(Minghui.org) 2013 trat ich der Eufonium-Gruppe (Bariton) der New Yorker Tian Guo Marching Band bei. Im selben Monat kam auch der Dirigent Zhou zu uns. Unter seiner Anleitung begann ich zusammen mit den anderen neuen Mitgliedern das Instrument von Grund auf zu lernen. Es war ein glücklicher Zufall. Für dieses Arrangement war ich dem Meister sehr dankbar.

Obwohl ich keinerlei musikalische Vorkenntnisse hatte, war ich voller Zuversicht. Ich erlernte die Grundlagen und übte den ganzen Tag. Mit der Unterstützung der erfahrenen Mitglieder bestand ich die Aufnahmeprüfung für die Kapelle. Sechs Monate später nahm ich  bereits an einer Parade teil.

Ich erinnere mich, dass die erfahrenen Bandmitglieder mir oft sagten, der Meister habe die Tian Guo Marching Band (Himmelsorchester) gegründet und wir sollten sie deshalb wertschätzen. Ich erfuhr auch, dass die Kapelle in ihrer Gründungszeit wöchentlich auf dem Berg probte. Der Meister leitete dabei alle persönlich an. Jedes Blasinstrument trägt seine Inschrift: „Tian Guo Marching Band“. Als ich zum ersten Mal mit den anderen probte, spürte ich die Kraft und Heiligkeit jeder einzelnen Note. Es rührte mich zu Tränen. Ich war voller Begeisterung und Stolz, Teil der Marching Band zu sein.

Den Meister bei der Fa-Berichtigung unterstützen

Durch das Üben und der Teilnahme an Paraden wurde ich mit den Jahren immer besser auf meinem Instrument. Ich meinte, musikalisch begabt zu sein, da ich neue Stücke schnell lernte. Deshalb ergriff ich die Initiative und übernahm die Verantwortung für die Ausbildung neuer Mitglieder. Nach der Pandemie leitete ich die Bariton-Gruppe. Alles schien gut zu laufen. Ich war auf dem besten Weg, den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen.

Doch mit der Zeit verflog meine anfängliche Begeisterung sowie die Freude am Neuen und ich ließ nach.

Schwierigkeiten in der musikalischen Entwicklung

Als im Jahr 2022 die Proben nach der Pandemie wieder aufgenommen wurden, waren deutlich weniger Mitglieder da. Aufgrund der langen Pause ohne Proben und Paraden hatten sich einige Praktizierende anderen Projekten zugewandt und wollten nicht mehr zurückkommen. Unser Team war auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Es meldeten sich ohnehin nur wenige für unsere Gruppe an, und einige Neue verließen uns nach kurzer Zeit wieder. Der Hauptgrund liegt in den großen, unhandlich und schwer zu transportierenden Instrumente. Außerdem bevorzugen jüngere Leute die Trompete oder Posaune, da diese Instrumente auch im Shen Yun Symphony Orchestra eingesetzt werden können.

Da ich Schwierigkeiten in meiner musikalischen Entwicklung hatte und beruflich immer stärker eingespannt war, konnte ich nicht an jeder Parade teilnehmen. Wenn ich mich körperlich nicht wohlfühlte, hatte ich auch Angst, mich zu überanstrengen, und wollte deshalb am darauffolgenden Tag nicht an einer Parade teilnehmen. Dass neue Teammitglieder uns recht schnell wieder verließen, dämpfte meine Begeisterung zusätzlich. Ich wollte neue Teammitglieder nicht mehr anleiten.

Während einer St. Patrick‘s Day Parade im März 2025 ging es mir nicht gut. Ich bestand zwar darauf, den gesamten Umzug mitzulaufen, konnte aber ab der Hälfte der Wegstrecke nicht mehr weiterspielen. Danach hielten meine Krankheitssymptome acht Monate lang an. In dieser Zeit verpasste ich viele Paraden.

In der zweiten Jahreshälfte 2025 sagte ein Teammitglied mehrmals, dass unsere Gruppe die schwächste des Orchesters sei. Ich verstand es so, dass die Anzahl der Teilnehmer unserer Gruppe an den Paraden sehr gering war. Damals kümmerte mich das aber nicht sonderlich, da ich das Gefühl hatte, es nicht ändern zu können. Was hätte ich schon tun sollen?

Ausweg aus der Misere

Im August 2025 verschlimmerte sich mein Krankheitskarma. Schwindel, Übelkeit und Herzrasen ohne erkennbaren Grund traten auf. Ich suchte ärztliche Hilfe auf, doch es konnte keine Ursache gefunden werden. Weitere Symptome wie Magenblutungen und Brustschmerzen kamen hinzu. Deshalb gab ich meine Arbeit auf. Ich fühlte mich ängstlich und hilflos, als könnte mein Leben jeden Moment enden. Zwei Monate lang, bis Ende 2025, litt ich unter diesen Symptomen. Jeder Tag war ganz schmerzhaft. Aus der Sicht eines Laien waren das neurologische Probleme, verursacht durch zu viel Druck im Beruf und Bluthochdruck. Magenprobleme könnten die Folge einer ungesunden Ernährung sein. Zuerst dachte ich immer wieder, ich sollte einen Termin zur Nachuntersuchung wahrnehmen, Medikamente einnehmen oder den Arzt wechseln, um eine zweite Meinung einzuholen. Obwohl ich ein Kultivierender war, konnte ich in dieser Angelegenheit keine aufrichtigen Gedanken haben. Das Hauptproblem lag darin, dass ich dem Meister nicht ganz glaubte und mich fragte, ob der Meister sich wirklich um mich kümmerte.

In einigen äußerst schmerzhaften Momenten, als mich die Todesangst völlig beherrschte, bat ich den Meister aufrichtig um Hilfe und Anleitung. Zu meiner Überraschung erhielt ich in Gedanken eine Antwort vom Meister und spürte, wie er meinen Körper reinigte.

Nun verstand ich, was der Meister erklärt:

„Das ist ein Grundsatz des Kosmos, und zwar zuerst glauben, dann sehen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Kanada, 23.05.1999)

Mir wurde bewusst, wie mangelhaft meine Erleuchtung gewesen war.

Während meiner Erholung zu Hause begann ich, mich sehr konzentriert mit dem Fa zu beschäftigen und aufrichtige Gedanken auszusenden. Zwei Monate lang hielt ich mich an die tägliche Routine, sechs Stunden lang das Fa zu lernen und zwei Stunden lang aufrichtige Gedanken auszusenden. Als anfangs die Beschwerden besonders stark waren, sandte ich zwei bis drei Stunden am Stück aufrichtige Gedanken aus. Danach ließen meine Symptome spürbar nach. Am nächsten Tag kehrten sie allerdings wieder zurück. Dieser Zyklus wiederholte sich einige Zeit.

Zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden spürte ich große mentale Herausforderungen. Während ich meine aufrichtigen Gedanken immer wieder stärkte, begann ich, die Probleme in meiner eigenen Kultivierung zu erkennen. Das erste Problem war, dass ich in meiner Kultivierung nachgelassen hatte. In den letzten Jahren hatte ich meine Arbeitsbelastung als Ausrede benutzt, um das Fa-Lernen und meine spirituelle Entwicklung zu vernachlässigen. Ohne ethische Grundsätze behandelte ich Probleme fast immer wie ein gewöhnlicher Mensch. Ich hielt lange an vielen Dingen fest und ignorierte die wiederholten Hinweise des Meisters. Zudem machte ich mir Sorgen um meine Krankheit.

Während der Parade im März 2025, da hatte ich zum ersten Mal körperliche Symptome, dachte ich nicht ernsthaft darüber nach, sondern wandte die Theorien gewöhnlicher Menschen an. Danach erinnerte mich der Meister mehrmals daran, beispielsweise als mein gesamter Keller überflutet wurde. Ich hatte einen Arzt aufgesucht, um meine Probleme zu lösen. Wie können gewöhnliche Menschen meine spirituellen Probleme lösen?! Während ich diesen Artikel schrieb, sagte mir eine Stimme im Traum: „Wenn du auf Probleme stößt, musst du sie durch die spirituelle Erhöhung lösen.“

Als mir diese Probleme bewusst wurden, war ich sehr überrascht, wie schlecht mein Kultivierungszustand war. Ich hatte mehr als einmal befürchtet, die Gelegenheit zur Kultivierung, auf die ich seit Jahrtausenden gewartet hatte, aufgrund mangelnden Fleißes zu verlieren. Das erfüllte mich mit tiefer Traurigkeit und Angst. Diese Angst, die Gelegenheit zur Kultivierung zu verpassen, unterscheidet sich von der Angst vor Krankheitskarma.

Der Meister sagt:

„Wer diese geschichtliche Schicksalsverbindung und diese geschichtliche Gelegenheit verpasst, und wenn du dir dann klar darüber wirst, was du verpasst hast, so wirst du nicht mehr leben wollen, selbst wenn man dich weiter leben ließe!  (Fa-Erklärung und Fa-Erläuterung auf der Fa-Konferenz im Großraum New York, 20.04.2003)

Ich weiß nicht, wie oft ich das Porträt des Meisters betrachtete, tiefe Reue empfand und weinte. Es ist sehr gefährlich, Ruhm und Reichtum über die Kultivierung zu stellen. Gleichzeitig dachte ich darüber nach, wie ich sicherstellen könnte, dass ich meine aufrichtigen Gedanken nicht wieder verliere.

Durch mein anhaltendes Fa-Lernen wurden meine aufrichtigen Gedanken immer stärker, und ich verstand die Lösung: Es geht darum, das Fa noch fleißiger zu lernen. Fast jedes Mal, wenn der Meister einen Vortrag hielt, erinnerte er alle daran, das Fa noch mehr zu lernen. Mir war die Bedeutung und die Tragweite dieser Worte nicht wirklich bewusst gewesen.

Nach zwei Monaten verschwanden die Beschwerden. Ich bin dem verehrten Meister für seine barmherzige Rettung dankbar, ebenso wie meiner Familie, meinen Mitpraktizierenden und unseren Teammitgliedern für ihre Ermutigung und Hilfe. Während dieser zwei langen Monate konnte ich die Veränderungen in meinem Körper und die Ermutigung des Meisters deutlich spüren. Obwohl ich nichts in anderen Dimensionen wahrnehmen kann und den Meister fast nie in meinen Träumen sehe, konnte ich seine Nähe deutlich spüren. Wenn ich an die Beurteilung zurückdenke: „Unser Team ist die schwächste Gruppe in unserer Band“, war das nicht eine Warnung des Meisters? Als Teamleiter ist es meine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass genügend Leute an den Paraden teilnehmen und die Qualität der Aufführung gewährleistet ist. Wie kann ich behaupten, es gehe mich nichts an, wenn nicht genügend Teammitglieder für eine Parade da sind? Mir wurde klar, dass wir die uns bekannten Praktizierenden mit positiven Gedanken betrachten müssen, um mehr Menschen für unser Team zu gewinnen und unsere Leistung zu verbessern. Schließlich sind wir eine Kultivierungsgruppe und alles dreht sich um die Kultivierung.

In unserem Team gibt es mehrere ältere Mitpraktizierende, die in den letzten zwei Jahren körperliche Prüfungen durchgemacht haben. Die meisten von ihnen haben starke aufrichtige Gedanken. Daher konnten sie nicht nur Schwierigkeiten überwinden, sondern auch anderen Teammitgliedern helfen. Das erinnert mich daran, was ich selbst nicht gut gemacht habe. Ist das nicht ein Ansporn für mich, was ich in meiner Kultivierung tun sollte?

Schlusswort

Als ich die Erfahrungsberichte anderer Teammitglieder las, war ich tief bewegt und beschloss, selbst einen zu schreiben. Nach dreizehn Jahren Kultivierung in der Gruppe bin ich nun ein Dafa-Schüler mittleren Alters und habe auch die wichtigen Meilensteine des Lebens erreicht: die Gründung einer Familie und den Beginn einer Karriere im Ausland. Die Härten und Schwierigkeiten des heutigen Lebens belasten mich oft und haben dazu geführt, dass ich meine Kultivierung nach und nach vernachlässigt habe. Ich konnte nicht mehr den Worten des Meisters folgen:

„Kultiviere dich wie am Anfang, dann ist die Vollendung gewiss.“ (Fa-Erklärung am Welt-Falun-Dafa-Tag, 13.05.2014)

Mir ist nun bewusst, dass diese Schwierigkeiten Gelegenheiten zur Kultivierung und Erhöhung bieten und dass ich sie besser nutzen sollte. Es macht mich glücklich, egal wie schwierig es auch gewesen war, mich an die Erlebnisse mit der Band in den vergangenen Jahren zu erinnern, wie zum Beispiel das gemeinsame fleißige Üben. Das ermutigt mich durchzuhalten und spornt mich an, besser zu werden.

Die Marching Band besteht seit zwanzig Jahren und viele Falun-Dafa-Schüler, die in den Anfangsjahren mitgewirkt haben, sind inzwischen im fortgeschrittenen Alter. Sie verdienen natürlich besondere Bewunderung. Gleichzeitig braucht unsere Kapelle junge Musiker. Ich weiß, dass viele junge Mitglieder aufgrund von Arbeit und Familie oft nicht dabei sein können oder die Band sogar verlassen haben. Ich möchte besonders ihnen sagen, dass alles, was wir haben, uns vom barmherzigen Meister gegeben wurde und dass unser Weg vom Meister arrangiert worden ist. Geht euren eigenen Kultivierungsweg mit aufrichtigen Gedanken und lasst diese unschätzbare Gelegenheit nicht ungenutzt vorbeiziehen.