(Minghui.org) Eine 54-jährige Einwohnerin der Stadt Shijiazhuang in der Provinz Hebei sollte am 5. März 2026 vor Gericht gestellt werden, weil sie Falun Dafa praktiziert.

Song Xiaoli, eine pensionierte Angestellte des Kraftwerksunternehmens Hengfeng, wurde am 31. Juli 2025 verhaftet. Mehr als zehn Beamte der Polizeistation Xizhaotong hatten sie unter dem Vorwand, „Mitarbeiter der Hausverwaltung“ zu sein, dazu gebracht, die Tür zu öffnen. Sie beschlagnahmten ihren Laptop, ihren Drucker, Informationsmaterialien über Falun Dafa und andere Wertsachen.

Die Polizei nahm Song ins Visier, nachdem sie einen Hinweis erhalten hatte, dass sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Beamten observierten sie eine Zeit lang und nahmen sie schließlich fest. Dabei stießen sie auch auf einen weiteren örtlichen Falun-Dafa-Praktizierenden namens Bu Xuewen, den Song besucht hatte, während er sich von einer Krankheit erholte.

Am 1. August 2025 brachten Polizisten Song in die zweite Haftanstalt der Stadt Shijiazhuang. Noch am selben Nachmittag nahmen sie auch Bu fest. Mehrere andere Praktizierende, die ihn besucht hatten, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen. Bus Frau begab sich daraufhin zur Polizeistation Xizhaotong und legte den Beamten die Untersuchungsergebnisse ihres Mannes aus dem Krankenhaus vor. Daraufhin wurde Bu freigelassen. Seine Gäste wurden einen Tag später ebenfalls entlassen.

Am 16. August 2025 stellte Staatsanwältin Li Xiuli von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Chang’an einen formellen Haftbefehl gegen Song aus und leitete den Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Qiaoxi weiter.

Song wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt angeklagt. Ihre Fallakte liegt derzeit beim Bezirksgericht Qiaoxi. Die Verhandlung war auf den 5. März 2026 anberaumt. Richter Zheng Lijun wird den Vorsitz führen.

Frühere Verfolgung

Song war seit ihrer Kindheit kränklich und litt an Mandelentzündung, Bronchitis und Lungenentzündung. Als sie heranwuchs, bekam sie Magenprobleme, Rhinitis und Spannungskopfschmerzen. Keine medizinische Behandlung half.

1997 begann ihre Mutter, Falun Dafa zu praktizieren und erholte sich rasch von ihrer Arthritis, Pharyngitis und ihren gynäkologischen Erkrankungen. Song war begeistert und schloss sich ihrer Mutter im Oktober 1998 an. Innerhalb weniger Monate verschwanden all ihre Beschwerden. Sie wandelte sich zu einer gewissenhafteren Mitarbeiterin und wurde von ihrem Vorgesetzten und ihren Kollegen sehr geschätzt. Nach ihrer Pensionierung konnte sie sich dank ihrer guten Gesundheit ganztags um ihren betagten Vater kümmern.

Nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999, fuhr Song nach Peking, um das Recht, Falun Dafa zu praktizieren, einzufordern. Als sie aus dem Bus stieg, wurde sie verhaftet und später nach Shijiazhuang zurückgebracht. Ihr Arbeitgeber hielt sie einen Tag lang in einem Büro fest, bevor er sie nach Hause gehen ließ. Danach schikanierten ihre Vorgesetzten sie häufig und forderten sie auf, ihren Glauben aufzugeben und zu versprechen, nicht mehr nach Peking zu gehen, um zu appellieren.

Im Juni 2015 reichte Song eine Klage gegen den ehemaligen chinesischen KPCh-Führer Jiang Zemin ein, der die Verfolgung von Falun Dafa ohne jegliche rechtliche Grundlage angeordnet hatte. Danach wurde sie von der örtlichen Regierungsbehörde, dem Straßenkomitee und ihrem Arbeitgeber weiterhin schikaniert.