(Minghui.org) „Zwei durchgesickerte Dokumente der KPCh belegen, dass Xi Jinping direkt eine neue koordinierte Kampagne angeordnet hat. Diese hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich verschärft und Desinformation, gerichtliche Auseinandersetzungen und falsche Bombendrohungen gegen Shen Yun und Falun Gong kombiniert.“ Das sagte Grace Wollensak vom kanadischen Falun Dafa Verein am 20. April 2026 in einer Anhörung vor dem Unterausschuss für Internationale Menschenrechte des Unterhauses in Ottawa.
Wollensak äußerte sich dazu im Rahmen ihrer Aussage vor dem Unterausschuss, der derzeit die globalen Auswirkungen länderübergreifender Unterdrückung untersucht.
Der Unterausschuss hatte Vertreter internationaler Organisationen, Menschenrechtsorganisationen und betroffener Gruppen eingeladen, über Einschüchterung, Überwachung, Schikanen und Desinformation durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu berichten. Die Anhörung wurde online übertragen.
20. April 2026: Anhörung des Unterausschusses für Internationale Menschenrechte des Unterhauses zum globalen Einfluss länderübergreifender Unterdrückung (Screenshot aus einem Parlamentsvideo)
Eskalierende länderübergreifende Unterdrückung der KP Chinas
Grace Wollensak, nationale Koordinatorin des Falun Dafa Vereins in Kanada, sagt am 20. April 2026 vor dem Unterausschuss für internationale Menschenrechte des kanadischen Unterhauses in Ottawa aus (Screenshot aus einem Parlamentsvideo)
Wollensak berichtete: „Allein in Kanada gab es innerhalb von zwei Jahren 20 falsche Bomben- und Schießdrohungen – weltweit waren es über 270 gewalttätige Bedrohungen. In diesem Jahr weiteten sich die Angriffe auf kanadische Politiker und das Parlamentsgebäude aus. Eine Drohung lautete: ‚Wenn Shen Yun es wagt, im März aufzutreten, wird Justin Trudeau und Mark Carney etwas Schlimmes zustoßen, und es wird eine gewaltige Explosion auf dem Parlamentshügel geben.‘“
Sie erklärte, die Polizei habe diese Drohungen als unglaubwürdig eingestuft – dennoch wurden sechs Vorstellungen im Four Seasons Centre in Toronto abgesagt. Der Täter prahlte anschließend in chinesischen E-Mails: „Kanada ist kaum der Rede wert.“
Der Absender bezeichne die KPCh als „die Kommunistische Partei meines Vaterlandes“. Die Zeitstempel der E-Mails entsprächen der chinesischen Standardzeit. Die Abteilung für Cyberkriminalität der Polizei von Vancouver konnte die Telefonnummer des Absenders der Droh-E-Mail direkt nach China zurückverfolgen. Der Absender sei sogar so weit gegangen, sich als Praktizierender auszugeben und Bombendrohungen gegen Ziele im Ausland zu versenden, darunter das Weiße Haus und ein Theater in Tokio.
Am 3. April verschickte der Absender der falschen Bombendrohung zwei weitere chinesische E-Mails, in denen er mit dem angerichteten Schaden prahlte, kanadische Beamte verhöhnte und das FBI sowie internationale Sicherheitsbehörden herausforderte. Er schrieb sogar, seine Drohungen würden „niemals enden“.
Auf Nachfrage einer Abgeordneten erklärte Wollensak: „Legitime Kulturveranstaltungen in Kanada sollten nicht aufgrund falscher Drohungen abgesagt werden. Wenn wir nachgeben, spielen wir der KPCh direkt in die Hände und ermutigen sie, solche Taktiken fortzusetzen – und sogar zu verschärfen.
Wenn Kanada eine Aufführung absagt, ohne das Ausmaß der ausländischen Einmischung vollständig zu verstehen, sendet das ein gefährliches Signal – eines, das einer Kapitulation vor der KPCh gleichkommt.“
Länderübergreifende Unterdrückung und Desinformation der KP Chinas
Dr. Maria Cheung sagt am 20. April 2026 vor dem Unterausschuss für Internationale Menschenrechte des Unterhauses in Ottawa aus (Screenshot aus einem Parlamentsvideo)
Dr. Maria Cheung, emeritierte Professorin an der Universität Manitoba, erklärte den Abgeordneten, die länderübergreifende Unterdrückung der KPCh gegen Falun Gong sei eine „anhaltende globale Kampagne“ und beschränke sich nicht auf Einzelfälle. „Was auf kanadischem Boden geschieht, ist ein direkter Eingriff in die Souveränität, demokratische Werte und Grundfreiheiten“, stellte sie klar.
Sie erklärte, Falun Gong basiere auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und werde in über 100 Ländern praktiziert. Die KPCh habe die Verfolgung 1999 begonnen, was zu Massenverhaftungen, Folter, Tötungen und staatlich angeordneter Zwangsorganentnahme geführt habe.
Laut Cheung setze die KPCh seit 27 Jahren ein breites Spektrum transnationaler Repressionstaktiken gegen die Falun-Gong-Gemeinschaft in Kanada ein – darunter Desinformation, Überwachung, Einschüchterung, Belästigung, Übergriffe, politische Manipulation, Druck auf Gruppen und Institutionen innerhalb der Gemeinschaft, Cyberangriffe und Bedrohungen von Familienangehörigen in China. Ein ehemaliger hochrangiger chinesischer Diplomat, der übergelaufen sei, habe ausgesagt, die Verfolgung von Falun Gong sei eine formalisierte, alltägliche Aufgabe chinesischer diplomatischer Vertretungen weltweit.
„Die diplomatischen Vertretungen der KPCh und ihre Stellvertreter verbreiten weiterhin Propaganda und Desinformation über chinesischsprachige Medien, digitale Plattformen und sogar etablierte Medien“, so Cheung. „Die sogenannte ‚50-Cent-Armee‘ der KPCh verstärkt diese Desinformation auf chinesischen und nicht-chinesischen Social-Media-Plattformen. Jüngste Berichte enthüllten Tausende gefälschter Social-Media-Konten, die Inhalte gegen Falun Gong verbreiten und wahrscheinlich mit China in Verbindung stehen.
Anhaltende Desinformation hat Gleichgültigkeit gefördert, die öffentliche Unterstützung untergraben und Kanadas Fähigkeit geschwächt, auf schwere Menschenrechtsverletzungen in China und die Unterdrückung im eigenen Land zu reagieren.“
Empfehlungen an die kanadische Regierung
Grace Wollensak vom Falun Dafa Verein forderte die Regierung zu folgenden Maßnahmen auf:
1. diese Kampagne öffentlich zu verurteilen und über diplomatische Kanäle zu verdeutlichen, dass die von der KPCh gesteuerte Einmischung in die Angelegenheiten kanadischer Bürger und Institutionen aufhören muss
2. die Sicherheitsbehörden anzuweisen, diese Bedrohungen als koordinierte ausländische Einmischung zu untersuchen, die Täter zu verfolgen und die Polizeibeamten im Einsatz für die Erkennung länderübergreifender Unterdrückung zu schulen
3. die Bestimmungen des Gesetzesentwurfs C-70 zur Bekämpfung ausländischer Einflussnahme unverzüglich in Kraft zu setzen und ein spezielles Gesetz zu erlassen, das länderübergreifende Unterdrückung ausdrücklich als eigenständiges Delikt unter Strafe stellt
4. Veranstaltungsorte für darstellende Künste sollten kurz über den Umgang mit aus dem Ausland stammenden Falschmeldungen informiert werden. Sofern die Strafverfolgungsbehörden keine glaubwürdige Bedrohung feststellen, muss das Recht der Kanadier auf den Besuch legaler Veranstaltungen gewahrt bleiben – kein ausländischer Akteur sollte das kulturelle Leben in Kanada beeinträchtigen.
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