(Minghui.org) Am 26. April 2026 unterzeichnete eine slowakische Filialleiterin eine Petition auf dem Rybné-Platz in Bratislava. „Solche [friedlichen] Proteste sind gerechtfertigt; die Menschen kämpfen für ihre Rechte. Das hat eine lange Tradition“, sagte sie.
Bei dem Protest, von dem sie sprach, handelte es sich um den „Appell vom 25. April“, den Falun-Dafa-Praktizierende im Jahr 1999 veranstaltet hatten. Um des Mutes und der Güte ihrer Mitpraktizierenden in China zu gedenken, würdigen Praktizierende auf der ganzen Welt dieses Ereignis jedes Jahr, indem sie rund um den 25. April friedliche Proteste abhalten. In diesem Jahr organisierten slowakische Praktizierende zwei Veranstaltungen in Bratislava. Die erste am 23. April vor der chinesischen Botschaft und die zweite am 26. April auf dem Rybné-Platz.
Am 23. April 2026 erinnern Falun-Dafa-Praktizierende vor der chinesischen Botschaft in Bratislava an den Appell vom 25. April 1999
Veranstalter: Der 25. April ist eine Inspiration für alle
In seiner Rede am 23. April vor der chinesischen Botschaft beschrieb Marek Tatarko, Vorsitzender des Slowakischen Falun Dafa Vereins, den friedlichen Appell und das, worum die Praktizierenden damals baten.
Am 23. April 2026 hält Marek Tatarko, Vorsitzender der Slowakischen Falun Dafa Vereins, eine Rede auf einer Veranstaltung zum Gedenken an den Appell vom 25. April 1999
Am Morgen des 25. April 1999 begannen sich mehr als 10.000 Falun-Dafa-Praktizierende in geordneter Weise vor dem staatlichen Petitionsbüro in Peking zu versammeln – unweit von Zhongnanhai, dem zentralen Sitz der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Sie forderten die Wiederherstellung eines offenen Umfeldes für das Praktizieren von Falun Dafa, das sie viele Jahre lang genossen hatten. Sie forderten zudem die Freilassung von 45 Praktizierenden, die kurz zuvor in der nahegelegenen Stadt Tianjin verhaftet worden waren.
Die Praktizierenden verhielten sich diszipliniert und säuberten, bevor sie abends wieder aufbrachen, das Gelände; sie sammelten sogar den Müll vom Boden auf. Dies wurde später als „der größte und vernünftigste Appell“ seit der Machtübernahme der KPCh bezeichnet. Doch die verzerrte Logik der KPCh, die die Popularität von Falun Dafa nicht hinnehmen konnte, stellte diese friedliche Versammlung später fälschlicherweise als eine „Belagerung“ von Zhongnanhai dar. Die staatlichen Medien setzten daraufhin eine umfassende Propagandakampagne in Gang, die das Ereignis verurteilte und dabei nicht nur die Menschen in China, sondern auch im Ausland täuschte.
„Heute gedenken wir dieses Ereignisses so, wie es sich tatsächlich zugetragen hat: als eine friedliche Versammlung angesichts eines brutalen totalitären Regimes. Ein Ereignis, das ein Katalysator für einen Wandel in der Haltung der chinesischen kommunistischen Führung gegenüber Falun Dafa hätte sein können. Doch das Regime nahm dieses positive Signal nicht an, sondern leitete drei Monate später eine landesweite Verfolgung von Falun Dafa ein.“
Abschließend bemerkte er, dass die Botschaft des 25. April für ihn persönlich von großer Bedeutung sei, da „Menschen mit Güte im Herzen auf Unrecht hingewiesen haben – was uns allen als große Inspiration und als Vorbild dienen kann, dem wir nacheifern sollten.“
Passanten: Praktizierende hatten „das Recht“, am 25. April zu appellieren
Drei Tage später, am Sonntagnachmittag des 26. April, fand auf dem Rybné-Platz in Bratislava eine Aktion statt, bei der sich Interessierte über die Verfolgung von Falun Dafa informieren konnten. Zudem hatten sie die Gelegenheit, die Falun-Dafa-Übungen zu sehen und eine Petition zu unterzeichnen, die ein Ende der Verfolgung forderte. Viele äußerten nach der Unterzeichnung der Petition ihre Ansichten zu dem friedlichen Appell vom 25. April in Peking.
Frau North aus den Niederlanden, die im Rechnungswesen tätig ist, sagte nach der Unterzeichnung der Petition: „Ich glaube, dass alle gleiche Rechte haben sollte, und ich finde, wir sollten füreinander einstehen.“ Sie schätze die Informationsarbeit der Praktizierenden, fügte sie noch hinzu.
In Bezug auf den friedlichen Appell vom 25. April in Peking meinte sie: „Die Menschen hatten das Recht dazu. Unter einem diktatorischen Regime ist die Sache jedoch kompliziert.“
North wurde von Frau Feide begleitet, die ebenfalls aus den Niederlanden stammt. Sie sagte: „Wir hatten noch nie von dieser Verfolgung gehört. Ich glaube, wenn mehr Menschen davon erfahren würden, könnte das helfen.“ Abschließend äußerte sie: „Ich glaube, eines Tages werden wir gewinnen.“
Frau Mathia, eine Erasmus-Studentin aus Montenegro, erklärte nach der Unterzeichnung der Petition: „Diese Petition unterstützt eine gute Sache.“ Mathia unterstützt Menschen, die für ihre Rechte kämpfen, und ist der Ansicht, dass man sich selbst treu bleiben sollte.
Amerikanische Touristen: Menschen sollten nicht wegen ihres Glaubens verfolgt werden
Andere Passanten erfuhren bei der Veranstaltung zum ersten Mal von Falun Dafa und stellten fest, dass es viele jener Werte vertritt, an die auch sie glauben.
Frau Nela wollte den verfolgten Praktizierenden helfen, indem sie die Petition unterzeichnete. In Bezug auf die Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – meinte sie: „Wir brauchen sie wie das Salz. Besonders Wahrhaftigkeit und Güte.“ Sie wünschte den Verfolgten, dass sich ihre Situation eines Tages verbessern möge, dass die Unterdrückung ende, dass sie Meinungsfreiheit erhielten und dass niemand sie einschränke.
Auch Frau Michaligová fühlte sich den Werten von Falun Dafa verbunden und sagte: „Das Leben ist einfacher, wenn die Menschen die Wahrheit sagen. Lügen führen nur zu Problemen.“ Sie unterstützte die Praktizierenden in China, die wegen ihres Glaubens an diese Werte Verfolgung ausgesetzt sind, indem sie die Petition unterzeichnete, und erklärte: „Wir stehen hinter euch.“
Seam, ein IT-Ingenieur aus den Vereinigten Staaten, unterzeichnete die Petition, weil er es ablehnt, dass Menschen in die Freiheit anderer eingreifen.
„China besitzt eine der ältesten Zivilisationen der Welt. Es hat uns vieles geschenkt, und dies ist eines davon. Menschen sollten deswegen nicht verfolgt werden. Wir müssen solche Dinge unterstützen. Sie können das Leben der Menschen verbessern. Heutzutage leiden viele Menschen unter Depressionen und ähnlichen Problemen; dies könnte ihnen helfen. Ich halte das, was Sie tun, für wichtig“, sagte er.
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