(Minghui.org) Am 17. Mai 2026 feierten Falun-Dafa-Praktizierende in Amsterdam den Welt-Falun-Dafa-Tag mit einer Kundgebung und einem Umzug. Die Praktizierenden stammten aus mehr als zwölf europäischen Ländern, darunter die Niederlande, Belgien, Deutschland, Tschechien, Serbien und die Schweiz.

Harry van Bommel, ehemaliges Mitglied des niederländischen Repräsentantenhauses, sprach auf der Kundgebung anlässlich dieses Gedenktages.

Der Umzug umfasste die Tian Guo Marching Band, „Feen“, einen Löwentanz, eine Hüfttrommelgruppe sowie eine Transparentengruppe. Er begann am Dam-Platz, zogen am Kloveniersburgwal entlang – der sich auf der östlichen Seite des Amsterdamer Stadtzentrums befindet –, passierte den Nieuwmarkt, Chinatown und das Damrak vor dem Hauptbahnhof, und kehrte schließlich zum Dam-Platz zurück.

Zahlreiche Zuschauer säumten die Straßen. Fast 800 Personen unterzeichneten eine Petition zur Unterstützung von Falun Dafa. Mindestens zehn Chinesen erklärten ihren Austritt aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) sowie deren angeschlossenen Organisationen.

Parade in Amsterdam am 17. Mai 2026 zur Feier des Welt-Falun-Dafa-Tages

Ehemaliger Abgeordneter nimmt an der Kundgebung teil

Harry van Bommel, ehemaliges Mitglied des niederländischen Repräsentantenhauses, spricht auf der Kundgebung

Harry van Bommel unterstützte die Bemühungen der Praktizierenden, die Verfolgung aufzudecken.

Auf der Kundgebung sagte er: „Falun-Gong-Praktizierende in China leiden unter der langjährigen Verfolgung durch die KPCh. Ich fordere die niederländische Regierung auf, diesem Thema Beachtung zu schenken. Ich hoffe, dass die Falun-Gong-Praktizierenden eine Petition einreichen, in der sie um anhaltende Aufmerksamkeit für die Verfolgung in China bitten.“

Harry van Bommel veröffentlicht Neuigkeiten auf seinem Facebook-Konto

Er erklärte, er freue sich, an der Kundgebung teilzunehmen: „Es ist ermutigend, Praktizierende auf dem Dam-Platz zu sehen. Falun Gong ist eine riesige Gruppe mit breiter Unterstützung. Wir sprechen hier über ein immenses Thema, das nicht nur China betrifft, sondern viele Menschen auf der ganzen Welt.“

Er hatte sich im vergangenen Jahr in Amsterdam Shen Yun angesehen und war beeindruckt. „Shen Yun verbindet Menschen durch Musik und Tanz. Es hilft den Menschen dabei, von der Verfolgung durch die KPCh sowie von der staatlich geförderten Zwangsorganentnahme zu erfahren. Viele Niederländer hatten das Gefühl, diese Angelegenheiten lägen weit außerhalb ihres eigenen Lebens – und es mangelte ihnen daher an ausreichendem Bewusstsein –, doch diese künstlerische Darbietung erwies sich als äußerst erfolgreich. Die Sensibilisierung für dieses Thema war bemerkenswert wirksam.“

Er hofft, dass die niederländische Regierung der Verfolgung Beachtung schenkt und ein Gesetz verabschiedet, das dem im US-Repräsentantenhaus verabschiedeten „Falun-Gong-Schutzgesetz“ ähnelt. Er rief weitere Niederländer dazu auf, die erzwungene Organentnahme zu verurteilen, und bezeichnete diese als ein Verbrechen gegen die Menschheit.

Zudem veröffentlichte er Fotos der Veranstaltung sowie seine Rede auf Facebook, damit noch mehr Menschen auf dieses Thema aufmerksam werden.

Hoffen, dass mehr Menschen von der Verfolgung erfahren

Liudmila Orupe und ihre beiden Söhne

Liudmila Orupe und ihre beiden Söhne nehmen an der Parade teil

Liudmila Orupe aus Russland reiste von Halver in Deutschland nach Amsterdam. Sie brachte ihre beiden Söhne mit zur Parade. Ihr Mann schob einen Kinderwagen, in dem ihr jüngster Sohn saß, und sie folgten dem Festzug.

Liudmila interessierte sich bereits als Kind für die östliche Kultur. Im Jahr 2008 lernte sie in Changchun (China) Chinesisch. Mit dem Praktizieren von Falun Dafa begann sie im Jahr 2009, nachdem sie die positiven Veränderungen bei ihrer Mutter beobachtet hatte, die diese nach dem Beginn des Praktizierens erlebte.

In ihrer Jugend hatte sich Liudmila einer Beinoperation unterzogen, die bei ihr eine anhaltende Taubheit hinterließ. Nachdem sie begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, verschwanden diese Symptome allmählich.

Sie sagte, die Verfolgung in China müsse aufhören und die Unterdrückung von Falun Dafa in Russland müsse ein Ende haben. Sie und ihre Familie nehmen aktiv an Kundgebungen und Umzügen teil. Am Samstag nahmen sie am Umzug in Frankfurt teil und fuhren anschließend über drei Stunden nach Amsterdam. Ihre Kinder lieben die Tian Guo Marching Band und schauen sich gerne den Löwentanz an.

„Viele gute Menschen in China werden verfolgt, und das muss aufgedeckt werden“, so Liudmila. Sie hofft, dass immer mehr Menschen von Falun Dafa erfahren und sich der Verfolgung bewusst werden.

Zuschauer erfahren mehr über Falun Dafa

Arielle (Mitte) und ihre Mutter, Natalia (rechts)

Arielle und ihre Mutter Natalia fühlten sich von der Tian Guo Marching Band angezogen. Sie betrachteten die Informationstafeln, um mehr über Dafa zu erfahren.

Arielle meinte, die Werte Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht „passen zu allen Menschen und Kulturen“.

Die Beiden erklärten, dass sie zuvor nichts über Falun Dafa gewusst hätten, jedoch traurig seien, die Informationen über die Verfolgung zu lesen. „Es ist schrecklich“, sagte Natalia. Sie unterzeichneten die Petition und äußerten die Hoffnung, dass die Verfolgung bald enden würde. Natalia äußerte: „Davon wusste ich nichts. Es ist schrecklich.“

Cécile (2.v.r.) aus Paris, Frankreich, und ihre Kinder

Cécile erklärte, dass sie auf ihren Reisen durch verschiedene Länder viele Formen des friedlichen Protestes erlebe. Die Falun-Dafa-Aktivitäten auf dem zentralen Platz von Amsterdam empfand sie jedoch als noch offener und freier. „Für mich verkörpert dies die Meinungsfreiheit. Jeder hat das Recht, der Welt jede beliebige Botschaft mitzuteilen, die er möchte.“

Als sie erfuhr, dass die Veranstaltung anlässlich des Welt-Falun-Dafa-Tages stattfand und dass die Praktizierenden den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen, um bessere Menschen zu werden, sagte Cécile, diese Prinzipien seien großartig.

Überrascht war sie, als sie hörte, dass Falun Dafa im Jahr 1992 eingeführt wurde und in über 100 Ländern praktiziert wird. Darüber werde sie sich nach ihrer Rückkehr nach Hause näher informieren.

Sie erklärte, es sei das erste Mal gewesen, dass sie von der Verfolgung in China gehört habe. „Diese [Verfolgung] bereitet mir Unbehagen“, so Cécile.

Sie und ihre Kinder planten, noch am selben Tag nach Frankreich zurückzukehren. Es habe ihr sehr gutgetan, zum Abschluss ihrer Reise eine solch friedliche und aufrichtige Darbietung zu sehen, meinte sie, und sie sei von Amsterdam nun noch mehr beeindruckt.