(Minghui.org) Nachdem im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa begonnen hatte, reiste ich nach Peking, denn ich wollte die Menschen über die Fakten aufklären bezüglich der Verfolgung, und Gerechtigkeit für Dafa fordern. Nach meiner Rückkehr nach Hause fand ich keinen inneren Frieden, es schmerzte mich zutiefst, zu sehen, wie der Meister öffentlich verleumdet und die Praktizierenden verfolgt wurden. So beschloss ich, erneut nach Peking zu gehen.
Als ich auf dem Platz des Himmlischen Friedens ankam, waren die Sicherheitsvorkehrungen extrem streng. Ich traf dort auf mehrere Mitpraktizierende, die anmerkten, dass das Bestätigen des Fa viele Formen annehmen könne, und nicht zwangsläufig bedeute, auf den Platz zu gehen.
Inspiriert davon kaufte ich Papier und Klebstoff und begann, entlang der Straßen und Gassen in der Nähe eines Supermarktes Botschaften anzubringen: „Falun Dafa ist gut!“ „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut!“ „Stellt die Gerechtigkeit für Falun Dafa wieder her!“ Viele Menschen blieben stehen, um sie zu lesen. Jemand las sie sogar laut vor und lobte unser Engagement. Ich wünschte ihm eine glänzende Zukunft.
Während ich weitere Botschaften anbrachte, wurde ich von Beamten angehalten und auf eine Polizeiwache gebracht. Ich erklärte ihnen ruhig, dass ich vor Beginn meiner Kultivierung an vielen chronischen Krankheiten gelitten hatte. Doch dank Dafa seien sie alle verschwunden. Ich erzählte ihnen auch, dass ich durch das Praktizieren von Dafa zu einem besseren Menschen geworden sei, der andere mit Güte behandle und selbstlos sei. Eine Polizistin war zu Tränen gerührt: „Sie sind so ein gütiger Mensch. Falun Dafa ist wirklich gut!“ Sie schlug den anderen Beamten sogar vor, mich freizulassen.
Anschließend wurde ich zu einem regionalen Militärhauptquartier in Peking gebracht. Dort sprach ich mit einem Offizier, der eine buddhistische Gebetskette trug. Ich sagte zu ihm: „Ich praktiziere Falun Gong. Wir beide gehören der buddhistischen Schule an, und unsere Kultivierungsziele sind dieselben. Dass wir uns gerade hier begegnen, muss eine Schicksalsverbindung aus unseren früheren Leben sein! Ich möchte, dass Sie wissen: Falun Dafa lehrt die Menschen, gute Menschen zu sein!“ Er hörte mir respektvoll zu und sagte, er werde versuchen, diese Botschaft weiterzugeben.
Meine Vision während der Haft
Später wurde ich in meine Heimatregion zurückgebracht und in einer Untersuchungshaftanstalt inhaftiert. Mehr als 20 Mitpraktizierende befanden sich dort bereits in Haft. Trotz der harschen Umgebung studierten lasen wir gemeinsam das Fa, machten die Übungen, tauschten uns über unsere Erkenntnisse aus und ermutigten einander, uns zu erhöhen.
Jeden Morgen erinnerten uns sogar Häftlinge, die keine Falun-Dafa-Praktizierenden waren: „Es ist Zeit für die Gruppenübung.“ In diesen Momenten konnten wir spüren, wie die aufrichtigen Gedanken von uns Praktizierenden die Umgebung um uns herum still und leise veränderten.
Eines Tages wurden alle Praktizierenden in eine große Halle geführt. Man brachte eine Gruppe von Menschen herein, die durch die Propaganda gegen Dafa irregeführt worden waren und falsche Ansichten entwickelt hatten. Sie machten Versuche, uns „umzuerziehen“. Doch unser Glaube an den Meister und an Dafa war unerschütterlich. Einer nach dem anderen widerlegten wir ihre Behauptungen auf ruhige und vernünftige Weise. Schon bald waren sie sprachlos und zogen wieder ab.
In jener Nacht sah ich – in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen – eine bemerkenswerte Szene: Über dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking erstreckten sich, ausgehend von der Vorderseite einer Bühne mit einem Rednerpult, Reihe um Reihe goldbraune Sitze in die Höhe. Jeder Sitz war durch eine goldene Schnur mit dem Mikrofon auf der Bühne verbunden. Ich sah mich selbst hoch oben sitzen und blickte auf alles herab.
In diesem Augenblick trat von der rechten Seite der Bühne ein Mann in einem langen Gewand hervor; mit ernster Haltung streckte er seine Hände nach rechts aus – eine respektvolle Geste der Begrüßung. Dann erschien aus der Mitte der Plattform der Meister; jener Meister, den unzählige Jünger so sehr herbeigesehnt hatten.
Mit vor der Brust zusammengelegten Händen grüßte uns der Meister: „Ich grüße einen jeden von euch!“
Seine Stimme klang kraftvoll und hallte über den gesamten Platz, es war herzerwärmend. Ich brach in Tränen aus und rief laut: „Der Meister ist zurückgekehrt! Der Meister ist zurückgekehrt!“
Zur selben Zeit riefen auch Mitpraktizierende – Schicht um Schicht durch die Himmel hindurch – unter Tränen der Freude: „Der Meister ist zurückgekehrt! Der Meister ist zurückgekehrt!“
Es schien mir, als würden die Flüsse und Meere, die Berge und Ebenen und sogar die Himmel selbst denselben Ruf widerhallen lassen: „Der Meister ist zurückgekehrt! Der Meister ist zurückgekehrt!“
In jenem Augenblick verstand ich, dass der Meister auf diese Weise seine Jünger ermutigte und bestätigte, dass das, was wir getan hatten, richtig war. Ganz gleich, wie die Umstände auch sein mögen: Der Meister wacht stets über seine Jünger und beschützt sie!
Bedrohungen furchtlos begegnen
Eines Tages riefen uns die Wärter in die Werkstatt. Drinnen befanden sich mehr als ein Dutzend Polizisten, ausgerüstet mit Maschinengewehren, Pistolen und sogar Handgranaten. Plötzlich dröhnte eine Stimme aus dem Lautsprecher: „Nehmt eure Positionen ein!“ Daraufhin hörten wir das Geräusch vom Durchladen der Waffen und dem Einlegen von Magazinen.
In diesem Augenblick wurde eine Frau vom Haupteingang her in die Werkstatt gestoßen. Sie taumelte einige Schritte und brach dann zusammen. Es handelte sich um eine Mitpraktizierende, die ehemalige Sekretärin eines Militärkommandanten, die wegen ihres Praktizierens von Falun Dafa brutal verfolgt worden war. Ihr Gesicht war blutüberströmt. Langsam hob sie den Kopf vom Boden und blickte uns mit einem ruhigen Lächeln an.
Ein bewaffneter Beamter brüllte: „Ihr habt das alle gesehen! Wenn ihr euch weiterhin weigert zu kooperieren und stur bleibt, wird es euer Ende sein!“ Daraufhin wurde die Frau aus der Werkstatt geschleift.
Kurz darauf ertönte aus dem Lautsprecher ein weiterer Befehl: „Beginnt mit der Exekution!“
Die Polizisten umzingelten uns rasch. Einer nach dem anderen richtete seine Waffe auf die einzelnen Praktizierenden. Die Stimme aus dem Lautsprecher fuhr fort: „Hört genau zu! Ihr habt eine halbe Stunde Bedenkzeit. Wer am Leben bleiben will, muss vortreten. Andernfalls gibt es für euch kein Morgen mehr!“
Wir fassten uns an den Händen und rezitierten die Lehre des Meisters:
„Wenn du ein wahrer Kultivierender bist, wird dich unser Falun beschützen. Ich bin im Kosmos verwurzelt. Wenn dir jemand Schaden zufügen könnte, könnte er auch mir Schaden zufügen. Ganz deutlich ausgedrückt, könnte er auch dem Kosmos Schaden zufügen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 55)
In jenem Augenblick spürte ich, dass unser Energiefeld unvergleichlich aufrichtig und kraftvoll war; es durchdrang Schichten der Dunkelheit und durchströmte den gesamten Kosmos. Nach Ablauf der halben Stunde war niemand hervorgetreten. Wir waren durch unseren großartigen Meister gestärkt worden. Unsere Angst war verflogen. Es gab nur noch das Dafa, nur noch den Meister und nur noch Barmherzigkeit!
Jeder Praktizierende hatte im tiefsten Innern diesen Gedanken: „Auch ihr Beamten seid kostbare Leben, die für das Fa auf diese Welt gekommen sind. Wir hoffen, dass ihr Recht von Unrecht unterscheiden könnt, keine Verbrechen gegen das Dafa begeht und eure Fehler wiedergutmacht, damit auch ihr errettet werdet und eine strahlende Zukunft vor euch habt.“ Die Beamten befahlen uns daraufhin, uns zu den Arbeitstischen zu begeben, auf denen Papier und Stifte bereitlagen. Nicht eine einzige Person schrieb auch nur ein Wort der Verleumdung gegen Dafa. Der niederträchtige Plan der Polizei.
Wenn ich auf meine mehr als 30 Jahre der Kultivierung zurückblicke, gewinne ich folgende Erkenntnisse: Die grenzenlose Barmherzigkeit und die Gnade des Meisters sind mit Worten nicht zu beschreiben und können niemals vergolten werden. Er beschützt und erleuchtet seine Jünger unablässig, trägt Leid und Trübsale an unserer statt und ermutigt uns, aufrichtige Gedanken zu bewahren und aufrichtig zu handeln.
Dafa-Jünger sollten allen Menschen gegenüber Barmherzigkeit zeigen. Alle Wesen sind es wert, errettet zu werden. Das Verhältnis zwischen Dafa-Jüngern und jenen, die sich an der Verfolgung beteiligen, ist nicht das von Opfer und Verfolger, sondern das von Erretter und Errettetem.
Solange wir starke aufrichtige Gedanken und Barmherzigkeit bewahren, können selbst jene, die Unrecht begehen, berührt werden und ihr Gewissen wiederfinden.
Als Dafa-Praktizierende sollten wir unsere menschlichen Anhaftungen loslassen, Barrieren beseitigen und ein vereinigtes Ganzes bilden. Die Kraft einer solchen Einheit ist unermesslich und unzerstörbar, sie vermag alles Böse aufzulösen!
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.