(Minghui.org) Meine Mutter, die bereits über 80 Jahre alt ist, hat in den letzten Jahren allmählich begonnen, sich im Falun Dafa zu kultivieren. Allerdings fällt es ihr schwer, ihr Krankheitskarma zu überwinden. Früher litt sie an einem Darmverschluss. Nachdem sie mit der Kultivierung begonnen hatte, traten bei ihr häufige Symptome wie Bauchschmerzen und Blähungen auf. Sie hielt dann einige Tage durch, wurde aber unruhig und wollte schließlich doch ins Krankenhaus gehen.

Einmal sagte sie mir, dass sich die „Luftblase“ in ihrem Bauch so groß wie eine Faust anfühle. Ich antwortete: „Du bist jetzt eine Kultivierende. Warum denkst du, dass es eine Luftblase ist und nicht eine Xinxing -Prüfung?“ Kurz darauf bemerkte ich, dass auch ich im Unterbauch eine Luftblase hatte. Anfangs war sie so groß wie eine Faust, dann wurde sie allmählich größer. Wenn ich auf dem Rücken lag, sah mein Bauch aus, als würde sich ein halber Basketball darin befinden. Wenn ich mich im Spiegel von der Seite betrachtete, sah es aus, als wäre ich im vierten oder fünften Monat schwanger. Es gab ansonsten keine weiteren Symptome, und ich hatte keine Beschwerden. Dennoch war ich etwas ratlos.

Ich habe mich immer allein kultiviert und kenne nur einen weiteren Praktizierenden, der jedoch nicht in meiner Stadt lebt. Ich rief ihn an, um mich mit ihm auszutauschen. Er sagte: „Du musst vorsichtig sein. Meine Frau hatte vor einigen Jahren die gleichen Symptome wie du. In ihrem Bauch wuchs ein großer Tumor, und sie musste operiert werden. Zuerst wurde die Flüssigkeit abgesaugt, dann wurde die Haut entfernt …“ Nach diesem Gespräch war ich völlig verwirrt.

Bei der Kultivierung ist es nicht entscheidend, ob wir etwas richtig verstehen oder nicht, denn die Kultivierung ist ein Prozess. Aber ich wusste, dass dies definitiv keine Krankheit war! Was hatte ich also falsch gemacht? Lag es daran, dass ich meinen Mund nicht gut kultiviert hatte als ich selbstgefällig zu meiner Mutter sagte: „Du bist jetzt eine Kultivierende. Warum denkst du, dass es eine Luftblase ist und nicht eine Xinxing-Prüfung?“ Doch so einfach schien es nicht zu sein. Als ich in letzter Zeit Erfahrungsberichte auf Minghui las, suchten alle nach ihren grundlegenden Anhaftungen. Sollte ich also auch nach meiner grundlegenden Anhaftung suchen?

Im Jahr 2004 hatte mir ein Kollege eine digitale Version des Zhuan Falun gegeben. Ich las das Buch und fand es sehr gut. Es lehrt die Menschen, gut zu sein. Allerdings hatte ich ansonsten kein besonderes Gefühl oder irgendwelche Erkenntnisse. Später wurde ich schwanger, bekam ein Kind und las das Buch nicht mehr. Erst 2007, als mein Kind zwei Jahre alt wurde, kam mir plötzlich der Gedanke, das Zhuan Falun erneut zu lesen. Dieses Mal hatte ich nach dem Lesen das Gefühl, plötzlich etwas verstanden zu haben. Ich las das Buch immer wieder mit unstillbarem Verlangen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann meine damals neu erlangten Erkenntnisse nicht in Worte fassen, es war eher eine Art gefühlsmäßiges Verständnis.

Als ich das Fa gerade erhalten hatte, legte ich großen Wert auf das Fa-Lernen. Ich setzte mir selbst das Ziel, jeden Tag eine bestimmte Anzahl von Seiten zu lesen und das Buch innerhalb einer festgelegten Zeit einmal durchzulesen. Ich hoffte sogar, dass mein Kind früher einschlafen würde, damit ich die verbleibende Zeit zum Lesen nutzen konnte. Meine anfänglichen Gedanken waren sehr einfach und rein. Ich empfand das Buch als so großartig, dass ich nicht genug davon bekommen konnte und immer mehr lesen wollte.

Mit der Zeit bemerkte ich jedoch, dass das Fa-Lernen immer mehr zu einer Aufgabe wurde, die ich erledigen musste, vor allem, weil ich eigensinnig an der Anzahl der gelesenen Durchgänge festhielt. Ich setzte mir Ziele wie 100, 500 oder 1.000 Durchgänge. Ich achtete nur noch auf die Quantität und nicht auf die Qualität. Beim Lesen schweiften meine Gedanken oft ab, mein Kopf war voller alltäglicher Dinge, sodass das Fa-Lernen zu einer routinemäßigen Aufgabe wurde, die ich mir selbst auferlegt hatte.

Warum legte ich so großen Wert drauf, wie oft ich das Buch durchgelesen hatte? Es lag vielleicht daran, dass ich das Fa erst spät erhalten hatte und dachte, fleißiges Fa-Lernen bedeute, dass ich schnell mit dem Fortschritt der Fa-Berichtigung aufholen könnte. Das war an sich nicht falsch. Doch als ich tiefer nach innen schaute, erkannte ich Anhaftungen wie den Wunsch sich mit anderen zu vergleichen, Unzufriedenheit und ein starkes Konkurrenzdenken. Oberflächlich gesehen kultivierte ich mich zwar fleißig, doch meine Absichten beim Fa-Lernen waren nicht aufrichtig. Da ich das Fa mit Anhaftungen lernte, waren meine Gedanken nicht mehr so rein wie zuvor. Egal wie oft ich das Buch las, ich hatte das Fa möglicherweise nicht wirklich erhalten. War das meine grundlegende Anhaftung? Es schien nicht ganz so zu sein.

Ich bin eine alleinerziehende Mutter. Nach der Scheidung zog ich unser Kind allein groß, das eine grenzwertige Intelligenz hat und an Epilepsie leidet. Nur ich weiß wirklich, wie schwer dieser Weg war. Immer wenn ich auf Probleme stieß, dachte ich: „Zum Glück kultiviere ich mich im Falun Dafa, denn dadurch kann ich die Fa-Grundsätze verstehen. Ohne Dafa hätte ich all diese Leiden vielleicht nicht ertragen können.“ Damals hielt ich diese Gedanken für richtig. Doch jetzt erkenne ich, dass diese Schwierigkeiten speziell arrangierte Prüfungen waren, die meine Anhaftungen beseitigen sollten, damit ich mich erhöhte. Ich betrachtete sie jedoch als Leiden eines gewöhnlichen Menschen und nutzte die Fa-Grundsätze nur, um diese Leiden zu ertragen. Ich behandelte Dafa wie eine spirituelle Stütze. Ist das nicht meine grundlegende Anhaftung? Ja, aber auch das schien nicht alles zu sein.

Ich habe weder eine angesehene Arbeit noch ein gutes Einkommen, weder eine intakte Familie noch ein gesundes Kind. Aus den Fa-Grundsätzen verstehe ich, dass für Kultivierende alles einen Grund hat und dass „Ruhm, Gewinn und Gefühle“ losgelassen werden müssen. Dennoch beneide ich oft andere. Ich empfinde das Leben als ungerecht und fühle mich manchmal minderwertig. Dadurch wird meine Kultivierung zu einem Mittel, um mein „inneres Gleichgewicht“ zu suchen und zu beweisen: „Eigentlich bin ich euch allen überlegen.“ In Wirklichkeit benutzte ich Dafa, um meine menschlichen Anhaftungen zu befriedigen! Ist das nicht genau das Festhalten an meiner grundlegenden Anhaftung? Im Grunde habe ich mich selbst nie wirklich als Kultivierende betrachtet!

Meine grundlegende Anhaftung ist die Anhaftung an mein menschliches Leben! Ich halte an einem sogenannten guten Leben in der Menschenwelt fest! Ich möchte diese Anhaftung loslassen! Kultivierung ist ernsthaft. Ich möchte das Fa mit reinem Herzen lernen, fleißig vorankommen und den Zustand erreichen, das Fa anhand des Fa zu verstehen. Ich möchte alles Weltliche loslassen und mich stets daran erinnern, dass ich eine Kultivierende bin, Probleme aus der Perspektive einer Kultivierenden betrachten und eine wahre Dafa-Praktizierende werden.

Dies sind einige meiner Erkenntnisse auf meiner derzeitigen Ebene. Ich möchte sie gerne mit meinen Mitpraktizierenden teilen. Bitte weist mich freundlich darauf hin, wenn etwas noch verbessert werden kann.