(Minghui.org) Ich bin eine 14-jährige Mittelschülerin. Meine Mutter ist eine Dafa-Praktizierende. Obwohl ich in einer Falun-Dafa-Familie aufgewachsen bin, habe ich mich nicht fleißig kultiviert. Doch der Meister hat mich nicht aufgegeben. 

In den letzten Winterferien habe ich zusammen mit meiner Mutter und meiner Tante zweimal das Zhuan Falun durchgelesen und durch dieses Buch das Außergewöhnliche von Dafa erkannt.

Nachsichtiger werden

Die Atmosphäre an den Schulen ist heutzutage äußerst verdorben. Die Schüler beschimpfen sich gegenseitig und sogar die Lehrer fluchen. Die meisten Schüler verhalten sich schlecht – sie rauchen, trinken Alkohol und mobben andere.

Einmal beschimpfte mich eine meiner Mitschülerinnen mit beleidigenden, vulgären Worten, als ich sie aufforderte, einen Text vorzulesen. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte, und war sprachlos. Nach der Schule sprach ich mit meiner Mutter über diesen Vorfall. Sie sagte, dass immer mehr Schüler fluchen würden, weil die Lehrbücher, die sie in diesem Schulhalbjahr lasen, viele „rote Gene“ enthalten würden – giftige Worte der Kommunistischen Partei. Anstatt wütend zu werden, riet sie mir, solle ich aufrichtige Gedanken aussenden, um die schlechten Faktoren dahinter zu beseitigen.

Durch die Kultivierung habe ich das Fa tiefer verstanden. Seit diesem Vorfall habe ich mein Bestes getan, mich von keinen Umständen aus der Ruhe bringen zu lassen und mich einfach darauf zu konzentrieren, aufrichtige Gedanken auszusenden. Das war etwas, was mir zuvor nicht gelungen war. Dafa hat mich nachsichtiger gemacht.

Veränderungen bei meinen Mitschülerinnen

Die Schüler unserer Klasse wurden in vier Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe trat gegen die anderen an. Alle aus der besten Gruppe erhielten eine Belohnung und alle aus der schlechtesten Gruppe mussten Hausarbeiten erledigen. Ich war einer der Gruppenleiter. Meine Gruppe hatte im letzten Schulhalbjahr fast jede Woche Hausarbeiten zu erledigen, weil wir immer die niedrigsten Punktzahlen erzielten. Diese Ergebnisse ärgerten mich und deshalb zweifelte ich an meinen Führungsqualitäten. Ich war innerlich aufgewühlt und konnte mich weder in der Schule noch zu Hause auf das Lernen konzentrieren. Ich schob die schlechten Ergebnisse auf die unfaire Einteilung unseres Lehrers, die mangelnde Motivation meiner Mitschülerinnen und die Intrigen und Betrügereien der anderen Gruppenleiter. Oft saß ich an meinem Schreibtisch und weinte.

Dann änderte sich die Situation in diesem Halbjahr. Auch meine Gruppenmitglieder änderten sich. Am meisten änderte sich die Person, die vor mir saß.

Diese Mitschülerin ist eine fröhliche Person, aber ihre schulischen Leistungen lagen unter dem Durchschnitt. Sie kam im letzten Schulhalbjahr zu unserer Gruppe. Damals war sie nicht in der Lage, Diktate zu schreiben. Sie lernte keine Texte auswendig, machte keine Hausaufgaben und befolgte keine Ratschläge. Ich wollte sie ersetzen, fand aber niemanden, der ihren Platz einnehmen konnte. Daher begann ich, mich über sie zu ärgern.

In der ersten Woche dieses Schulhalbjahres war ich noch voller Groll. Unsere Gruppe kam mit den Aufgaben nicht voran. Ich fühlte mich ungerecht behandelt und weinte, als ich nach Hause kam. Meine Mutter sagte: „Die Atmosphäre um dich herum spiegelt deinen Kultivierungszustand wider. Wenn du dich nicht fleißig kultivierst, vernachlässigst du deine Pflichten und das führt dazu, dass auch deine Teamkollegen keine guten Leistungen erbringen. Sie sollten nicht zu deinen Sündenböcken werden – sie sind deine Lebewesen!“

Ich beruhigte mich zwar etwas, war aber am nächsten Morgen immer noch schlecht gelaunt. Deshalb zeigte mir meine Mutter vor der Schule einen Artikel aus dem Fa des Meisters. Nachdem ich den Vortrag gelesen hatte, änderte sich meine Einstellung. Ich spürte, dass ich freundlich zu meinen Gruppenmitgliedern sein sollte. Erstaunlicherweise änderten auch sie sich und waren netter zu mir.

In der zweiten Woche ließ ich meine Anhaftungen nach Ruhm und Gewinn hinter mir und konzentrierte mich ganz darauf, meine Arbeit zu erledigen, ohne an irgendwelche Belohnungen zu denken. Auch das Mädchen, dessen Tisch vor meinem stand, veränderte sich. Sie begann, Texte von sich aus zu rezitieren, und trug so zu unserer Punktzahl bei. Ich bat sie, unsere Punktzahl im Auge zu behalten, was sie sehr gut machte. Infolgedessen verbesserten sich unsere Ergebnisse und wir mussten nicht mehr ständig Hausaufgaben erledigen. Später gewann unsere Gruppe sogar einen Preis.

Danach schaute ich nach innen und erkannte, dass ich an Selbstsucht, Eifersucht, Groll und Konkurrenzdenken gehaftet hatte. Tatsächlich hatte ich wegen dieser Anhaftungen das halbe Semester verschwendet. Als ich diese Anhaftungen losließ, verstand ich plötzlich die Bedeutung von „Ohne zu trachten, kommt es von selbst“, was uns der Meister in seinem Vortrag auf der Fa-Erklärung in Sydney 1996 gelehrt hat.