(Minghui.org) Huang Xiangui, 83, ist wohnhaft in der Stadt Lechang in der Provinz Guangdong. Sie war während der Verbüßung einer fünfjährigen Haftstrafe wegen des Praktizierens von Falun Dafa gesundheitlich schwer beeinträchtigt. Die Gefängnisbehörden zwangen sie dennoch dazu, ihre Strafe vollständig abzusitzen.
Vor ihrer letzten Verhaftung am 5. April 2019 war Huang gesund gewesen, was sie dem Praktizieren von Falun Dafa verdankte. Die Misshandlungen, denen sie im Gefängnis ausgesetzt war, schädigten jedoch ihre Gesundheit. Sie bekam diverse Symptome und litt unter Sehverlust sowie Schlaflosigkeit. Anfang 2025 war sie bereits bettlägerig, dennoch weigerten sich die Gefängnisbehörden, sie auf Bewährung zu entlassen. Am 5. April 2026, nach Ablauf ihrer Haftstrafe, wurde sie vom örtlichen Straßenkomitee abgeholt. Man setzte sie zu Hause ab und ließ sie – ungeachtet ihres gesundheitlichen Zustandes – ohne jegliche Betreuung zurück.
Huangs Mann starb am 29. August 2019, zwei Monate, nachdem ihre Tochter, Chen Pingzhen, wegen des Praktizierens von Falun Dafa verhaftet worden war. Chen wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ihren Angehörigen wurde nicht mitgeteilt, wo sie inhaftiert war. Ihre Haftstrafe hätte im August 2024 enden sollen, doch ihr Verbleib ist nach wie vor unbekannt.
Bereits vor Huangs jüngster Haftstrafe war sie wegen ihres Glaubens wiederholt ins Visier der Behörden geraten. Im Jahr 2001 war sie zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am 10. Oktober 2007 nahmen die Beamten Han Guangjun und Cui Zixiang von der Polizeistation Pingnan sie in ihrer Wohnung fest. Als ihre Familie die Polizeistation aufsuchte, um ihre Freilassung zu erwirken, forderte einer der Beamten sie heraus, die Polizei doch zu verklagen.
Huang wurde am 19. November 2007 in das Arbeitslager Sanshui verlegt, wo sie dort eine Haftstrafe von unbekannter Dauer verbüßen musste. Später wurde sie zweimal – in den Jahren 2015 und 2019 – für jeweils 15 Tage inhaftiert.
Ihrer jüngsten Festnahme ging eine Festnahme Anfang April 2020 voraus. Am 3. Dezember desselben Jahres wurde sie gegen Kaution freigelassen. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Lechang erließ am 6. April 2021 einen formellen Haftbefehl gegen sie, woraufhin sie noch am selben Tag erneut in Gewahrsam genommen wurde. Ende August 2021 verurteilte das Stadtgericht Lechang sie zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren sowie zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Yuan (ca. 1.200 Euro). Ihre Berufung wurde am 3. Dezember 2021 vom Mittleren Gericht der Stadt Shaoguan zurückgewiesen. Anschließend wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Guangdong eingeliefert, das für die Misshandlung von Falun-Dafa-Praktizierenden berüchtigt ist. Informationen zu den an Praktizierenden angewandten Foltermethoden sind im ersten der verlinkten Berichte aufgeführt.
Frühere Berichte:
Was sich hinter der Fassade des Frauengefängnisses von Guangdong abspielt – weitere Informationen
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