(Minghui.org) Ein 51-jähriger Mann aus dem Kreis Yishui, Provinz Shandong wurde während seiner vier Jahre langen Haftstrafe ständig gefoltert und streng überwacht.
Zhang Xiuqiang wurde am 8. Februar 2022 festgenommen, nachdem er wegen des Anbringens von Aufklebern mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“ angezeigt worden war. Er wurde am 21. Juni 2022 vom Kreisgericht Yinan zu vier Jahren Haft verurteilt und am 29. März 2023 in das Gefängnis der Provinz Shandong eingeliefert. Am 8. Februar 2026 wurde er freigelassen.
Nach Zhangs Einlieferung ins Gefängnis wurde er zunächst in der Abteilung für neu aufgenommene Häftlinge untergebracht. Drei Tage später wurde er in die elfte Abteilung verlegt. Da er sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben, wurde er von den Wärtern in verschiedene Zellen verlegt und streng überwacht.
Anfangs wurde Zhang in einer Einzelzelle festgehalten. Der Häftling Wang Guangjin wurde zu seiner Bewachung abgestellt. Zhang durfte die Zelle nicht verlassen und musste 16 Stunden lang regungslos auf einem kleinen Hocker sitzen. Erst um Mitternacht durfte er sich waschen und schlafen gehen. Drei andere Häftlinge – Wu Mingming, Che Miao und Huang Zaiqian – forderten ihn abwechselnd auf, Falun Dafa aufzugeben.
Um gegen die Verfolgung zu protestieren, trat Zhang vom 19. bis 23. Mai 2024 in Hungerstreik. Häftling Wu schlug ihm daraufhin mit einem Buch auf die Hände und Huang kratzte sie ihm blutig. Als Zhang wieder zu essen begann, bekam er zu jeder Mahlzeit nur einen halben Löffel voll zu essen und durfte kaum trinken. Am 7. Juni 2023 wurde er in eine normale Zelle verlegt.
Strenge Überwachung
Zhang wurde gegen seinen Willen gezwungen, eine Erklärung zu verfassen, in der er Falun Dafa abschwor. Bald darauf bereute er dies und verfasste am 18. September 2023 eine Widerrufserklärung. Als Vergeltung entzogen ihm die Wärter den Schlaf und zwangen ihn, auf einem kleinen Hocker zu sitzen.
Am 16. Oktober 2023 wurde Zhang in den Hochsicherheitsbereich im sechsten Stock der elften Abteilung verlegt. Die Häftlinge Liu Guishan und Xiao Peibao überwachten ihn dort unter strenger Aufsicht.
Eine Woche später, am 22. Oktober, verlegte man Zhang in eine Zelle im fünften Stock und wies ihn an, buddhistische Lehren zu studieren. Als er sich weigerte, zwang ihn der Häftling Wu Jinda, zwei Wochen lang an einer weiteren Gehirnwäsche teilzunehmen. Zhang weigerte sich weiterhin, buddhistische Texte zu lesen oder anzuhören. Am 8. November wurde er in den Ostbereich der zweiten Abteilung verlegt. Am 13. November 2023 brachte man ihn zur Zwangsarbeit in den Westbereich derselben Abteilung.
In der zweiten Abteilung zum Stehen gezwungen
In der zweiten Abteilung wurde Zhang täglich stundenlang zum Stehen gezwungen, weil er sich weigerte, seinen Glauben aufzugeben.
Am 29. Januar 2024 schlugen mehrere Häftlinge, darunter Zhou Bo und Ma Yingwen, Zhang ins Gesicht und auf die Brust. Er bekam Atemnot, und seine Zähne bluteten. Zhang meldete den Vorfall den Wärtern, doch diese bestraften die Häftlinge lediglich pro forma.
Zhang wurde außerdem gezwungen, Schnee zu fegen und schwere Lasten zu tragen. Am 14. März 2024 verletzte er sich an den Fingern an einer Maschine, doch die Wärter zwangen ihn, ohne Pause weiterzuarbeiten.
Fortsetzung der strengen Überwachung
Zhang wurde am 20. März 2024 in den Ostbereich der zweiten Abteilung zurückgebracht. Nachdem er bei Falun-Dafa-Übungen beobachtet worden war, verlegte man ihn am 18. April 2024 zur weiteren „Umerziehung“ in die elfte Abteilung.
Die Wärter verlegten Zhang häufig in verschiedene Zellen, in denen sogenannte Anführer der Gefangenen – darunter Xu Chao, Zhang Guangwei, Zhao Chuanfeng, Wu Jinfa, Gong Qizhong, Hao Chenglong und Xiao Peibao – Erfahrung in der „Umerziehung“ von Falun-Dafa-Praktizierenden hatten. Sie sprachen wiederholt mit Zhang und versuchten, ihn unter Druck zu setzen, damit er nachgibt. Als er weiterhin an seinem Glauben festhielt, entzogen sie ihm den Schlaf, zwangen ihn, stundenlang auf einem kleinen Hocker zu sitzen, und nötigten ihn, Propagandavideos anzusehen.
Zwischen dem 26. August und dem 10. Oktober 2024 durfte Zhang erst um 23 Uhr schlafen gehen. Um 1 Uhr nachts weckten ihn die Gefangenen wieder, ließen ihn um 3 Uhr erneut schlafen und zwangen ihn, um 5 Uhr wieder aufzustehen.
Am 30. Dezember wurde Zhang in den Nordbereich im sechsten Stock verlegt. Auch dort musste er täglich stundenlang auf einem kleinen Hocker sitzen und durfte erst um Mitternacht ins Bett gehen.
Am 17. Januar 2025, zwölf Tage vor dem chinesischen Neujahr, wurde Zhang in den Hochsicherheitsbereich verlegt und dort 69 Tage lang streng überwacht.
Während dieser Zeit wurde er täglich beschimpft und geschlagen und gezwungen, regungslos auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Zudem wurde ihm der Schlaf entzogen und er musste Propagandamaterial ansehen, das Falun Dafa verunglimpfte.
Am 26. März 2025 brachten die Wärter Zhang in die Zelle des Häftlings Liu Guishan, wo er 90 Tage lang festgehalten wurde. Am 25. Juni verlegte man ihn in eine Zelle im fünften Stock, wo er nachts siebeneinhalb Stunden wach bleiben musste.
Aufgrund des massiven Schlafentzugs bekam Zhang eine schwere Herzerkrankung und litt unter heftigen Kopfschmerzen. Erst danach erlaubten ihm die Wärter, früher schlafen zu gehen.
Am 13. Oktober 2025 wurde Zhang von den Häftlingen Liu Guishan, Sun Youda und Hao Chenglong geschlagen, nachdem er in seiner Zelle „Falun Dafa ist gut“ gerufen hatte.
Am 14. November 2025 versuchten die Wärter, Zhang zu einer Erklärung zu zwingen, in der er bestätigen sollte, dass sein Gesundheitszustand in keinem Zusammenhang mit den Haftbedingungen stehe. Er weigerte sich. Daraufhin entzogen ihm die Wärter erneut den Schlaf und warfen ihm vor, sich den Anweisungen der Gefängnisleitung widersetzt zu haben.
Eingeschränkte Grundrechte
Neben der körperlichen Misshandlung wurden Zhang auch andere Grundrechte verweigert. Er durfte seine Familie nur einmal im Jahr anrufen. Dafür musste er einen formellen Antrag stellen, und das Gespräch wurde von den Wärtern überwacht. Seine Familie durfte ihn nie im Gefängnis besuchen.
Jeden Monat durften normale Häftlinge 360 Yuan (etwa 45 Euro) für zusätzliche Lebensmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs ausgeben. Zhang wurden jedoch nur 36 Yuan (etwa 4,50 Euro) gestattet, vorausgesetzt, sein Antrag wurde genehmigt. Da der Antrag verleumderische Formulierungen enthielt, die Falun Dafa beleidigten, weigerte er sich, ihn auszufüllen, und ihm wurde somit das Recht auf Einkäufe verweigert.
Am 24. Dezember 2025 forderte der Häftling Wang Jinfeng von Zhang, eine „Entlassungsrede“ zu halten. Zhang weigerte sich, da eine der Bedingungen für die Rede die Verleumdung von Falun Dafa war.
Am 23. Januar 2026 wurde Zhang angewiesen, einen Jahresbericht zu schreiben, der ein Feld für seine „Straftaten“ enthielt. Er weigerte sich, diesen zu schreiben. Am 6. Februar forderten die Wärter ihn erneut auf, die „Entlassungsrede“ zu halten. Er weigerte sich abermals.
Am 8. Februar 2026 wurde er freigelassen.
Früherer Bericht:
Shandong Man, Around 51, Jailed for Four Years Because of His Faith in Falun Gong
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