(Minghui.org) Chu Zhanfeng, 63, aus dem Kreis Changling, Provinz Jilin, wurde am 25. April 2026 in der Stadt Daqing, Provinz Heilongjiang, festgenommen, nur weil sie Falun Dafa praktiziert.
Chu war vor einigen Jahren nach Heilongjiang gezogen, um einer erneuten Verfolgung wegen ihres Glaubens zu entgehen. Sie ist pensionierte Lehrerin und arbeitete an der Liushui-Grundschule im Kreis Changling.
Früher hatte sie an vielen schweren Krankheiten gelitten, darunter Herzerkrankungen, eine Halswirbelsäulenstenose, Knochensporne in der Lendenwirbelsäule und den Beinen, hoher Blutdruck sowie gynäkologische Erkrankungen. Nachdem sie Ende 2013 mit Falun Dafa begonnen hatte, erholte sie sich bald und fühlte sich voller Energie.
Chu wurde am 31. Oktober 2016 in ihrer Wohnung festgenommen. Die Polizei behauptete, jemand habe sie wegen der Verteilung von Materialien über Falun Dafa angezeigt und man habe sie auf den Aufnahmen der Überwachungskameras identifiziert.
Der Vorsitzende Richter Yin Wanxin vom Bezirksgericht Changling verwehrte Chus Anwalt die Einsicht in die Akten. Er hielt am 13. Februar 2017 eine nichtöffentliche Verhandlung in ihrem Fall ab, ohne ihren Anwalt oder ihre Familie darüber zu informieren. Als ihre Familie anschließend einen Gerichtsbeamten kontaktierte und fragte, warum man sie nicht benachrichtigt habe, behauptete dieser, das Gericht habe die Telefonnummer der Familie nicht.
Richter Yin verurteilte Chu am 28. März 2017 zu 4,5 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (ca. 1.200 Euro). Er verlas das Urteil so schnell, dass es fast unhörbar war.
Chu legte beim Mittleren Volksgericht der Stadt Songyuan Berufung ein. Richter Cong Feng lehnte den Antrag ihrer Familie ab, als nicht anwaltliche Verteidiger für sie aufzutreten. Nachdem die Familie einen Anwalt für Chu beauftragt hatte, untersagte Richter Cong diesem den Besuch bei ihr mit der Begründung, der vom Gericht bestellte Anwalt habe sie bereits besucht. Richter Cong bestätigte ihr ursprüngliches Urteil um den 24. Mai 2017 herum.
Chu wurde am 30. April 2021 freigelassen. Drei Monate später wurde sie von Beamten der Polizeistation der Dongbei Straße im Kreis Changling schikaniert. Im März und Juli 2022 sowie im März, Juni und Juli 2023 wurde sie noch einige Male schikaniert.
Am 26. Juli 2023 begab sich der Beamte Pei Yuanqing von der Staatssicherheitsabteilung Changling mit sechs Beamten zu Chus Wohnung. Es gelang ihr zu fliehen. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung und beschlagnahmte dabei ein Exemplar des Zhuan Falun.
Chu war gezwungen, fern von ihrem Zuhause zu leben, um der Polizei zu entgehen. Später zog sie nach Daqing in der Provinz Heilongjiang. In ihrer Freizeit verteilte sie Informationsmaterialien, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen, doch jemand zeigte sie an. Am 25. April 2026 wurde sie von Beamten der Polizeistation des Bezirks Sartu festgenommen und befindet sich derzeit im zweiten Untersuchungsgefängnis der Stadt Daqing in Haft.
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