(Minghui.org) Ein Mann in der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning sieht sich erneut einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt, weil er Falun Dafa praktiziert.
Wang Yujie, 63, wurde am 6. Januar 2026 festgenommen, nachdem er von Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Heping sowie der Polizeistation Hunhewan observiert worden war. Gegen Mittag brachten sie ihn nach Hause und führten dort eine Hausdurchsuchung durch. Sie legten ihm Handschellen an und ließen ihn während der Durchsuchung im Freien stehen. Keiner der Beamten trug eine Polizeiuniform; zudem wiesen sie sich weder durch Dienstausweise noch durch einen Durchsuchungsbefehl aus. Seine beiden Computer, sein Drucker, Büromaterialien sowie Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien wurden beschlagnahmt. Seine Ehefrau wurde gezwungen, die Liste der beschlagnahmten Gegenstände zu unterzeichnen.
Die Polizei gab an, dass jemand Wang am 28. Dezember 2025 angezeigt habe, weil er Informationsmaterialien über Falun Dafa auf Autoscheiben platziert hatte. Sie inhaftierten ihn in der Haftanstalt des Bezirks Heping und lehnten den Antrag seiner Familie auf Freilassung gegen Kaution ab.
Am 13. Februar 2026 erließ die Staatsanwaltschaft des Bezirks Hunnan einen formellen Haftbefehl gegen Wang. Diese Staatsanwaltschaft ist für die Bearbeitung von Falun-Dafa-Fällen im Großraum Shenyang zuständig ist. Mit dem Fall wurde Staatsanwalt He Mengyao betraut, der bereits zahlreiche Praktizierende angeklagt hat.
Die Polizei befragte Wangs Frau zu seinen täglichen Aktivitäten und dazu, wie oft er pro Tag das Haus verließe. Kurz darauf übergab sie den Fall an Staatsanwalt He. Das Verfahren zur Anklageerhebung gegen Wang dauert derzeit noch an. Seine Familie hat einen Rechtsbeistand für ihn engagiert.
Vor seiner jüngsten Tortur hatte Wang bereits drei Haftstrafen in Arbeitslagern verbüßt. Weil er eine Strafanzeige gegen den ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin – der die Verfolgung im Jahr 1999 initiiert hatte –, eingereicht hatte, wurde er am 5. Oktober 2015 verhaftet. Am 15. Juni 2016 wurde er vom Bezirksgericht Heping zu zwei Jahren Haft verurteilt. Am 24. November 2016 wurde er in die Justizvollzugsanstalt in Shenyang eingeliefert und vom Eisenbahnamt Shenyang entlassen.
Während Wang seine erste Haftstrafe in einem Arbeitslager verbüßte, verstarb sein Vater infolge der psychischen Belastung.
Seine Tochter wuchs in ständiger Angst auf und war aufgrund seiner wiederholten Inhaftierungen oft von ihm getrennt.
Auch setzte der psychische Druck der Verfolgung der Gesundheit seiner Frau schwer zu. Sie litt unter einer schweren Herzerkrankung, hohem Blutdruck und Diabetes. Wenn Wang zu Hause war, war ihr Zustand meist stabil. Doch jedes Mal, wenn er verhaftet wurde, fühlte sie sich körperlich deutlich schwächer. Während der jüngsten Polizeirazzia war sie völlig verängstigt und zitterte unaufhörlich. Tagelang fand sie keinen Schlaf. Jedes Klopfen an der Tür versetzte sie in Panik.
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