(Minghui.org) Ein 53-jähriger Mann aus der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning soll Mitte Mai 2026 wegen seines Glaubens an Falun Dafa vor Gericht gestellt werden.

Kong Gang wurde am 9. Dezember 2025 verhaftet; am 16. Januar 2026 erließ die Staatsanwaltschaft der Stadt Xinmin einen formellen Haftbefehl gegen ihn. Es ist unklar, wann Staatsanwalt Zhang Yue Anklage gegen ihn erhob. Xinmin untersteht der Verwaltung der Stadt Shenyang.

Das Gericht der Stadt Xinmin setzte den Verhandlungstermin zunächst für den 8. Mai 2026 an, verschob ihn jedoch später auf Mitte Mai (genaues Datum unbekannt).

Kongs Schwester und sein 82-jähriger Vater reisten kürzlich zum Gericht der Stadt Xinmin, um Anträge einzureichen, ihn als nicht-anwaltliche Verteidiger zu vertreten. Der Gerichtspräsident Ji Xingdong, die Vizepräsidentin Lin Shujing und der vorsitzende Richter Yang Meng gestatteten Vater und Tochter nicht, Kopien der Akten anzufertigen – „weil Herr Kongs Anwalt bereits Kopien erstellt habe“. Laut Gesetz haben sowohl Anwälte als auch nicht-anwaltliche Verteidiger das Recht, Akten zu fotokopieren.

Die Richter lehnten zudem den Antrag der Familie ab, Kong in der Haftanstalt des Bezirks Sujiatun zu besuchen, da es „keinen Präzedenzfall dafür gebe, dass nicht-anwaltliche Verteidiger ihre Mandanten treffen“. Sie „versprachen“, den Antrag zu einem späteren Zeitpunkt vom Richterkollegium erörtern zu lassen.

Kongs Vater, der an einer Herzinsuffizienz im Endstadium leidet, erlitt durch den Rechtsbruch des Gerichts einen schweren Schock und musste sich nach seiner Rückkehr zu Hause in stationäre Behandlung begeben. Seit der Verhaftung seines Sohnes im Dezember 2025 war er bereits mehrfach im Krankenhaus gewesen. Trotz seines geschwächten Gesundheitszustands setzte er sich unermüdlich dafür ein, Gerechtigkeit für seinen Sohn zu erlangen. Im Februar 2026 versandte er einen offenen Brief an die zuständigen Behörden, in dem er die Freilassung seines Sohnes forderte.

Vor der jüngsten Welle der Verfolgung war Kong im Jahr 2001 zu einer Haftstrafe in einem Arbeitslager von unbekannter Dauer verurteilt worden; am 4. Mai 2016 folgte eine weitere Verurteilung zu drei Jahren Gefängnis. Einzelheiten zu seiner früheren Verfolgung sowie zu seiner jüngsten Verhaftung sind den entsprechenden Berichten zu entnehmen.

Frühere Berichte:

Nach drei Jahren Gefängnis steht Falun-Gong-Praktizierender nun erneut vor einer Anklage (Provinz Liaoning)

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