(Minghui.org) Seit die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 begonnen hat, Falun Dafa zu verfolgen, wurde ein Ehepaar aus der Stadt Changsha, Provinz Hunan, wiederholt ins Visier genommen, nur weil es an seinem Glauben festhielt.
Chen Yang und seine Frau Cao Zhimin wurden im Oktober 1999 verhaftet und zu vier beziehungsweise drei Jahren Haft verurteilt. Ihre Tochter Chen Fayuan kam 2020 im Alter von 15 Jahren in die USA, um dort Musik zu studieren. Kurz darauf, im November 2020, wurden ihre Eltern erneut verhaftet, weil sie gemeinsam mit anderen Praktizierenden die Lehre von Falun Dafa gelernt hatten. Chen wurde zu weiteren vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 15.000 Yuan (ca. 1.800 Euro) verurteilt. Cao erhielt drei Jahre und zehn Monate Haft sowie eine Geldstrafe von 10.000 Yuan (ca. 1.200 Euro). Sie mussten ihre Strafe im Gefängnis Wangling beziehungsweise im Frauengefängnis der Provinz Hunan verbüßen.
Es ist sechs Jahre her, seit Chen ihre Eltern das letzte Mal gesehen hat. Sie appelliert nun an die internationale Gemeinschaft, zur Beendigung der Verfolgung beizutragen.
Cao und ihre Tochter Chen (Foto im Jahre 2010 aufgenommen)
Im weiteren Verlauf des Artikels wird detailliert beschrieben, welchen Folterungen Herr Chen während seiner zweiten Haftstrafe ausgesetzt war.
Unerbitterliche Folter
Zwischen Juli 2022 und Dezember 2024 war Chen im Gefängnis Wangling inhaftiert. Da er sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören, wurde er verschiedenen brutalen Foltermethoden ausgesetzt und viele seiner Grundbedürfnisse wurden ihm vorenthalten. Er litt unter Asthmaanfällen und wurde mehrmals ins Krankenhaus eingeliefert. Als er im November 2024 freigelassen wurde, wog er nur noch etwa 40 kg. Er war sehr geschwächt und der Großteil seiner Haare war ergraut.
Schläge
Ende Oktober 2022 zerrten die Häftlinge Luo Yong und andere Chen, weil er sich weigerte, an einer Gehirnwäsche-Sitzung teilzunehmen, in den toten Winkel der Überwachungskamera und schlugen ihn. Nachdem er zu Boden gefallen war, trat Luo ihm gegen die Brust. Die Schmerzen ließen erst zehn Tage später nach. Der Häftling He Zuqiang trat ihn ebenfalls, und die Häftlinge Tang Shunguo und Li Yuliang schlugen ihm ins Gesicht.
Die Insassen versuchten zudem zweimal, Chen zu zwingen, seine Beine in einer geraden Linie zu spreizen. Bei dieser schmerzhaften Foltermethode rissen dem Opfer oft die Bänder, was manchmal zu einer dauerhaften Behinderung führte. Chen schrie um Hilfe, woraufhin sie nachgaben.
Frieren und hungern lassen
Im Dezember 2022 schüttete der Mitgefangene Chen Zhiyi mehrere Tassen eiskaltes Wasser über Chens Kleidung. Er drohte, diese Folter stündlich zu wiederholen. Chens Kleidung war durchnässt, und er konnte nicht aufhören zu zittern.
Als die Kältefolter Chens Willen nicht brechen konnte, kürzte der Mitgefangene Zhang Hejian seine Essensrationen und gab ihm zu jeder Mahlzeit nur zwei Löffel Reis und sehr wenig Gemüse.
Schlafentzug
Schlafentzug war im Gefängnis eine häufig angewandte Foltermethode. Seit Februar 2023 verschoben die Mitgefangenen Chens Schlafenszeit von 22 Uhr auf Mitternacht oder sogar auf 1 oder 2 Uhr morgens. Einige Tage lang zwangen sie ihn, die ganze Nacht ohne Schlaf auf einem kleinen Hocker mit unebener Oberfläche zu sitzen. Einmal wurde ihm zwei Tage lang ununterbrochen der Schlaf entzogen. Das stundenlange Sitzen und der Schlafentzug führten dazu, dass sein Gesäß anschwoll und er unerträgliche Schmerzen hatte. Er trat aus Protest in den Hungerstreik, und erst dann erlaubten ihm die Mitinsassen, länger zu schlafen.
Chen erlitt einen Asthmaanfall, nachdem er eines Tages gezwungen worden war, bis 2 Uhr morgens auf dem Hocker zu sitzen. Um 4 Uhr morgens wurde er in die Notaufnahme gebracht.
Verweigerung der Toilettenbenutzung
Auch die Verweigerung der Toilettenbenutzung war an der Tagesordnung. Zwischen August und September 2023 verwehrte der Insasse He Zuqiang Chen den Zugang zur Toilette. Dieser war gezwungen, in die Hose zu urinieren. Da der Insasse He den Geruch nicht ertragen konnte, hörte er damit auf. Dennoch drohte er Chen weiterhin damit.
Bei einer anderen Gelegenheit zwangen die Insassen Chen Urin zu trinken.
Stundenlanges Stehen
Während seiner gesamten Haftzeit war es üblich, dass die Insassen Chen zwangen, täglich über zehn Stunden lang zu stehen, wenn er sich weigerte, bei der Gehirnwäsche mitzuwirken, oder seine „Hausaufgaben“ nicht rechtzeitig erledigte.
Am 1. April 2024 zwang ihn der Wärter Liu Xiaoliang einen Monat lang jeden Tag von 6 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags zum Stehen, weil Chen sich weigerte, das Foto des Falun-Dafa-Begründers auf Anweisung der Insassen zu zerreißen. Auch während der Mahlzeiten durfte er sich nicht hinsetzen. Seine Füße und Beine schwollen extrem an, und er hatte Schwierigkeiten beim Gehen.
Ein anderes Mal musste Chen stundenlang in der Hocke sitzen.
Stechen
Im Juli 2024, wenige Monate vor Ablauf von Chens Haftzeit, erhöhten die Wärter die Zahl der Häftlinge, die damit beauftragt wurden, ihn „zu bearbeiten“. Der Häftling Huang Pei zerbrach einen Kleiderbügel und stach damit dreimal täglich in Chens Oberschenkel. Nach einigen Tagen bluteten seine Oberschenkel stark, doch die Wärter schickten ihn erst zwei Wochen später ins Krankenhaus.
Waterboarding
Die Häftlinge Huang und Yan Xue tauchten Chens Kopf zudem in einem Wasserfass unter, und zwar in einem toten Winkel der Überwachungskamera. Er wäre beinahe erstickt.
Folterabbildung: waterboarding
Verbrühung
Der Häftling Yan füllte eine Plastikflasche mit kochendem Wasser und stellte die Flasche auf Chens Brust oder Rücken. Der Häftling Huang half ihm dabei, indem er Chen festhielt. Als Chen protestierte, warfen ihm die Wärter vor, er habe seine „Hausaufgaben“ nicht erledigt.
Gehirnwäsche
Zusätzlich zu den körperlichen Folterungen zwangen die Häftlinge Chen fast täglich dazu, Videos anzusehen, die Falun Dafa verteufelten und den Atheismus propagierten. Außerdem wurde ihm befohlen, täglich „Hausaufgaben“ zu erledigen, um den Inhalt weiter zu „verinnerlichen“.
Frühere Berichte:
Foltermethoden an männlichen Falun-Gong-Praktizierenden im Gefängnis von Wangling, Hunan
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