(Minghui.org) Eine Frau aus Chifeng in der Inneren Mongolei wurde am 25. März 2026 in das Frauengefängnis der Inneren Mongolei überführt, wo sie eine zweijährige Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa absitzen soll.

Wang Fenghua

Wang Fenghua, 56 Jahre alt, wurde am Abend des 20. Juni 2025 festgenommen, nachdem jemand sie wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien zu Falun Dafa angezeigt hatte. Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Yuanbaoshan bestätigte ihre Festnahme am 1. Juli.

Weil Wangs Tochter, Wang Xuemei, die Freilassung ihrer Mutter forderte und Beschwerden bei verschiedenen Behörden eingereicht hatte, wurde sie am 25. Juli 2025 ebenfalls verhaftet und zehn Tage lang im Untersuchungsgefängnis Pingzhuang festgehalten.

Wang Fenghua wurde am 8. August angeklagt. Sie erschien am 8. September vor dem Bezirksgericht Yuanbaoshan. Der Richter verurteilte sie am 16. Dezember 2025 zu zwei Jahren Haft. Sie legte Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Chifeng ein, das das ursprüngliche Urteil jedoch kurz darauf bestätigte. Ein Mitarbeiter des Berufungsgerichts gab bekannt, dass die Fälle von Falun-Dafa-Praktizierenden lediglich formal bearbeitet würden, da die Ergebnisse längst vom Komitee für Politik und Recht festgelegt worden seien.

Vorherige siebenjährige Haftstrafe

Es ist das zweite Mal, dass Wang wegen Praktizierens von Falun Dafa verurteilt wurde. Sie war zuvor am 13. April 2012 zusammen mit Zhai Cuixia festgenommen worden, weil die beiden Frauen mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatten.

Das Bezirksgericht Yuanbaoshan verurteilte die Frauen Wang und Zhai im September 2012 zu sieben bzw. vier Jahren Haft. Sie wurden im November desselben Jahres in das Frauengefängnis der Inneren Mongolei überstellt.

Während ihrer Haftzeit wurde Wang gefoltert. Sie wurde geschlagen, ihr wurde der Schlaf entzogen, sie erhielt Elektroschocks und musste stundenlang auf einem kleinen Hocker sitzen, ohne sich zu bewegen. Die Wärter und Mitgefangenen zwangen sie ständig, Erklärungen zu schreiben, in denen sie Falun Gong abschwor. Sie musste außerdem Zwangsarbeit leisten.

Auch nach ihrer Freilassung war sie weiterhin regelmäßig polizeilichen Schikanen ausgesetzt.

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