen weiteren Tagen wurden auch die Handschellen abgenommen, da eine Inspektion durch Vorgesetzte der Haftanstalt anstand. Die Wärter wiesen ihn an, die Verletzungen an seinen Handgelenken (verursacht durch die engen Handschellen) zu verdecken, damit die Inspektoren sie nicht sehen konnten.

Während Mas Inhaftierung bedrohten der stellvertretende Leiter Chen und der Beamte Yin von der Polizeibehörde des Bezirks Hanshan seinen Vater und seinen Schwiegervater insgesamt fünfmal und warnten sie davor, einen Anwalt für ihn zu engagieren. Sein Schwiegervater Du Jiaxiang, der nicht Falun Dafa praktiziert, wurde am 29. März 2025 festgenommen und etwa am 1. Mai desselben Jahres wieder freigelassen.

Als Mas Vater gemeinsam mit einem Anwalt die Haftanstalt aufsuchte, behaupteten die Wärter, dass Ma sie nicht sehen wolle. Daraufhin schrieb sein Vater ihm einen Brief mit der Bitte, den Anwalt zu treffen. Die Wärter händigten ihm den Brief jedoch nicht aus, sondern teilten ihm lediglich mündlich mit, sein Vater habe ihm ausrichten lassen, er solle gut auf sich achten.

Ohne medizinische Behandlung litt Ma unter starken Schmerzen am ganzen Körper, insbesondere am Kopf und am linken Arm. Dadurch war er zeitweise verwirrt und konnte nicht essen. Er brach häufig zusammen und erlitt Krampfanfälle. Erst daraufhin entließ die Polizei ihn am 2. Mai 2025 in den Hausarrest.

Später wurden gegen Ma, seine Ehefrau und seine Schwiegermutter formelle Haftbefehle erlassen, und ihre Fälle wurden der Staatsanwaltschaft des Bezirks Hanshan vorgelegt. Es ist unklar, ob sich seine Ehefrau und seine Schwiegermutter weiterhin in der Haftanstalt Nr. 3 der Stadt Handan befinden oder gegen Kaution freigelassen wurden.

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