(Minghui.org) Eine Einwohnerin der Stadt Longkou, Provinz Shandong, wurde am 23. März 2026 verhaftet, nur weil sie mit anderen über die anhaltende Verfolgung ihres Glaubens an Falun Dafa durch das chinesische kommunistische Regime gesprochen hatte. Als sie die Polizei aufforderte, die Kautionsauflage aufzuheben und das Verfahren gegen sie einzustellen, drohte ihr die Polizei mit einer Gefängnisstrafe.

Beamte der Polizeistation Shiliang sowie Guo Fudui, Leiter der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Longkou, durchsuchten die Wohnung der über 70-jährigen Xiu Junhuan und nahmen sie fest.

Guo verhörte Xiu auf der Polizeistation und nahm gewaltsam ihre Hand- und Fingerabdrücke. Gegen 18 Uhr wurde sie gegen Kaution freigelassen.

Am 11. April wurde Xiu von der Polizei vorgeladen. Dort forderten die Beamten sie auf, auf Anweisung der für die Stadt Longkou zuständigen Behörden in Yantai ein bestimmtes Dokument zu unterschreiben. Xiu weigerte sich. Sie wies darauf hin, dass Falun Dafa nicht auf der vom Ministerium für öffentliche Sicherheit veröffentlichten Liste der als „Sektenorganisationen“ eingestuften Gruppen stehe und dass sie daher nicht wegen ihres Glaubens verfolgt werden dürfe. Daraufhin verlangten die Polizeibeamten von ihr Belege zur Untermauerung ihrer Aussage.

Am 15. April begab sich Xiu mit den entsprechenden Dokumenten zur Polizeistation. Dort befahl ein Beamter ihr dennoch, ihre Fallakte zu unterschreiben. Sie lehnte dies weiterhin beharrlich ab und fragte nach seinem Namen. Dieser gab lediglich an, dass sein Nachname „Liu“ sei.

Nachdem sie die Polizeistation verlassen hatte, sandte Xiu ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft und an das Gericht der Stadt Longkou. Darin forderte sie die Behörden auf, die Auflagen zur Freilassung gegen Kaution aufzuheben und das Verfahren gegen sie einzustellen.

Einen Tag später, am 16. April, ging Xiu wieder zur Polizeistation und versuchte erneut, die Fakten hinsichtlich Falun Dafa klarzustellen. Die Beamten weigerten sich, ihr zuzuhören, machten jedoch Anstalten, sie zu filmen. Xiu kooperierte nicht.

Am 17. April suchten zwei Beamte Xiu in ihrer Wohnung auf. Sie stießen sie in ihren Streifenwagen und brachten sie zur Staatsanwaltschaft der Stadt Longkou.

Dort angekommen fragte ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Xiu: „Werden Sie dafür bezahlt? Haben Sie einen Anführer?“ Xiu verneinte beide Fragen.

„Sie gelten als Anführerin, wenn Sie selbst Falun Dafa praktizieren. Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Angesichts Ihres Alters können wir Sie freilassen, wenn Sie eine Erklärung schreiben, in der Sie versprechen, nicht mehr Falun Dafa zu praktizieren. Wenn Sie sich weigern, werden wir Ihren Fall nach Yantai weiterleiten und dafür sorgen, dass Sie zu einer Haftstrafe verurteilt werden.“

Der Beamte drohte Xiu zudem, dass ihr Enkelsohn möglicherweise nicht zum Studium zugelassen würde, falls sie Falun Dafa nicht abschwöre. Xiu weigerte sich weiterhin standhaft.

Guo verhörte Xiu ebenfalls und versuchte herauszufinden, wie sie das Schreiben verfasst hatte, das sie an die Staatsanwaltschaft geschickt hatte. Er drohte: „Allein aufgrund dieses Briefes kann ich Sie ins Gefängnis bringen.“

Der Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft versuchte, Xius Fingerabdrücke zu nehmen und sie zu fotografieren. Aber sie kooperierte nicht.

Xiu wurde noch am selben Nachmittag freigelassen.

Früherer Bericht:

Neun Praktizierende festgenommen (Stadt Longkou, Provinz Shandong)