(Minghui.org) In letzter Zeit hatte ich oft ein bestimmtes Gefühl – eine Art Hilflosigkeit, bei der kein Ende abzusehen war. Dazu kamen Leere und Langeweile, die mit diesem Gefühl der Hilflosigkeit einhergingen. Das Leben wiederholte sich Tag für Tag. Ob es um Dinge im Dafa oder um Dinge des gewöhnlichen Lebens ging, ich tat alles, was ich tun sollte. Aber manchmal fragte ich mich: Wo ist das Ende dieses Weges? Wann wird das Fa die Menschenwelt berichtigen? Immer wenn ich daran dachte, stieg in meinem Innern eine leise Traurigkeit auf.
Anfangs nahm ich das nicht ernst. Es waren doch nur ein paar vage Gefühle! Ich dachte, das sei kein Problem und liege nur an meiner Stimmung. Später tauchte dieses Gefühl jedoch immer häufiger auf. Schließlich spürte ich, dass es Zeit war, gründlich nach innen zu schauen: Hatte ich etwas nicht gut gemacht? Hatte ich irgendwo eine Lücke? Doch ich suchte lange hin und her und fand nichts. Da dieses Gefühl weder durch ein bestimmtes Ereignis noch durch eine konkrete Gefühlsregung ausgelöst worden war, glich es allmählich einem feuchten Meeresnebel, der das ganze Jahr über nicht vergeht, und legte sich über mein Raumfeld.
Eines Tages beim Lernen des Fa sah ich, dass der Meister sagte:
„Manche nehmen einige kleine Dinge in der Kultivierung nicht ernst, die aber dann am Ende zu großen Problemen führen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2015, 14.05.2015)
Durch diesen Hinweis des Meisters erkannte ich sofort: Sind Gefühle an sich nicht auch materielle Existenzen? Ich wollte mich entschieden nicht länger auf solche „Gefühle“ einlassen. Welche Langeweile, welche Hilflosigkeit, welche Traurigkeit – all das hatte nichts mit mir zu tun. Sofort fühlte ich mich innerlich erleichtert, und auch mein Raumfeld wurde augenblicklich trocken und klar.
Oft übersehen wir, dass Gefühle selbst ebenfalls eine Form materieller Existenz sind. Auch Erinnerungen gehören dazu; sie alle sind reale materielle Existenzen und Anschauungen. Der Meister sagt:
„Im Kreis der Denker hat es schon immer die Frage gegeben, ob zuerst die Materie oder der Geist da gewesen ist. Darüber ist schon immer diskutiert und debattiert worden. Ich sage euch, in Wirklichkeit sind Materie und Geist eins.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 34)
Gewöhnliche Menschen meinen oft, Gefühle seien keine Materie. In Wirklichkeit ist es aber nicht so. Wir müssen sie klar erkennen, sie zurückweisen und verneinen.
Ich erkannte auch, dass uns im Fa gesagt wird, dass der menschliche Körper ein kleiner Kosmos ist. Tatsächlich vollzieht sich der „Stoffwechsel“ unseres Lebens im Mikrokosmos gerade in dem Prozess, in dem wir fortwährend die Xinxing erhöhen und ungute Anschauungen ablegen. Oberflächlich betrachtet vergeht ein Tag nach dem anderen, scheinbar ganz ruhig. Doch in dem kosmischen Raumfeld, das uns selbst entspricht, findet bereits eine gewaltige und zugleich stetige Erneuerung statt.
Wenn sich zum Beispiel manchmal am Körper ein unrichtiger Zustand zeigte, dachte ich früher einfach, das sei etwas Gutes und der Meister helfe mir gerade, meinen Körper zu reinigen und schlechte Substanzen aus meinem Körper auszuscheiden. Über die dahinterliegende tiefere Bedeutung dachte ich nur selten nach. Höchstens schaute ich einmal nach innen und prüfte, ob ich in letzter Zeit vielleicht Lücken in meiner Xinxing gehabt hatte, die ausgenutzt worden waren. Sobald der oberflächliche Zustand vorüber war, dachte ich nicht weiter darüber nach.
Jetzt denke ich: Ist das nicht gerade der Prozess, in dem mein eigener Körper, mein Raumfeld und der dazugehörige kleine Kosmos eine Erneuerung durchlaufen? Wenn jene schlechten Stoffe und Anschauungen im Prozess von Werden, Bestehen, Verfall und Vernichtung vor ihrer Beseitigung stehen, werden sie sich zwangsläufig wehren und auflehnen. In unserem materiellen Raum zeigt sich das dann als körperliches Unwohlsein oder als jene grundlose innere Kraftlosigkeit und jener gefühlsmäßige „Meeresnebel“. Nachdem ich diese Ebene der Fa -Grundsätze verstanden hatte, wurde mein Herz auf einmal ganz weit und klar: Das ist wirklich etwas sehr Gutes. Unser Kosmos befindet sich auf einem Weg der Erneuerung hin zu noch höheren Ebenen. Was bedeutet da schon ein wenig Leid in diesem Prozess? Wenn jene schlechten Substanzen nicht beseitigt werden, wie könnte dann Gutes hineingelangen? Wo gäbe es denn das Prinzip, nur zu gewinnen und nichts zu verlieren?
Seit ich dies verstanden habe, bin ich noch standhafter geworden, wenn ich solchen falschen Erscheinungen gegenüberstehe, und mein Weg der Kultivierung ist viel ruhiger, gefestigter und gelassener geworden.
Das sind einige meiner persönlichen Erkenntnisse in der Kultivierung. Wenn etwas nicht im Fa sein sollte, bitte ich meine Mitpraktizierenden um barmherzige Korrektur.
Heshi
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