(Minghui.org) Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die nicht sehr wohlhabend war. Meine Eltern hatten Mühe, genug Geld zu verdienen. Deshalb dachte ich schon früh, Geld sei etwas Gutes, da man sich damit schöne Kleidung und gutes Essen kaufen könne. Während meiner Schulzeit nahm ich Rücksicht auf meine Eltern und versuchte, wo immer es ging, mit dem Geld für den Lebensunterhalt sparsam umzugehen.
Damals trank ich nie Wasser aus Flaschen. Wenn ich Durst hatte, trank ich einfach das Leitungswasser aus der Schule. Während andere sich während des Studiums vergnügten, arbeitete ich bereits nebenbei. Nach meinem Abschluss und dem Beginn meiner Berufstätigkeit wurde mir klar, dass mein niedriges Gehalt nicht meinen Kompetenzen entsprach und empfand ein Gefühl der Ungerechtigkeit und Verbitterung. Angesichts dieser Tatsachen schätzte ich Geld noch mehr und überlegte mir noch genauer, wie ich es verdienen konnte.
Nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, wandelte sich meine Geldgier. Ich konnte materielle Interessen mit Leichtigkeit loslassen. Der Meister brachte mir bei, an andere zu denken und mit Verlust und Gewinn einen guten Umgang zu finden.
Auch in meinen Geschäftsbeziehungen hat sich vieles verändert. Früher bat ich die Kunden, die Differenz zu zahlen, wenn die Versandkosten hoch oder die Transportversicherung teuer waren. Ich wollte keine Verlustgeschäfte machen. Durch die Kultivierung im Dafa änderte ich diese Denkweise. Wenn manche Aufträge nur wenige Cent Gewinn bringen, mache ich nach Abzug der Versicherungskosten sogar Verluste. Trotzdem habe ich beschlossen, die Kunden nicht mehr um die Differenz zu bitten.
Dass die Kunden bei uns bestellt haben, bedeutet, dass wir eine Verbindung haben, und ich möchte diese Beziehung positiv gestalten. Seit ich nicht mehr ständig über Verlust und Gewinn nachgrüble, fühle ich mich viel entspannter im Umgang mit meinen Geschäften. Und tatsächlich sind die Umsätze und Gewinne unseres Geschäfts weiterhin sehr gut.
Ich möchte auch über die Prüfungen in Bezug auf Eigennutz sprechen, denen meine Frau und ich uns stellen mussten. Früher, wenn wir wegen materieller Dinge stritten, rechnete ich immer gern die finanziellen Aspekte durch. Wir stritten darüber, was ihr und was mir gehörte. Manchmal schien es, als ob wir den Streit darüber, wem was gehörte, richtig genossen. Durch meine Kultivierung lernte ich, dass es dabei nicht nur um Eigennutz ging, sondern auch um eine Konkurrenzmentalität. Nachdem ich meine Anhaftung erkannt hatte, wusste ich, dass ich sie loslassen musste. Seitdem streite ich nicht mehr mit meiner Frau über Geld. Ich gebe ihr alles, was ich verdiene, und frage nicht einmal mehr, wie viel Geld wir haben.
Seit ich meine Anhaftung an materiellen Gewinn losgelassen habe, habe ich sogar das Passwort für meinen Safe vergessen. Mein Leben wurde durch die Kultivierung einfacher. Ich habe nur noch ein paar hundert Yuan im Portemonnaie, und es scheint nie weniger zu werden. Vor ein paar Jahren wollte die Schwester meiner Frau ein Haus kaufen. Heutzutage ist es schwierig, ein Haus zu kaufen, darum lieh ich ihr 100.000 Yuan (mehr als 12.500 Euro). Als sie ihr Haus renovierte, halfen wir ihr, ohne an persönlichen Gewinn oder Verlust zu denken. Vorletztes Jahr erwähnte meine Frau, dass ihre Schwester uns Zehntausende Yuan zurückgezahlt hatte, aber ich fragte nicht, wie viel sie noch schuldete, und es war mir auch egal.
Vor zwei Jahren musste sich mein Schwiegervater einer Operation unterziehen, die 35.000 Yuan (etwa 4.500 Euro) kostete und die wir bezahlten. Meine Frau kam zurück von ihren Eltern und berichtete, dass ihre Mutter zwar etwas Geld hätte, sie uns jedoch darum bat, die Operation vorerst zu bezahlen. Sie würde uns das Geld zurückzahlen, sobald die Bank den Betrag freigebe.
Als sie mir das erzählte, wusste ich, dass dies eine weitere Prüfung meiner Gier nach materiellen Dingen war. Ich blieb ruhig, nahm es gelassen hin und sagte kein Wort. Meine Frau erwähnte es später noch ein paar Mal, aber ich blieb unbewegt. Vielmehr dachte ich daran, wie hart meine Schwiegereltern ihr ganzes Leben lang gearbeitet hatten, um meine Frau und ihre Schwester während ihrer Ausbildung zu unterstützen. Sie hatten viel geopfert und lebten bescheiden; Geldverdienen fiel ihnen schwer. Ich wusste, dass ich als Praktizierender Rücksicht auf andere nehmen sollte, darum fragte ich meine Frau: „Willst du das Geld, das dir deine Mutter bereits gegeben hat, behalten?“
Meine Frau verneinte, war jedoch noch etwas zögerlich. Als sie die erhaltenen 15.000 Yuan schließlich zurückgab, war ihre Mutter gerührt. Mein Schwiegervater praktiziert nun ebenfalls Falun Dafa. Er macht zu Hause täglich die fünf Übungen, liest in seiner Freizeit im Zhuan Falun und hört sich Aufnahmen von Vorträgen des Meisters an. Auch die Schwester meiner Frau rezitiert häufig „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ und hört sich manchmal Vorträge des Meisters an.
Dieses Jahr wurde Shen Yun im New Tang Dynasty Television (NTDTV) ausgestrahlt. Dort gab es auch eine Sendung mit dem Titel „Belohnung für gute Taten“, die sehr aufschlussreich und bewegend war. Ein freundlicher Gedanke und eine gute Tat sind wirklich wichtig. Dieses Jahr dachte ich mir, als Praktizierender muss auch ich gute Saat aussäen. Deshalb kaufte ich während der Feiertage zum Chinesischen Neujahr Geschenke für meine Onkel und Tanten. Ich erwartete nichts als Gegenleistung. Die Geschenkte hatte ich aus reiner Aufrichtigkeit gekauft, einfach um meinen Respekt zu zeigen.
Obwohl ich den Kindern meiner jüngeren Geschwister nie begegne, ließ ich ihnen trotzdem rote Umschläge (Neujahrsgeld) zukommen. Vor Kurzem erzählte mir meine Mutter, dass mein Onkel, der schon seit zehn Jahren von Falun Dafa wusste, aber noch nicht damit begonnen hatte, nach den Feiertagen einer Fa-Lerngruppe beigetreten ist – vielleicht aufgrund meiner guten Taten?
In dieser Gesellschaft voller Versuchungen und Eigennutz habe ich gelernt, das Streben nach persönlichem Gewinn loszulassen und ein guter Mensch zu sein. Falun Dafa hat mein Herz geöffnet und mich gelehrt, tolerant gegenüber anderen zu sein.
Danke, Meister! Danke, Dafa!
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