(Minghui.org) Im April 2010, als ich 38 Jahre alt war, begann ich, Falun Dafa zu praktizieren.
Das Aussenden der aufrichtigen Gedanken hatte ich schon immer sehr ernst genommen und konnte dadurch schwierige Situationen erfolgreich bewältigen. Davon möchte ich hier berichten.
Aufgrund der anhaltenden Verfolgung von Falun Dafa in China wurde ich fünfmal illegal verhaftet und mein Haus durchsucht. Ein paarmal durchlebte ich auch Krankheitskarma. Aber all diese Schwierigkeiten konnte ich überwinden, indem ich starke aufrichtige Gedanken aussandte. Ich dachte: „Solange ich aufrichtige Gedanken aussende, wird alles gut.“
Ein Vorfall in jüngster Zeit hat mir geholfen, eine neue Art der Barmherzigkeit zu entwickeln. Nun ist jeder, dem ich begegne, wie ein Familienmitglied für mich.
Im September 2024 zeigte mein Mann (auch ein Praktizierender) plötzlich Anzeichen von Krankheitskarma und hatte Schwierigkeiten beim Gehen. Er nahm es nicht ernst und erzählte mir nichts davon. Sein Zustand verschlechterte sich zwei Tage später. Die linke Seite seines Gesichts zeigte eine Lähmung und teilweise auch die gesamte linke Seite seines Körpers. Speichel lief ihm aus dem Mund und seine Sprache war entstellt – Anzeichen eines Schlaganfalls.
Irgendwann konnte er seine Jacke nicht mehr ausziehen und fiel hin. Da drängte ich ihn, sofort aufrichtige Gedanken auszusenden. In der Zwischenzeit lernte ich in einem anderen Raum mit Praktizierenden zusammen das Fa. Ich schenkte meinem Mann nicht viel Aufmerksamkeit und dachte, mit dieser Situation könne er selbst zurechtkommen.
In den folgenden zwei Tagen verschlimmerte sich jedoch sein Zustand. Deshalb sandte ich mit ihm zusammen aufrichtige Gedanken aus. Das Schild „Bitte nicht stören“ hängte ich an unsere Tür, damit wir nicht unterbrochen wurden. Wir setzten uns in die Küche der Wand gegenüber, von dort aus konnten wir den Satz von Falun Dafa über die Beseitigung negativer Substanzen lesen. Das Schriftzeichen für „Mie“ (Vernichten) war groß zu sehen. Wir sprachen es laut aus und wiederholten es. Ich war konzentriert und es erschien immer wieder vor meinen geschlossenen Augen.
Nach anderthalb Tagen waren wir erschöpft. Der Zustand meines Mannes hatte sich nicht verbessert. Da hörte ich auf, aufrichtige Gedanken auszusenden und begann, mir ebenfalls Sorgen zu machen. Ich meinte, dass er nach innen schauen müsse, um seine grundlegende Anhaftung zu finden. Denn sonst würden unsere aufrichtigen Gedanken nicht viel helfen.
Wir gingen zurück in die Küche, um das Wort „Mie“ weiter zu rezitieren. Dabei fühlte ich mich sehr berührt und begann wegen der Menschen auf der Welt zu weinen. Ich rezitierte nicht mehr besonders laut und es klang auch nicht mehr schmetternd und abschreckenden wie zuvor. Ich weinte für all jene Polizisten, die in den letzten Monaten meinen Mann, kaum war er aus dem Gefängnis entlassen worden, schikaniert und überwacht hatten.
Ich dachte: „Wenn sich die Gesundheit meines Mannes verschlechtert, werden die Leute bestimmt sagen: „Schaut, das ist ihm nur passiert, weil er Falun Dafa praktiziert.“ Ihre negative Einstellung gegenüber Dafa würde zunehmen und es wäre dann noch schwieriger für sie, die Zusammenhänge zu verstehen.
Ich wiederholte immer wieder „Mie“ und Tränen liefen mir übers Gesicht. Ich dachte: „Um dieser Menschen willen muss mein Mann durchkommen!“ In diesem Moment konnte ich wirklich die große Verantwortung der Praktizierenden wahrnehmen. Denn ich erkannte, dass die Menschen genau hinschauen, wie sich jeder von uns verhält. Die Zeit und die Gelegenheit, den Menschen die wahren Umstände über Dafa zu erklären, wartet nicht auf uns.
Plötzlich sagte mein Mann: „Jetzt geht es mir gut, das böse Wesen auf meinem Bein ist weg. Ich fühle mich ganz leicht.“ Er zeigte mir, wie er beide Beine wieder gut bewegen konnte. Später erzählte er mir, dass er eine grundlegende Anhaftung gefunden hätte: Dafa egoistisch zum eigenen Vorteil zu benutzen. Er hatte danach aufrichtige Gedanken ausgesandt, damit ihn die Polizei nicht wieder verhaftete. Ich dachte, dass er seine egoistischen Motive erkannte, könnte auch mit meinem barmherzigen Weinen zu tun haben.
Mein Mann konnte wieder gehen, aber sein linker Arm hatte sich noch nicht normalisiert. Deshalb sendeten wir in den drei darauffolgenden Wochen aufrichtige Gedanken auf seinen Arm ausgerichtet aus. Danach waren wir beide erschöpft, aber sein linker Arm war noch im gleichen Zustand.
Eines Nachts um ca. 2 Uhr dachte ich plötzlich an meinen Mann, und zwar als einen Menschen, der Hilfe benötigte. All meine Gedanken waren voller Barmherzigkeit. Ich beschwerte mich nicht mehr über ihn, er tat mir zutiefst leid. Gerade in dem Moment, als er sich aufsetzte, um zu meditieren, hatte er keine Beschwerden mehr, weder an den Beinen noch an den Armen.
Er erzählte mir später, dass er an nichts gedacht habe und sehr ruhig gewesen sei; all die Schmerzen seien abrupt verschwunden gewesen. Danach fühlte er sich so gut, dass er wieder zur Arbeit gehen konnte. Drei Monate später hatte sich alles vollständig normalisiert.
Nachdem wir diese Drangsal erlebt hatten, beschloss ich, niemanden mehr zu verletzen, um mich selbst zu bestätigen, oder aus irgendwelchen egoistischen Gründen. Zu jeder Zeit möchte ich barmherzig und rücksichtsvoll gegenüber anderen sein. Ansonsten könnte es schwerwiegende Folgen mit sich bringen.
Das sind einige meiner jüngsten Erkenntnisse in der Kultivierung. Bitte weist mich auf eventuell Unangebrachtes hin.
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