(Minghui.org) Der US-Kongress und die Congressional-Executive Commission on China (Kongress-Exekutivkommission für China) hielten am 14. Mai 2026 eine Anhörung über die erzwungene Organentnahme durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ab. Die Redner der Anhörung verurteilten das Regime scharf wegen der Organentnahmen an lebenden Falun-Gong-Praktizierenden, Uiguren und anderen Gewissensgefangenen. Sie riefen die USA sowie die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese Praktiken beenden zu helfen.

Mord unter dem Deckmantel der Medizin

Der Abgeordnete Chris Smith, Co-Vorsitzender der Kommission, verurteilte die Verbrechen der KPCh im Zusammenhang mit der Organentnahme an lebenden Menschen aufs Schärfste und bezeichnete diese als „Mord unter dem Deckmantel der Medizin“. Zudem appellierte er an den US-Senat, den „Stop Forced Organ Harvesting Act“ (Gesetz zur Beendigung der erzwungenen Organentnahme) so bald wie möglich zu verabschieden.

Der Abgeordnete Chris Smith, Co-Vorsitzender der Kongress-Exekutivkommission für China, spricht am 14. Mai 2026 während der Anhörung über die von der KPCh betriebene erzwungene Organentnahme an Gewissensgefangenen

In seinen Eröffnungsworten erinnerte Smith an einen Vorfall in Peking, bei dem ein Mikrofon versehentlich eingeschaltet geblieben war und ein Gespräch zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un einfing – ein Gespräch, in dem es um Organtransplantationen und die Möglichkeit ging, „150 Jahre alt zu werden“. Smith erklärte: „Das war kein makabrer Smalltalk unter alternden Diktatoren. Es war ein Blick hinter den Vorhang – ein Einblick in eine Welt, in der Menschen wie austauschbare Ersatzteile behandelt werden können, um das Leben von Autokraten zu verlängern. Doch erzwungene Organentnahme ist keine Heilung; sie ist Mord, der sich als Medizin tarnt.“

Smith wies darauf hin, dass „die heutige Kommission eine der barbarischsten Menschenrechtsgräueltaten unserer Zeit untersucht: die erzwungene Entnahme von Organen an Gewissensgefangenen, Todeskandidaten und anderen schutzbedürftigen Personen – insbesondere im kommunistischen China“.

Er betonte, dass ethische Organtransplantationen etwas Edles und Lebensrettendes seien, das Vorgehen der KPCh jedoch das genaue Gegenteil darstelle. „Es ist die Verwandlung von Inhaftierten und Verfolgten in bloße Lagerbestände. Herzen, Lebern, Nieren, Lungen, Hornhäute – den Lebenden entnommen, an Verzweifelte verkauft, verborgen hinter Krankenhausmauern und geschützt durch Geheimhaltung, Korruption, Angst und staatliche Macht.“

Er merkte an, dass es rückblickend bereits viele Anhörungen im US-Kongress gegeben habe, die sich insbesondere auf die Verfolgung von Falun Gong konzentriert hätten. Seither seien die Beweise für die Organentnahme „noch beunruhigender, detaillierter und überzeugender“ geworden. Der Abgeordnete erklärte, die hartnäckigsten Vorwürfe hätten sich zunächst auf Falun-Gong-Praktizierende konzentriert – friedliche Menschen, die den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen würden und die von der KPCh gezielt zur Ausrottung und zum Völkermord ins Visier genommen worden seien. Später seien immer mehr Beweise hinzugekommen, die Uiguren, Tibeter, Christen, Todeskandidaten und andere betroffen hätten, welche als Staatseigentum behandelt würden.

Smith appellierte erneut an den US-Kongress, den „Stop Forced Organ Harvesting Act“ (Gesetz zur Beendigung des erzwungenen Organraubs) zu verabschieden, dessen Einbringung er maßgeblich unterstützt. Er wies darauf hin, dass das Repräsentantenhaus diesen Gesetzentwurf bereits zweimal mit überwältigender parteiübergreifender Unterstützung verabschiedet habe – zuletzt im vergangenen Jahr, als die Vorlage H.R. 1503 mit 400 zu 1 Stimmen angenommen wurde. Jedoch stecke das Gesetz nun im Senat fest. Das Gesetz würde den erzwungenen Organhandel unter Strafe stellen, harte Sanktionen gegen die Täter verhängen, eine Berichtspflicht einführen, die Erteilung von Visa verweigern und Strafen von bis zu 20 Jahren Haft sowie Geldbußen von bis zu einer Million US-Dollar für jene vorsehen, die sich an derartigen Gräueltaten beteiligen.

Smith betonte, dass es sich bei dem Gesetzentwurf nicht bloß um eine Pressemitteilung handele, sondern um ein rechtlich durchsetzbares politisches Instrument. „Es sendet eine klare Botschaft an Makler, Menschenhändler, korrupte Beamte, mitschuldige Ärzte, Krankenhäuser, Forscher, Versicherer und Mittelsmänner: Wenn Sie direkt oder indirekt von erzwungenen Transplantationen profitieren, riskieren Sie Ihr Geld, Ihr Visum, Ihren Zugang zu den USA und sogar Ihre Freiheit. Denn wenn wir Sie fassen, werden Sie für diese abscheulichen Praktiken ins Gefängnis kommen.“

Ehemaliger Botschafter für Religionsfreiheit: Wir müssen uns über das wahre Wesen der KP Chinas im Klaren sein

Sam Brownback, ehemaliger Sonderbotschafter für internationale Religionsfreiheit und früherer Gouverneur von Kansas, erklärte in seiner Rede: Während die Mitglieder des Kongresses sowie jene, die sich bereits seit Langem intensiv mit Menschenrechtsfragen befassen, über jahrzehntelanges Wissen hinsichtlich des von der KPCh betriebenen erzwungenen Organraubs verfügen, sei die breite Öffentlichkeit mit diesen Themen bislang kaum vertraut.

Sam Brownback, ehemaliger Sonderbotschafter für internationale Religionsfreiheit und ehemaliger Gouverneur von Kansas, spricht während der Anhörung

„Man muss der Öffentlichkeit diese Dinge förmlich unter die Nase reiben, damit sie es begreift. Und sobald sie es begriffen hat, wird sie fragen: ‚Was sollen wir tun?‘“, folgerte Brownback.

Er berichtete, dass er gestern mit Mihrigul Tursun zusammengetroffen sei, einer Überlebenden eines Zwangsarbeitslagers für Uiguren. Sie war von der KPCh inhaftiert und brutal gefoltert worden. Gegen Ende ihrer Haftzeit wurde ihr gesagt: „Du kannst dir aussuchen, wie du sterben willst: Wir erschießen dich mit drei Kugeln – wobei wir dir die Kosten für diese Kugeln, eine beträchtliche Summe Geld, in Rechnung stellen werden – oder du unterschreibst die Abtretung deines Lebens und deiner Organe.“

Brownback erklärte, dass religiöse Gruppen, die von der KPCh verfolgt würden, die Hauptziele des Organraubs an lebenden Menschen seien. Zu diesen Gruppen gehören auch Falun-Gong-Praktizierende; sie werden systematisch anhand biometrischer Merkmale erfasst und wegen ihrer Organe ermordet. Dies werde in gleicher Weise auch an den Uiguren verübt. „Diese Vorwürfe sind derart grauenhaft, dass es den Menschen schwerfällt, sie überhaupt zu fassen. Doch dies geschieht tatsächlich – es hat bereits stattgefunden und findet nach wie vor statt.“

Er rief die USA dazu auf, eine globale Koalition aus Regierungen, Wissenschaftlern, medizinischen und finanziellen Institutionen sowie religiösen Gruppen anzuführen. Diese solle die erzwungene Organentnahme offen verurteilen und konkrete Schritte unternehmen, um die internationale Mittäterschaft an diesen Praktiken zu beenden.

„Es ist entsetzlich. In einer modernen Welt darf es dafür keinen Platz geben“, konstatierte er.

Falun-Gong-Praktizierende werden auf Bestellung getötet

Jan Jekielek, Autor des kürzlich erschienenen Buches „Killed to Order“ (Auf Bestellung getötet), erklärte in seiner Zeugenaussage, dass das von der KPCh etablierte System der Organentnahme an lebenden Menschen „systemisch und industrialisiert“ sei.

Jan Jekielek, leitender Redakteur der Epoch Times und Autor des Buches „Killed to Order“, spricht im Rahmen der Anhörung

Jekielek erklärte: „Was in China geschieht, ist etwas weitaus Systemischeres und Industrialisierteres als der Organhandel auf Schwarzmärkten, an den man gemeinhin denken mag. Es handelt sich um die staatlich geförderte Tötung eigener Bürger durch das kommunistische China – auf Abruf und zur Versorgung einer milliardenschweren Transplantationsindustrie.“

Was steht hinter dem Versprechen: „Warten Sie ein paar Wochen, und Sie erhalten ein Organ“

Jekielek schilderte einen Fall aus seinem Buch „Killed to Order“, in dem eine deutsche Frau mit einer seltenen Blutgruppe innerhalb kurzer Zeit drei Lebertransplantationen in China erhielt. Er wies darauf hin, dass Organe in ethisch fundierten Transplantationssystemen wie etwa in den USA typischerweise von Opfern schwerer Unfälle stammen, wobei dabei Blutgruppe und histologische Merkmale übereinstimmen müssen. Folglich ist das Angebot an geeigneten Organen für jene, die eines benötigen, stets weitaus geringer als die Nachfrage.

„Doch in China werden die Wartezeiten oft nicht in Jahren oder Monaten, sondern in Wochen oder gar Tagen angegeben“, so Jekielek.

Eine Organdatenbank

Jekielek erläuterte, dass die KPCh mit Beginn der Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999 und der Einstufung von Falun-Gong-Praktizierenden als Ziele, die „ausgemerzt werden müssen“, den Weg für das System der „Tötung auf Abruf“ zum Zwecke der Organentnahme an lebenden Menschen geebnet habe. Eine große Anzahl von Falun-Gong-Praktizierenden, die sich weigern würden, ihren Glauben aufzugeben, würde widerrechtlich inhaftiert.

Des Weiteren berichtete er, was jahrelange Untersuchungen ergeben hätten: Inhaftierte Falun-Gong-Praktizierende würden ungewöhnlich häufigen Bluttests, körperlichen Untersuchungen und Organtests unterzogen. Diese Tests würden nicht therapeutischen Zwecken, sondern dem Aufbau einer riesigen, landesweiten Organdatenbank dienen. Sobald eine Transplantation erforderlich sei – sei es für ein Mitglied der Elite oder für einen ausländischen „Transplantationstouristen“ –, könne ein passendes Organ ermittelt und ein Opfer gezielt getötet werden.

Er wies darauf hin, dass Chinas Organhandel um das Jahr 2000 herum rasant angewachsen sei – ein Zeitraum, der zeitlich mit der Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh zusammenfalle. Zahlreiche Falun-Gong-Praktizierende, die aus China geflohen seien, hätten bezeugt, dass sie während ihrer Haftzeit wiederholt Bluttests und körperlichen Untersuchungen unterzogen worden seien.

Jekielek merkte abschließend an, dass die KPCh diese Gräueltaten in den letzten Jahren auch auf die Uiguren ausgeweitet habe.

Ethan Gutmann deckt die Verbrechen der zwangsweisen Organentnahme auf

Ethan Gutmann, ein Autor und Ermittler, der seit vielen Jahren Untersuchungen zur Organentnahme in China durchführt, kam bei der Anhörung ebenfalls zu Wort.

Ethan Gutmann, Autor und Ermittler auf dem Gebiet der erzwungenen Organentnahmen, spricht im Rahmen der Anhörung

Unter Verweis auf die Aussagen zahlreicher Hauptzeugen berichtete Gutmann, dass ein chinesischer Arzt bereits in den Anfangsjahren der Ermittlungen eingeräumt habe: „Alle Organe stammen von Falun-Gong-Praktizierenden.“ Zeugen, die aus China geflohen seien, hätten zudem enthüllt, dass bei etlichen inhaftierten Falun-Gong-Praktizierenden Blutproben entnommen worden seien und diese untersucht und dann gekennzeichnet würden, bevor die Praktizierenden spurlos verschwinden seien. Es bestehe der Verdacht, dass sie als Organspender ausgewählt wurden.

Er wies darauf hin, dass sich Ähnliches in den Konzentrationslagern in Xinjiang ereigne, wo eine große Anzahl von Uiguren inhaftiert sei. Ein Zeuge, der früher in diesen Lagern tätig war, berichtete, dass die medizinischen Akten einiger Häftlinge markiert gewesen seien – ein Umstand, der darauf hindeute, dass diese möglicherweise als Organspender fungieren sollten.

Gutmann erklärte, Falun-Gong-Praktizierende würden die Hauptzielgruppe der Verfolgung und der gewaltsamen Organentnahmen durch die KPCh darstellen, da sie an ihrem Glauben an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht festhalten. Er appellierte an die USA, den Gesetzentwurf zur „Beendigung der erzwungenen Organentnahme“ (Stop Forced Organ Harvesting) schnellstmöglich zu verabschieden, um dieser fortdauernden Menschenrechtsgräueltat ein Ende zu setzen.