(Minghui.org) Die Universität für Wissenschaft und Technologie Hubei ist eine Hochschule in der Stadt Xianning, Provinz Hubei. Bevor die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa startete, unterhielt die Universität auf ihrem Campus einen Übungsort für Falun Dafa. Nach Beginn der Verfolgung wandte sich die Universität gegen den Übungsweg. Dieser Bericht beleuchtet die jüngste Beteiligung der Universität an der Verfolgung.
Seit Yan Yingzi (+86-8907240018, +86-715-8151118) im Januar 2021 das Amt der Parteisekretärin der Universität übernahm, zwingt sie jeden Studenten, im Winter und im Sommer eine Erklärung zu unterzeichnen. In dieser muss er geloben, sich an keinen „Sektenaktivitäten“ zu beteiligen. Wenngleich Falun Dafa in dieser Erklärung nicht ausdrücklich erwähnt wird, ist allgemein bekannt, dass die Anklage, die zur Kriminalisierung von Falun-Dafa-Praktizierenden herangezogen wird, darin besteht, sie würden „eine Sektenorganisation nutzen, um die Strafverfolgung zu untergraben“.
Seit dem Frühjahr 2025 wurde drei Fakultätsmitgliedern die Lehrtätigkeit untersagt. Es handelt sich um die Professorin Yan Qin vom Fachbereich Fremdsprachen, Dr. Li Mincai, den leiter eines pathologischen Labors sowie Professor Zheng Guanghua vom Fachbereich medizinische Bildgebung. Verantwortlich hierfür sind die bereits erwähnte Parteisekretärin Yan Yingzi, der Disziplinarsekretär der Universität Yan Wenjun sowie drei Angehörige der „Anti-Sekten-Brigade“ der Anti-Terror-Einheit des Bezirks Xian’an – namentlich Hauptmann Song Jun, Teamleiter Kan und der politische Sekretär Xu Fuming.
Am 17. Februar 2025 veröffentlichten das Komitee für Politik und Recht und das Polizeipräsidium der Stadt Xianning gemeinsam eine Bekanntmachung mit dem Titel „Vorläufige Maßnahmen zur Belohnung der Meldung illegaler und krimineller Aktivitäten von Sektenorganisationen“. Die beiden Behörden veranstalteten am 30. September 2025 gemeinsam mit dem Polizeipräsidium des Bezirks Xian’an und der Abteilung für Einheitsfrontarbeit der Stadt Xianning eine Kampagne im Stil eines Jahrmarkts unter dem Motto „Wissenschaft fördern – Sekten bekämpfen“ an der Universität. Die Veranstaltung richtete sich an die Erstsemesterstudenten, die alle dazu verpflichtet wurden, ein großes, rotes Transparent zu unterzeichnen.
Am 10. Dezember 2025 starteten diese Regierungsbehörden an der Universität eine Kampagne zur „Aufklärung über Sektenbekämpfung und nationale Sicherheit an Hochschulen und Universitäten“. Die Hochschule zwang alle Studenten, Propagandatafeln, Transparente und Broschüren zu lesen. Zudem wurden die Studenten dazu verpflichtet, Transparente zu unterzeichnen und dem Social-Media-Konto der chinesischen Organisation zur Sektenbekämpfung beizutreten.
Am 26. Februar 2026 erließ Lu Shejie (+86-715-8102965, +86-15872845520), Leiter der IT-Abteilung der Universität, eine campusweite „Mitteilung zur Standardisierung der Nutzung der Campus-Netzwerke“. Diese untersagt es Studenten, Dozenten und Mitarbeitern, Firewalls für den Zugriff auf ausländische Websites zu verwenden. Lu ist KI-Experte und leitender Ingenieur, der an der Universität für Wissenschaft und Technologie Huazhong in Informationssicherheit promoviert hat.
Diese Bekanntmachung erfolgte, nachdem das Ministerium für Staatssicherheit in den vergangenen Jahren mehrere Tausend Fälle aufgedeckt hatte, in denen Studenten und Beschäftigte der Universität Hubei Firewalls nutzten. Es wies das Bildungsamt der Provinz Hubei an, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das Amt wiederum ordnete an, dass die Universität Beschränkungen einführen müsse. Daraufhin veröffentlichte die IT-Abteilung der Universität die besagte Bekanntmachung. In dieser wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Internetnutzungsdaten aller Studenten und Beschäftigten automatisch für einen Zeitraum von 18 Monaten gespeichert würden, um etwaige künftige Ermittlungen zu unterstützen.
Am 3. April 2026 erschienen plötzlich Beamte der Polizeistation Wenquan, um die Labore der Universität zu inspizieren. Einem Insider zufolge schloss die Polizei die Überwachungskameras in den Laborgebäuden an ihr eigenes System an. Auf diese Weise konnte die Polizei Falun-Dafa-Praktizierende, die dort arbeiten, überwachen, ohne selbst den Campus betreten zu müssen.
Am 16. April 2026 veröffentlichte die Universität eine Mitteilung, in der alle Studenten und Mitarbeiter aufgefordert wurden, sich unter Verwendung ihres Ausweises sowie der letzten sechs Ziffern ihrer Mobilfunknummer im Campusnetzwerk anzumelden. Zudem mussten sie ihre Anmeldung alle 15 Stunden aktualisieren; andernfalls war es ihnen nicht mehr möglich, das Campusnetzwerk über ihre Mobiltelefone zu nutzen.
Am 20. April 2026 gab die Universität eine weitere Mitteilung heraus, die jeden Mitarbeiter dazu verpflichtete, die Daten seines Computers zu registrieren – einschließlich der Nutzer und des physischen Standorts des Geräts, des Hardwaretyps, der Marke, des Modells, der Seriennummer der Festplatte sowie der physischen Ethernet-Adresse (einer eindeutigen 48-Bit-Kennung, die einem Netzwerkadapter vom Hersteller zugewiesen wird).
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