(Minghui.org) Ich war schon immer ein aufrichtiger Mensch, introvertiert und willensstark. Da war nur ein Makel: Ich mochte es nicht, kritisiert zu werden.
Nach einem Konflikt mit einer Kollegin im Jahr 2000 meldete sie mich bei der Vorgesetzten und wollte, dass ich entlassen werde. Ich war sehr besorgt und wurde depressiv. Damals trank und rauchte ich und wusste nicht, was ich tun sollte. Schließlich ging ich sogar zu einem spiritistischen Medium und schaffte mir viele seltsame und beunruhigende Gegenständen an. Beim nächsten Streit, schlug sie mich. In dem Moment griff ich nach dem Gegenstand in ihrer Hand, nahm eine Eisenstange und schlug ihr damit auf den Kopf. Sie begann zu bluten. Vor Schreck fiel ich in Ohnmacht. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, aber aufgrund des starken Blutverlustes überlebte sie nicht. Ich wurde verhaftet und kam in Untersuchungshaft.
Während der Haftzeit nahm mein Leben eine Wendung. Der Direktor sagte mir, ich würde möglicherweise hingerichtet werden. Er wollte, dass ich mich mental darauf vorbereitete. Er bat sogar die Kantine, mir eine besondere Mahlzeit zuzubereiten.
Das Glück, Praktizierende zu treffen
In der Haftanstalt waren auch Falun-Dafa-Praktizierende. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) hatte 1999 begonnen, Falun Dafa und die Praktizierenden zu verfolgen, und viele Praktizierende, sowohl aus der Region als auch von anderswo, wurden in dieser Einrichtung rechtswidrig festgehalten. Ich war mit mehr als 20 von ihnen untergebracht.
In der Situation fühlte ich mich verloren und verwirrt. Angesichts der drohenden Hinrichtung wusste ich nicht, was ich tun sollte. Der Direktor forderte mich auf, die Praktizierenden zu beobachten und sie daran zu hindern, die Übungen zu machen. Sie klärten mich über die wahren Umstände bezüglich Falun Dafa und der Verfolgung auf. Ich sah, wie gütig sie alle waren und wie sie stets an andere dachten. Vor dem Streit mit meiner Kollegin hatte mir mein Mann erzählt, dass ein Paar an seinem Arbeitsplatz aufgehört hatte zu streiten, nachdem sie begonnen hatten, Falun Dafa zu praktizieren. „Das ist doch wundervoll! Eines Tages werde ich es auch lernen“, sagte ich. In unserer Gegend gab es viele Praktizierende, weil der Meister zu uns gekommen war, um das Fa zu lehren.
Ich weiß nicht, was mich dazu veranlasste, die Praktizierenden zu fragen: „Kann Dafa mich erretten?“ – „Du musst wirklich an Dafa glauben. Solange du wirklich glaubst, kann der Meister dir helfen.“ Tief in meinem Inneren wusste ich, dass Dafa gut ist und glaubte wirklich an Dafa und den Meister.
Insgeheim begann ich, den Praktizierenden zu helfen. Daher hielt ich Wache, während sie die Übungen machten, und warnte sie, wenn die Wärter kamen. Außerdem half ich dabei, die handgeschriebenen Schriften zu bewahren und zu schützen. Die Wärter durchsuchten sie, mich jedoch nicht. Ich lernte auch gemeinsam mit ihnen das Fa auswendig. Auf einmal verstand ich die Bedeutung der Lehre – es fühlte sich wirklich so an, als wäre der Buddha gekommen.
Gesegnet durch Falun Dafa
Eines Tages rief mich der Direktor zu sich und teilte mir mit, dass ich nicht hingerichtet werden würde. Allerdings wurde mir die Todesstrafe nicht erlassen – ich erhielt ein Todesurteil mit Aufschub.
Nach der Urteilsverkündung kam ich ins Gefängnis. Mit dabei hatte ich eine handgeschriebene Kopie von Hong Yin, die mir ein Praktizierender gegeben hatte. Während ich mich einer psychiatrischen Begutachtung unterziehen musste, wurde ich im Gefängniskrankenhaus festgehalten. Zu dieser Zeit hatte ich das Buch Zhuan Falun noch nicht vollständig gelesen, daher verstand ich die Kultivierung noch nicht wirklich. Aber ich sehnte mich zutiefst danach, die Lehre des Meisters zu hören – auch wenn es nur ein einziger Satz war. Ich schätzte jedes Wort sehr.
Später wurde ich damit beauftragt, Falun-Dafa-Praktizierende zu bewachen, und außerdem mit der Reinigung des Gebäudes betraut, was mir mehr Gelegenheiten gab, mit ihnen in Kontakt zu treten. Wenn neue Insassen kamen, prüfte ich, ob sich darunter Praktizierende befanden. Während ich putzte, sprach ich leise mit ihnen und bat sie, mir Passagen aus dem Fa beizubringen, an die sie sich erinnerten. In diesen Jahren lernte ich den größten Teil von Hong Yin und Essentielles für weitere Fortschritte sowie die ersten 200 Wörter des Zhuan Falun auswendig. Um mit einer Praktizierenden zu sprechen, lehnten wir uns aus zwei offenen Fenstern und taten so, als würden wir über das Wetter reden, während sie mir beibrachte, das Fa zu rezitieren.
Häufig unterhielt ich mich heimlich mit Praktizierenden, um mehr vom Fa auswendig zu lernen. Eine Praktizierende sagte mir, ich hätte genug auswendig gelernt und müsse mich nur an die Leitprinzipien von Falun Dafa halten: Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.
Eine Praktizierende trat in den Hungerstreik, um gegen die Verfolgung zu protestieren, und wurde brutal zwangsernährt. Der Maisbrei, den sie ihr gaben, war nicht gekocht. Deshalb kaufte ich Milchpulver und fügte es dem Brei hinzu, um ihr zu helfen. Ein Mitgefangener meldete dies dem Wachpersonal, und mir wurde für lange Zeit der Einkauf von Gegenständen untersagt. Ein anderes Mal hielt ich eine Mitgefangene davon ab, eine Praktizierende zu misshandeln. Es gab viele solche Vorfälle, bei denen ich Praktizierende beschützte. Die Wärter bemerkten, dass ich gerne mit Praktizierenden zusammen war, daher vermied ich eine Zeit lang den Kontakt zu ihnen.
Mein Todesurteil mit Aufschub wurde umgewandelt und später wurde die Haftstrafe um fünf Jahre verkürzt; ich wurde vorzeitig entlassen.
Der Beginn des Praktizierens von Falun Dafa
Nach meiner Entlassung half mir meine Familie dabei, eine Stelle als Reinigungskraft zu finden. Ich hoffte weiterhin, Praktizierende zu finden, traute mich aber nicht, die Leute direkt zu fragen, ob sie praktizierten. Stattdessen beobachtete ich die Menschen, und wenn jemand freundlich war, fragte ich, ob er den Buddhismus praktizieren würde. Schließlich wies mich eines Tages ein Arbeitskollege auf einen älteren Mann mit weißem Haar hin, der vorbeiging. Er sei ein Dafa-Praktizierender, der oft Informationsmaterialien verteilte. Aber ich traute mich nicht, ihn vor anderen anzusprechen. Ich wollte eine passende Gelegenheit abwarten, um ihn allein zu treffen – ich sah ihn nie wieder. Schließlich traf ich eine Praktizierende und bat sie, mir zu helfen, einen vollständigen Satz Dafa-Bücher zu beschaffen.
Durch die Fügung des Meisters arbeitete ich später als Kindermädchen, was mir viel Zeit gab, das Fa zu lernen. Begeistert las ich alle Schriften des Meisters. Da wusste ich, dass ich kein gewöhnlicher Mensch mehr war – ich hatte das Fa wirklich erlangt.
Während meiner Zeit als Reinigungskraft wurde ich zur Teamleiterin befördert. Dadurch erhielt ich Zugang zu den Namen und Telefonnummern aller Teamleiter sowie zu den Kontaktdaten der Vorgesetzten der Reinigungsabteilung. Diese Informationen kopierte ich und gab sie an andere Praktizierende weiter, die sie dann an Praktizierende im Ausland schickten. Ich hoffte, dass die Praktizierenden im Ausland diese Leute anrufen und ihnen von Falun Dafa erzählen würden.
Zu dieser Zeit ermutigte die Stadtreinigung ihre Mitarbeiter, Karten zu sammeln, die Software zur Umgehung der Internetsperre enthielten und von Dafa-Praktizierenden verteilt wurden. Die Mitarbeiter erhielten 10 Cent pro Karte. Ich bot ihnen stattdessen 50 Cent pro Karte an, sodass die Mitarbeiter die Karten an mich verkauften. Ich gab die Karten dann an die Praktizierenden weiter, die mit den Menschen sprachen und die wahren Umstände der Verfolgung aufklärten.
Wo immer ich arbeitete, schätzten mich die Menschen sehr. Eine Schulleiterin weinte, als ich ging, und sagte, ich hätte ihre Familie zum Besseren verändert. Das war die Gelegenheit ihr ein Exemplar des Zhuan Falun zu schenken. Für mich war es nichts Besonderes – ich wusste, dass es Dafa war, das mich verändert und meinen moralischen Maßstab angehoben hatte.
Es war die Aufrichtigkeit der Praktizierenden, die mich wieder zum Leben erweckte. Dann schenkte mir der Meister ein zweites Leben. Und ich werde diese Barmherzigkeit mit noch mehr Menschen teilen.
Als ich ein klareres Verständnis von Dafa gewann, wurde mir bewusst, dass ich eine Mission hatte: den Menschen die Fakten über Dafa zu erläutern und dem Meister dabei zu helfen, sie zu erretten. Zunächst war ich zu schüchtern, um zu sprechen. Mehrere Tage lang saß ich am Straßenrand und traute mich nicht, die Leute anzusprechen. Immer wieder ging ich hinaus und kam zurück, einfach unfähig, den Mund aufzumachen. Schließlich konnte ich es überwinden.
Jetzt helfe ich jeden Tag Menschen dabei, die Fakten über Dafa zu erfahren und drei Austritte aus der KPCh zu vollziehen.
Mein Leben nahm eine wundersame Wendung, weil ich das Glück hatte, auf die einmalige Gelegenheit zu stoßen, dass der Meister Dafa verbreitet. Mein Leben wurde wahrhaftig vom Meister errettet. Ich kann die Gnade des Meisters nur dadurch zurückzahlen, dass ich die drei Dinge gut mache.
Danke, Meister! Ich bin Ihnen auf ewig dankbar!
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