(Minghui.org) Eine 61-jährige Frau wurde am 24. März 2026 gegen 22:30 Uhr in Peking verhaftet. Beamte der Polizeistation Miaocheng schlugen ein Fenster ein und drangen in ihre Wohnung ein.

Sie durchsuchten Wu Guoqins Wohnung und beschlagnahmten ihren Computer, Drucker, ihr Telefon und ihre Falun-Dafa-Bücher. Keiner der Beamten zeigte einen Ausweis oder einen Durchsuchungsbefehl. Wu wurde noch am selben Abend zur Polizeistation Miaocheng gebracht und zwei Tage später in die Haftanstalt des Bezirks Shunyi verlegt, wo sie seitdem festgehalten wird.

Wu war wegen ihres Glaubens an Falun Dafa, den sie seit 1997 praktiziert, ins Visier genommen worden. Sie schreibt die Genesung ihrer Krankheiten wie Blutarmut, niedrige Blutplättchenzahl, Tuberkulose und Sinusitis Falun Dafa zu. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa initiiert hatte, hielt Wu an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt zur Zielscheibe.

Vor ihrer jüngsten Verhaftung war Wu bereits dreimal festgenommen worden. Sie verbüßte eineinhalb Jahre in einem Zwangsarbeitslager und eine zweijährige Haftstrafe. Ihr Mann ließ sich aufgrund der Verfolgung von ihr scheiden. Wu verlor außerdem ihre Arbeitsstelle und musste ihren Lebensunterhalt fortan mit Reinigungsarbeiten in einer Wohnanlage bestreiten.

Einzelheiten zur früheren Verfolgung

Wu wurde am 15. Oktober 2001 von Beamten der Polizeistation Miaocheng verhaftet. Ihr Arbeitgeber kündigte ihr und entzog ihr alle Leistungen. Nach einer Woche Gehirnwäsche wurde sie zu eineinhalb Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt. Aufgrund des Drucks der Verfolgung ließ sich ihr Mann von ihr scheiden. Wus Vater war durch die Inhaftierung seiner Tochter derart traumatisiert, dass er einen Schlaganfall erlitt. Er wurde arbeitsunfähig und verstarb im Sommer 2004.

Als Wu am 20. April 2016 frühmorgens den Müll rausbrachte, wurde sie von Polizisten, die sich vor ihrem Haus postiert hatten, festgenommen. Sie legten ihr Handschellen an und führten sie ab. Mehrere Beamte durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ein Abspielgerät, ein Mobiltelefon, mehrere Falun-Dafa-Bücher und andere persönliche Gegenstände. Wu wurde einen Monat lang im Gefängnis des Bezirks Chaoyang festgehalten.

Am 10. August 2022 wurde sie um 7:20 Uhr im Zuge einer Polizeirazzia zusammen mit 21 anderen Falun-Dafa-Praktizierenden erneut verhaftet. Die Beamten beschlagnahmten ihren Computer, ihren Drucker, ihr Mobiltelefon, ein Lautsprecher, ihre Falun-Dafa-Bücher, USB-Sticks und Speicherkarten. Wu wurde in der Haftanstalt des Bezirks Huairou festgehalten und später vom Bezirksgericht Huairou zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) verurteilt.

Am 20. April 2023 wurde sie in das Pekinger Frauengefängnis verlegt und in der Dritten Abteilung untergebracht, in der Falun-Dafa-Praktizierende am härtesten verfolgt werden. Am 6. November 2023 verlegte man sie in eine reguläre Abteilung, wo sie unentgeltliche Arbeit verrichten musste. Am 9. August 2024 wurde sie freigelassen.

Wieder zu Hause wurde Wu weiterhin von der Polizei der Stadt Miaocheng schikaniert. Am 26. November 2024 gegen 19 Uhr wurde sie von den Beamten Wang Bingyin und Sun Zuolun belästigt. Am 25. April 2025 gegen 18:30 Uhr klopften Wang und ein weiterer Beamter erneut an ihre Tür und verlangten ihre Telefonnummer. Am 10. Dezember um 15 Uhr standen Wang und der stellvertretende Polizeichef Qin Zhen abermals vor ihrer Wohnungstür, aber Wu war nicht zu Hause. Sie kamen nach 17 Uhr zurück, um sie zu schikanieren.

Frühere Berichte:

Weitere Informationen zur Verfolgung in der 3. Abteilung des Pekinger Frauengefängnisses

Die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden in der dritten Abteilung des Pekinger Frauengefängnisses

Misshandlungen von Falun-Dafa-Praktizierenden in zwei Pekinger Gefängnissen

Falun-Dafa-Praktizierende im Pekinger Frauengefängnis gefoltert – Aufenthaltsort von Xu Na unbekannt