(Minghui.org) Zu Beginn meiner Kultivierung im Falun Dafa meinte ein Praktizierender, dass ich nicht wie andere sei, die über ihre Fehler oder Schwächen nachdächten. Ich schenkte seiner Bemerkung keine große Beachtung, da ich der Meinung war, nichts falsch zu machen. Doch mit der Zeit erkannte ich, dass meine Denkweise nicht korrekt war. Das Nach-innen-Schauen ist der entscheidende Unterschied zwischen einem praktizierenden und einem nicht praktizierenden Menschen. In der Kultivierung gibt es keine Kleinigkeiten und nichts geschieht zufällig. Alles, was uns begegnet, ist eine Gelegenheit, uns zu erhöhen. Deshalb sollten wir in uns gehen. Selbst wenn wir bemerken, dass andere Probleme haben, sollten wir uns selbst überprüfen. Haben wir womöglich ähnliche Schwierigkeiten oder gibt es etwas anderes, das wir beachten sollten? Das erst ist wahre Kultivierung und spirituelle Entwicklung.
Durch meine Kultivierung habe ich erkannt, dass ich viele Anhaftungen habe und dass sie jederzeit zum Vorschein kommen können. Manche kann ich erkennen, andere nicht; manche kann ich loslassen, manche nicht. Oft höre ich, wie Praktizierende sagen, dass sie wieder einmal die Beherrschung gegenüber ihrer Familie verloren hätten. Das bedeutet, dass sie diese Xinxing-Prüfung nicht bestanden haben und nicht über sich selbst nachdenken. Anders gesagt: Wenn Probleme auftauchen, schauen sie nicht bei sich selbst, sondern konzentrieren sich ausschließlich auf die Fehler der anderen und glauben, im Recht zu sein. Ist das Kultivierung? Das macht die Kultivierung sehr schwierig und anstrengend. Wenn wir bei Schwierigkeiten und Konflikten bedingungslos nach innen schauen und unsere Anhaftungen erkennen, dann werden ganz unerwartet positive Ergebnisse eintreten.
Anders gesagt, wenn wir unsere Anhaftungen nicht loslassen können, folgen Hindernisse und Schwierigkeiten. Der Meister wacht über uns Praktizierende. Wenn es uns nicht gutgeht, bekommen wir einen Hinweis oder werden geprüft. In diesen Situationen sollten wir über uns selbst nachdenken, nach innen schauen, neue Erkenntnisse gewinnen und unsere Anhaftungen loslassen. Sonst fühlt es sich so an, als wären wir in einem endlosen Meer des Leidens gefangen.
Ich praktiziere seit über dreißig Jahren und bin dabei immer wieder gestolpert und habe viele Rückschläge erlebt. Allein dem Schutz des Meisters und der Anleitung durch das Fa verdanke ich, dass ich es bis hierhergeschafft habe. Ansonsten hätte ich nichts erreicht. Ich bin seit über zehn Jahren im Ruhestand. Ich mache weiterhin, was eine Praktizierende tun sollte. Doch die Prüfungen sind nicht weniger geworden, sie treten ständig auf.
Zum Beispiel hole ich meinen Enkel ab und bringe ihn am Wochenende zu seinen Aktivitäten. Wann immer es möglich ist, rezitiere ich mit ihm „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“, lerne Hong Yin und das Lunyu auswendig und lerne zudem das Fa.
Mein Enkel ist normalerweise respektvoll, aber manchmal stur und schwierig. Wenn ich wütend werde und ihn ausschimpfe, ändert sich die Situation nicht. Doch wenn ich über mich selbst nachdenke und nach innen schaue, entdecke ich viele Anhaftungen, beispielsweise die Nutzung meines Handys. Selbst Laien wissen, dass Handys schädlich sind und süchtig machen, trotzdem konnte ich die Finger nicht davonlassen. Online-Shopping rechtfertigte ich mit notwendigen Anschaffungen. Doch sobald ich damit anfing, verschwendete ich viel Zeit. Auch beim Hochladen der Namenslisten von Personen, die die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) verlassen hatten, begann ich, anschließend auf gewöhnlichen Websites zu surfen. All das sind Anhaftungen. Das ungewöhnliche Verhalten meines Enkels war dann eine Ermahnung an mich. Als ich das erkannte, gestand ich dem Meister sofort meinen Fehler und beschloss, mich zu bessern.
Die Auseinandersetzung mit sich selbst und das Loslassen von Anhaftungen können mitunter sehr schwierige Probleme auflösen. Andernfalls können sich selbst Kleinigkeiten endlos hinziehen. Die Kultivierung ist eine ernsthafte Angelegenheit. Natürlich sind Anhaftungen nicht immer leicht zu erkennen.
Meine Eintrittskarten für das Schwimmbad liefen bald ab. Damit die Karten nicht verfielen, lud ich eine verrentete Kollegin zum Schwimmen ein. Ich dachte, Sport sei normal, daran sei nichts auszusetzen. Doch schon nach einer halben Stunde rief die Schule an und sagte, mein Enkel habe starke Bauchschmerzen. Da ich nicht zu Hause war, holte mein Mann ihn mit dem Taxi ab. Ich eilte zurück, besann mich auf das Gute, schaute nach innen und sagte zu meinem Enkel: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Das tun wir oft, wenn Probleme auftauchen.
Mir wurde klar, dass mein Verhalten nicht richtig gewesen war. Normalerweise gehe ich am Wochenende mit meinem Enkel schwimmen, um meiner Pflicht als Oma nachzukommen. Aber nun wollte ich von mir ausgehend schwimmen gehen und mich vergnügen. Selbst wenn ich gedacht hätte, es sei ja nur Sport, wäre das falsch gewesen. Nachdem ich die Ursache erkannt hatte, ging es meinem Enkel wieder gut und wir mussten nicht mit ihm ins Krankenhaus. Meine Familie konnte diese Kehrtwende kaum glauben.
Es gibt so viele Beispiele in dieser Richtung. Wenn ich in schwierigen Situationen nach innen schaue, mache ich stets Fortschritte. Manchmal wiederholen sich die Probleme, die durch meine Anhaftungen verursacht werden. Trotz meiner Schwächen hat der Meister mich nie aufgegeben. Ich kann dem Meister gegenüber meine Dankbarkeit nicht gebührend ausdrücken. Ich kann nur das Fa weiterhin gut lernen, die drei Dinge gut machen und die Gnade des Meisters erwidern. Mit fester Entschlossenheit werde ich Anhaftungen loslassen und weiterhin nach innen schauen.
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