(Minghui.org) Zhang Rongxiu wurde wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu Gefängnis verurteilt. Während ihrer fünfjährigen Haftstrafe wurde bei ihr Gebärmutterkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Doch die Gefängnisbehörden setzten ihre Haft gegen Kaution erst aus, als ihr Zustand bereits kritisch war. Sie starb vier Tage nach ihrer Freilassung, am 11. April 2026. Die Einwohnerin von Tianjin war über sechzig Jahre alt.
Zhang begann im Februar 1999 mit Falun Dafa. Als das kommunistische Regime fünf Monate später eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa startete, hielt sie an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt verfolgt. Vor ihrer letzten Verurteilung saß sie drei Haftstrafen im selben Frauengefängnis von Tianjin ab – mit einer Gesamtstrafe von neuneinhalb Jahren. Sie wurde dort gefoltert, einer Gehirnwäsche unterzogen und gegen ihren Willen mit unbekannten Medikamenten behandelt. Ihre Tochter vermutet, dass sie während ihrer vierten Haftstrafe ähnliche Misshandlungen erlitt. Einzelheiten zu den Misshandlungen von Falun-Dafa-Praktizierenden im Gefängnis finden Sie in den zugehörigen Berichten.
Jüngste Verfolgungsaktion
Zhang Rongxiu wurde am 12. Februar 2020 verhaftet, weil sie Informationen über Falun Dafa verbreitet hatte. Auf der örtlichen Polizeiwache hielt man sie einen Tag lang in einem Eisenkäfig fest. Ihr Computer und mehrere hundert Yuan mit Botschaften über Falun Dafa wurden beschlagnahmt. Die Polizei erpresste 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) von ihrer Familie, bevor man sie gegen Kaution freiließ.
Am 22. September 2020 bekam Zhang von der Polizei eine Vorladung auf die Polizeiwache; sie müsse sich dort am 30. September melden. Da sie nicht erschien, wurde sie wiederholt am Telefon belästigt. Lan Enliang, der Dorfvorsteher, bedrängte sie auch persönlich und forderte sie auf, Falun Dafa abzuschwören. Sie weigerte sich, dem nachzukommen.
Ende Dezember 2020 schikanierten drei Beamte Zhang erneut und forderten sie auf, eine Erklärung über den Verzicht auf Falun Dafa zu unterschreiben. Sie drohten damit, die Zukunft ihrer Kinder zu ruinieren, wenn sie diese Erklärung nicht unterschreibe.
Da Zhang an ihrem Glauben festhielt, kamen die Dorfbeamten am 6. Januar 2021 erneut zu ihr nach Hause und drohten damit, ihr die staatlich geförderte Wohnung wegzunehmen. Als sie sich immer noch weigerte, wurde ihr mitgeteilt, dass sie innerhalb von drei Tagen ausziehen müsse.
Die Polizei schikanierte Zhang im Juni 2021 noch einige Male und drohte ihr, sie wieder in Gewahrsam zu nehmen, wenn sie die geforderte Erklärung nicht unterschreiben würde.
Am Abend des 10. August 2021 brachen sieben Beamte in Zhangs Wohnung ein und trugen die Praktizierende in ihr Polizeiauto. Die Polizisten drohten damit, ihre Tochter Yu Lan zu verhaften, als diese versuchte, sie davon abzuhalten, ihre Mutter mitzunehmen. Yus Sohn und Tochter, beide etwa vier Jahre alt, waren durch die Gewalt der Polizei verängstigt.
Zhang musste am 9. Dezember 2021 vor dem Bezirksgericht Nankai erscheinen, wo sie zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Am 24. August 2022 kam sie in das Frauengefängnis von Tianjin. Bei ihr wurde etwa im Oktober 2024 Gebärmutterkrebs diagnostiziert, doch die Gefängnisbehörden weigerten sich, sie freizulassen. Sie gaben an, sie dort behandeln zu können. Ihr Zustand verschlechterte sich zusehends und schließlich wurde sie am 7. April 2026 gegen Kaution entlassen. Vier Tage später starb sie.
Frühere Berichte:
Wegen Veröffentlichung von Informationen über Falun Dafa zu fünf Jahren Haft verurteilt
Anhaltende Verfolgung im Frauengefängnis von Tianjin
Systematischer Einsatz von Drogen bei Falun-Gong-Praktizierenden in Gefängnissen in Tianjin
Frauengefängnis Tianjin: Praktizierenden werden unbekannte Drogen verabreicht
Frauengefängnis Tianjin – eine Institution für Zwangsarbeit und Gehirnwäsche
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