(Minghui.org) 1994 hörte ich von Falun Dafa und begann im Winter 1996 mit der Kultivierung. Zu jener Zeit waren verschiedene Arten von Qigong sehr populär. Ich reparierte Haushaltsgeräte und half all den Leuten, die Qigong praktizierten, ihre Audiogeräte und andere Apparate einzustellen. Ich half auch Falun-Dafa-Praktizierenden dabei, ihre Geräte für die Wiedergabe von Videos einzurichten. Anfangs dachte ich, Falun Dafa sei lediglich eine weitere Form von Qigong. Die Falun-Dafa-Praktizierenden wirkten jedoch freundlich und ruhig und ich fühlte mich in ihrer Gegenwart wohl – dennoch kam ich nicht auf die Idee, selbst damit anzufangen.

Ich beginne mit der Kultivierung

Im Winter 1996 kam ein älterer Falun-Dafa-Praktizierender in meinen Laden, um seinen Fernseher reparieren zu lassen. Wir waren gerade beim Mittagessen. Er sah uns an und lächelte. Nachdem wir mit dem Essen fertig waren, fragte er mich: „Sie scheinen Ihr Essen nicht zu genießen. Sind Sie krank?“ Er hatte recht.

Meine Nasennebenhöhlen waren seit acht Jahren entzündet und ich hatte einen leichten Nervenzusammenbruch erlitten. Meine Nase war verstopft, was meine Fähigkeit zu sprechen, zu essen und zu schlafen beeinträchtigte. Mein Teint war fahl. Ich nahm Medikamente ein und hatte schon viele unkonventionelle Behandlungsmethoden ausprobiert, doch nichts hatte geholfen. Schließlich fand ich eine Lösung, die meine Symptome linderte. Ich musste diese Lösung jedes Mal anwenden, bevor ich aß oder schlief. Da meine Nase verstopft war, hatte ich Schwierigkeiten beim Schlucken und wachte nachts häufig auf, um nach Luft zu schnappen. Ich musste das Mittel sogar anwenden, bevor ich ein längeres Gespräch mit jemandem anfing, da ich sonst nicht sprechen konnte. Ich war mittlerweile von diesem Medikament abhängig geworden und trug es stets bei mir.

Als ich dem Praktizierenden davon erzählte, sagte er: „Warum praktizieren Sie nicht Falun Dafa?“ Ich dachte, dies sei lediglich eine Art von Qigong, das in der Gesellschaft gerade populär war. Ich hatte zuvor bereits andere Qigongarten ausprobiert, doch nichts war hilfreich gewesen. Daher glaubte ich nicht daran, dass Falun Dafa mir weiterhelfen konnte; dennoch machte mich die Wesensart der Praktizierenden neugierig. Ich sagte: „Ein hoch angesehener Parteisekretär unseres Dorfes praktiziert Falun Dafa. Wie andere Falun-Dafa-Praktizierende wirkt auch er freundlich und friedlich und ist keineswegs arrogant. Wie schafft Falun Dafa es, dass Menschen so freundlich werden?“ Er antwortete: „Falun Dafa ist nicht irgendein gewöhnliches Qigong. Es besteht nicht bloß aus dem Ausführen von Bewegungen. Es gibt auch Bücher, die davon handeln, wie man ein guter Mensch wird – von den einfachsten Dingen bis hin zu sehr tiefgründigen Prinzipien. Sie erklären, warum Menschen erkranken, leiden und auf Schwierigkeiten stoßen. Sie handeln von der Struktur des Universums und vielen anderen Dingen. Das Praktizieren von Falun Dafa kann die Sicht auf das Leben und die Welt verändern.“ Ich hörte aufmerksam zu, mein Interesse war geweckt.

„Prima!“, sagte ich. „Wenn Falun Dafa so tiefgründig ist, dann muss ich diese Bücher unbedingt lesen.“ – „Ich bringe sie Ihnen vorbei, wenn ich das nächste Mal hier bin. Sie können aber auch den Parteisekretär des Dorfes bitten, Ihnen eines auszuleihen.“ Wir unterhielten uns den ganzen Nachmittag lang weiter darüber. Er sagte: „Ich lasse diesen Fernseher bei Ihnen und hole ihn wieder ab, wenn ich das Buch vorbeibringe.“

Ich wollte nicht warten, bis er das Buch vorbeibrachte, und ging deshalb direkt zum Haus des Parteisekretärs. Ich erklärte ihm, dass ich mir ein Buch über Falun Dafa ausleihen wolle, und er willigte ein, mir eines zu überlassen.

Sobald ich zu Hause ankam, begannen meine Frau und ich, das Buch zu lesen. Meine Frau war immer sehr interessiert daran, etwas Neues zu lernen. Wir lasen zwei Tage lang in dem Buch. Doch da ich beruflich sehr eingespannt war, hörte ich schließlich auf zu lesen. Meine Frau hingegen las das Buch weiter. Eines Tages sagte sie zu mir: „Ich gehe jetzt zum Haus des Parteisekretärs, um dort die Übungen zu lernen. Sobald ich die Bewegungen beherrsche, werde ich sie dir beibringen.“ Sie ging fortan jeden Tag zum Übungsplatz und wenn sie nach Hause zurückkehrte, brachte sie mir die Übungen bei. Auf diese Weise begaben wir uns beide auf unseren Kultivierungsweg.

Das Gute am Praktizieren 

Schon bald konnte ich alle fünf Übungen von Falun Dafa ausführen. Eines Tages sagte meine Frau: „Praktizierende wissen, warum man krank wird. Es liegt an etwas, das man Karma nennt – verursacht durch schlechte Taten, die man in der Vergangenheit begangen hat. Sie verstehen, dass Medikamente oder Spritzen nicht der einzige Weg ist, Krankheiten zu heilen. Wenn wir die Anforderungen von Falun Dafa befolgen und unseren Charakter kultivieren, werden wir Karma beseitigen. Wenn du zudem aufrichtig bist, werden dir göttliche Wesen helfen und du wirst dich bald schon von deiner Krankheit erholen.“

Durch meine Arbeit war ich mit den fortschrittlichsten wissenschaftlichen Errungenschaften vertraut. Daher glaubte ich, die Wissenschaft sei allmächtig. Ich glaubte nicht wirklich an hochrangige göttliche Wesen – seien es Gottheiten oder Buddhas. Daher stand ich den Worten meiner Frau skeptisch gegenüber. Doch dann dachte ich mir: „Bei den Übungen soll man eigentlich den Mund geschlossen halten. Ich kann jedoch nicht durch die Nase atmen und muss oft den Mund öffnen. Widerspricht das nicht den Anforderungen? Es wäre wunderbar, wenn meine Nase nicht verstopft wäre.“

Ich teilte meiner Frau meine Gedanken mit und sie schlug vor: „Warum wirfst du die Medikamente nicht einfach weg?“ Ich holte all meine Arzneien hervor und warf sie in den Ofen. Doch in dieser Nacht war meine Nase im Schlaf so stark verstopft, dass ich überhaupt nicht gut schlafen konnte. Am nächsten Tag sagte ich: „Ich muss mir neue Medikamente kaufen, sonst kann ich nicht schlafen.“

Das Wetter war an jenem Tag schrecklich. Meine Frau meinte: „Das Wetter ist so schlecht; du solltest besser nicht nach draußen gehen. Versuch doch einfach, noch einen weiteren Tag durchzuhalten.“ Ich hörte auf sie. Wie durch ein Wunder war meine Nase in der zweiten Nacht nicht mehr so stark verstopft und ich konnte schlafen. Ich dachte: „Das funktioniert tatsächlich!“ Am dritten Tag war meine Nase wieder völlig in Ordnung. Von jenem Tag an – bis heute – war meine Nase nie wieder entzündet.

Dieses außergewöhnliche Erlebnis lockerte meine hartnäckige Vorstellung, die Wissenschaft sei allmächtig. Konnte es sein, dass es in diesem Universum Wesen gab, die höher stehen als der Mensch? So begann ich, die Bücher des Falun Dafa ernsthaft zu studieren. Ich erkannte, dass das Zhuan Falun etwas Wunderbares ist. Es beantwortete viele Fragen, die ich hatte. Ich las es fortan jeden Tag. Bis jetzt habe ich das Zhuan Falun mehr als 1.000-mal durchgelesen. Beim Lesen empfinde ich immer noch Freude.

Bevor ich Falun Dafa zu praktizieren begann, bekam ich jeden Sommer eine ziemlich schwere Grippe, auf die Magenbeschwerden folgten. Der Arzt sagte, es handele sich um eine Form der Magen-Darm-Grippe. Jeden Sommer musste ich Tabletten einnehmen und mir Spritzen geben lassen. Es dauerte immer mehrere Tage, bis ich mich erholt hatte. Im zweiten Jahr meiner Kultivierung traten im Sommer erneut ähnliche Symptome auf, sodass ich mich übergeben musste. Doch was ich erbrach, war keine Nahrung, sondern braun-schwarzer, faseriger Eiter. Es hatte sogar einen fischigen Geruch. Seitdem hatte ich nie wieder eine Grippe.

Ich weiß, dass der Meister meinen Körper gereinigt hat. Ich erholte mich nicht nur von diesen beiden Krankheiten, sondern auch andere Beschwerden verschwanden – wie etwa geistige Erschöpfung. Ich erlebte wahrhaftig, wie es sich anfühlt, frei von Krankheit zu sein. In den fast drei Jahrzehnten seither habe ich keine Medikamente mehr eingenommen.

Wie der Meister die Praktizierenden beschützt

Neben den körperlichen Vorteilen erlebte ich auch, wie der Meister die Praktizierenden beschützt. Ich möchte zwei Vorfälle schildern.

Einmal musste ich bei der Reparatur eines Kühlschranks ein Rohr abtrennen, das System entleeren und Kältemittel nachfüllen. Da ich an jenem Tag sehr beschäftigt war, vergaß ich, dass ich kurz zuvor den Strom abgeschaltet hatte. Das Hochdruckrohr war mit Gas unter hohem Druck gefüllt; ich machte mich hastig daran, die Verbindungsstelle am Trocknerfilter direkt mit einem Autogenschweißbrenner zu erhitzen, um das Rohr an dieser Stelle abtrennen zu können. Genau in dem Moment, als die Schweißnaht zu schmelzen begann, explodierte der Trockner plötzlich direkt vor meinem Gesicht.

Der Trocknerfilter ist ein 10 cm langes und 2 cm dickes Kupferrohr, das mit Trockenmittel gefüllt ist (harten, sandartigen Partikeln, die größer sind als Hirsekörner). Ich hörte einen sehr scharfen, lauten Knall; danach konnte ich nichts mehr hören. Ich war völlig benommen und verharrte etwa 30 Sekunden lang regungslos, bevor ich wieder zu mir kam. Instinktiv tastete ich mir mit beiden Händen ins Gesicht. Es war kein Blut festzustellen, und ich verspürte auch keine Schmerzen. Ich blinzelte mit den Augen.

Genau in diesem Augenblick kam zufällig ein Mitpraktizierender zu mir nach Hause. Er hatte den lauten Knall genau in dem Moment gehört, als er das Haus betrat, und stürmte voller Schreck herbei. Er rief: „Was ist passiert? Was ist passiert? Geht es dir gut?!“

Ich drehte den Kopf und blickte ihn an. Als sich mein Augapfel in seine Richtung bewegte, während ich ihn ansah, spürte ich erst in diesem Moment etwas in meinem linken Auge. Es fühlte sich leicht schmerzhaft an. Ich rannte sofort ins Haus und blickte in den Spiegel, um zu sehen, was geschehen war. Erst da bemerkte ich, dass ein Partikel eines Trockenmittels in mein Auge gelangt war – allerdings steckte es nicht vollständig darin; die Hälfte ragte noch heraus. Ich versuchte, es mit einem Handtuch zu entfernen, doch es ließ sich nicht herauslösen. Was sollte ich nun tun?

In der Nähe gab es eine Klinik, in der ein Chirurg tätig war. Ich suchte ihn sofort auf. Er untersuchte mein Auge und sagte: „Gehen Sie umgehend ins Krankenhaus! Sie dürfen Ihr Auge keinesfalls bewegen. Andernfalls nimmt Ihre Hornhaut Schaden. Man bewegt das Auge unwillkürlich; wenn Sie versuchen, das Partikel selbst zu entfernen, wird die Hornhaut verletzt – und Sie könnten erblinden. Ihnen bleibt nur der Weg ins Krankenhaus. Dort verfügt man über eine spezielle Lösung: Sobald diese ins Auge geträufelt wird, hört der Augapfel auf, sich zu bewegen, und das Partikel kann entfernt werden.“ Als ich hörte, dass ich ins Krankenhaus müsse, dachte ich nur: „Vergiss es. Der Meister beschützt mich; mir wird es gut gehen.“ Ich beschloss, nach Hause zu gehen, um aufrichtige Gedanken auszusenden.

Mehrere Praktizierende und ich sandten eine Weile lang aufrichtige Gedanken aus. Genau in diesem Moment kam eine Praktizierende auf mich zu und bat mich, etwas zu erledigen. Ohne die anderen Praktizierenden zu stören, ging ich hinaus und unterhielt mich eine Weile mit ihr. Während des Gesprächs hatte ich das Gefühl, als würde mir jemand mit einer Nadel ins linke Auge stechen; kurz darauf hörte der Schmerz jedoch auf. Ich bewegte meinen Augapfel hin und her, spürte aber nichts, was daran rieb. Nachdem die Praktizierende gegangen war, eilte ich rasch ins Haus und blickte in den Spiegel. Da war absolut nichts zu sehen – keine einzige Spur. Ich suchte überall, vom Augenwinkel bis tief in die Augenhöhle hinein, doch ich konnte das Fremdkörperchen nirgends entdecken. Ich wusste nicht, wohin es verschwunden war.

Einmal fuhr ich mit dem Motorrad in eine andere Stadt. Früher trug ich beim Motorradfahren nie einen Helm. An jenem Tag jedoch – ich weiß nicht genau, warum – beschloss ich, einen aufzusetzen. Als ich die Stadt erreichte, stieß mein Motorrad gegen einen Ziegelstein. Da ich mit recht hoher Geschwindigkeit unterwegs war, hob das Motorrad ab, schlug hart auf dem Boden auf und rutschte anschließend noch sechs oder sieben Meter weit dahin. Es war damals noch Anfang Frühjahr, weshalb ich noch recht dicke Kleidung trug. Durch das Schleifen wurde das Knie meiner linken Hose aufgerissen, und von der linken Seite meines Helms brach ein großes Stück ab. Das war wirklich knapp! Hätte ich an jenem Tag keinen Helm getragen, wäre ich bei diesem Unfall wahrscheinlich ums Leben gekommen.

Ich stand rasch wieder auf; doch als ich mein linkes Bein belastete, knickte es tatsächlich nach hinten weg. Wie jeder weiß, sollte sich ein Bein eigentlich nur nach vorne beugen lassen – nicht aber nach hinten; doch genau das tat mein Bein. Mir wurde augenblicklich klar, dass mein Bein vermutlich gebrochen oder ausgerenkt war. Unter Aufbietung all meiner Kräfte stützte ich meinen Körper auf mein rechtes Bein ab und hob das Motorrad wieder auf. Mit der Hand hob ich mein linkes Bein auf das Motorrad, schwang mich in den Sattel, schaltete mit der linken Hand den Gang ein und fuhr nach Hause.

Meine Frau half mir ins Haus hinein. Unter großen Schmerzen setzte ich mich zur 5. Übung, der Meditation im Sitzen nieder. Mein linkes Bein schmerzte so sehr, dass ich es nicht in die Lotusposition bringen konnte; daher ließ ich es einfach ausgestreckt und nahm lediglich mit dem rechten Bein die Lotusposition ein. Der Gedanke, ins Krankenhaus zu gehen, kam mir dabei gar nicht erst in den Sinn. Jeden Tag führte ich die Übungen 1-4 aus – dabei lehnte ich mich an die Wand an –, und während der Sitzmeditation streckte ich mein linkes Bein weiterhin gerade aus.

Zwei Wochen später konnte ich mich mithilfe einer Gehhilfe wieder nach draußen begeben. Gut 20 Tage später war ich in der Lage, ohne Gehhilfe zu gehen. Einen Monat später war ich vollständig genesen. Es gibt eine traditionelle Weisheit: „Es dauert 100 Tage, bis verletzte Muskeln und gebrochene Knochen verheilt sind.“ Selbst bei einer Krankenhausbehandlung würde die Genesung drei Monate in Anspruch nehmen. Doch nachdem ich die Übungen einen Monat lang praktiziert hatte, konnte ich bereits zügig gehen. Zudem war ich wieder in der Lage, 40 bis 45 Kilogramm schwere Getreidesäcke zu tragen.

Wie Dafa mich verwandelte

Da ich früher ein Geschäft an der Straße besaß, lernte ich, bevor ich begann, Falun Dafa zu praktizieren, alle möglichen Arten von Menschen kennen. Damals hatte ich keinen Maßstab, um zu beurteilen, wer gut oder schlecht war. Ich übernahm auch stillschweigend die heutzutage übliche Definition von guten und schlechten Menschen: Wenn ich jemanden beurteilte, der unfähig oder nicht allzu klug war, sagte ich manchmal: „Das ist ein guter Mensch.“ Dies ist auch eine Art hinterlistiger Sprache, die Menschen heutzutage verwenden, denn jemanden als „unfähig“ zu bezeichnen, würde ihn verletzen. Stattdessen benutzte ich den Ausdruck „guter Mensch“; deshalb fühlte ich mich gedemütigt, wenn jemand zu mir sagte, ich sei ein guter Mensch. Diejenigen, die Ehebruch begingen, betrogen oder anderen schmeichelten, bezeichnete ich als „ziemlich fähig“, und diejenigen, die allerlei schlechte Dinge taten, waren in meinen Augen „ein guter Mensch“.

Viele dieser „fähigen, guten Menschen“ gelangten auch in meinen Bekanntenkreis. Nachts stahlen sie Hühner von anderen Leuten und brachten sie zu mir, damit ich sie zubereitete; im Herbst stahlen sie Bohnen von den Feldern und kamen zu mir nach Hause, damit ich sie kochte. Früher dachte ich, sie seien fähig.

Die Kunden, die in mein Geschäft kamen, hatten keine Ahnung von der Reparatur von Elektrogeräten. Ich baute Teile aus, die noch völlig in Ordnung waren, ersetzte sie durch neue und verlangte dann hohe Preise von den Kunden. Wer weiß, wie viel Karma ich dadurch ansammelte – so viel, dass meine Gesundheit schließlich massiv darunter litt. Neben entzündeten Nasennebenhöhlen litt ich auch unter geistiger Erschöpfung. Ich hatte oft Kopfschmerzen, ein Pochen in den Ohren, und mein Nacken war häufig verspannt, steif, schmerzhaft und müde.

Meine Kopfschmerzen setzten genau in dem Moment ein, in dem ich mein Geschäft betrat. Ich spielte Spiele mit den Nachbarn, um mich abzulenken und mich dadurch besser zu fühlen. Ich legte mir die Gewohnheit zu, jeden Tag Karten zu spielen. Eines Nachts gingen meine Frau und ich hinaus, um Karten zu spielen, nachdem unsere fünfjährige Tochter ins Bett gegangen war. Wir kehrten erst spät nach Hause zurück. Als wir die Tür öffneten, weinte unsere Tochter. Ihr Gesicht war rot und ihre Stimme heiser. Wir nahmen sie in den Arm – und uns war selbst zum Weinen zumute. Schmerzerfüllt dachte ich: „Was ist nur los mit mir? Lebe ich überhaupt noch wie ein Mensch?!“ Ich fühlte mich wie ein verlorenes Boot, das auf dem endlosen Ozean dahintreibt.

Im Winter 1995 erhielt ich schließlich das Fa! Ich begann, mich zu kultivieren! Falun Dafa veränderte mich vollkommen. Ich wurde nicht nur frei von Krankheiten, sondern auch glücklich. Meine Frau und ich standen jeden Morgen früh auf, um zum Übungsplatz zu gehen und die Übungen zu machen. Wir waren wie zwei unbeschwerte Vögel, die durch den weiten Himmel flogen. Abends lasen wir das Zhuan Falun. Nach dem Fa-Lernen besprachen wir unsere Kultivierungserfahrungen und wie wir unseren Charakter verbessern konnten.

Mein Gesundheitszustand besserte sich, ich war zufrieden und wurde im Umgang mit Menschen sowie bei der Bewältigung von Ereignissen gelassener. Ich hörte auch auf, Leute zu betrügen, wenn ich ihre Elektrogeräte reparierte. Einmal ging ich zum Haus eines älteren Mannes, um seinen Fernseher zu reparieren. Da ich das Problem nicht sofort erkennen konnte, bat ich den Mann, im Handbuch nach dem Schaltplan zu suchen. Der alte Mann war ein pensionierter Lehrer – direkt, aber akribisch. Manchmal sprach er etwas grob. Als ich ihn bat, mir den Schaltplan zu reichen, sagte er barsch: „Komm mir nicht mit so einem Unsinn! Ich kenne Leute in deiner Branche. Du wirst das Problem finden, sobald ich den Raum verlasse, und dann willst du mich für Ersatzteile zur Kasse bitten, richtig? Ich werde dir heute genau zusehen, wie du das reparierst.“

Angesichts seiner Einstellung bat ich ihn nicht mehr darum, nach dem Schaltplan zu suchen. Ich fand einen ähnlichen Schaltplan unter den Unterlagen, die ich mitgebracht hatte. Während ich den Fernseher reparierte, sagte ich: „Ich praktiziere Falun Dafa. Ich würde so etwas nicht tun.“ Er war etwas überrascht und sagte: „Falun Dafa kann einen zu einem besseren Menschen machen? Das ist ja unglaublich!“ Er stellte viele Fragen zu Falun Dafa, und ich beantwortete sie ihm der Reihe nach.

Ich reparierte den Fernseher und verlangte nur einen sehr geringen Betrag. Als ich mich von ihm verabschiedete, lächelte er. Von diesem Tag an wurden der fast 90-jährige Mann und ich beste Freunde. Jedes Mal, wenn er aus dem Haus geht, kommt er in meinem Laden vorbei, um mich zu besuchen.

Bald wussten viele Leute von meiner Wandlung. Die meisten von ihnen kannten meinen Namen nicht. Sie nannten mich einfach „Falun Dafa“. Wenn es um die Reparatur von Haushaltsgeräten ging, sagten sie nur: „Ruf einfach diesen ‚Falun Dafa‘ an; er ist tüchtig und verlangt keine überhöhten Preise.“ Je mehr Menschen meine Art, mit Dingen umzugehen, und meine friedliche Grundhaltung kennenlernten, desto herzlicher grüßten mich viele von ihnen, wann immer ich auf der Straße unterwegs war.

Verfolgung

Die Verfolgung von Falun Dafa begann im Juli 1999, und wir verloren die Möglichkeit, unseren Glauben frei auszuüben. Auch die kostbaren Bücher, die wir täglich lasen, wurden uns weggenommen. Wir wurden überwacht, schikaniert und gezwungen, schriftliche Erklärungen abzugeben, in denen wir versprachen, nicht mehr zu praktizieren.

Im Januar 2000 reisten sechs Praktizierende aus unserer Stadt nach Peking, um dort zu appellieren; nach ihrer Festnahme wurden sie jedoch zurückgeschickt. Die Stadtverwaltung nahm sie – gemeinsam mit über 20 weiteren Praktizierenden aus unserer Region – fest und sperrte uns alle in einem Schülerwohnheim einer Mittelschule ein. In diesem Wohnheim gab es einen großen gemeinschaftlichen Schlafbereich. Es gab keine Decken, lediglich harte Holzpritschen. Jeder erhielt eine Rolle Toilettenpapier, die als Kopfkissen dienen musste; insgesamt waren wir dort fast einen Monat lang inhaftiert. Jeden Tag erhielten wir eine Schüssel mit einer kleinen Portion Maisbrei ein kleines Brötchen und ein wenig eingelegtes Gemüse. Abgesehen davon, dass sie die sechs Praktizierenden verprügelten, die nach Peking gereist waren, folterten die Wärter jene, die sich weigerten, das Praktizieren aufzugeben. Unter anderem schlugen sie sie mit Elektroschlagstöcken.

Eines Tages brachte ein Beamter einen Stapel Papier und Stifte mit und befahl allen, eine Erklärung zu verfassen, in der sie ihr Bedauern über das Praktizieren von Falun Dafa ausdrückten. Niemand tat dies. Ich hingegen verfasste eine lange Erklärung. Ich schrieb über die positiven Veränderungen, die ich erlebt hatte, seit ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, sowie über meine Entschlossenheit, den Kultivierungsweg weiterzugehen. Als der Beamte zurückkehrte, um die Erklärungen einzusammeln, und sah, dass niemand etwas geschrieben hatte, war er außer sich vor Wut. Als er jedoch bemerkte, dass ich etwas geschrieben hatte, lächelte er und verkündete: „Seht her, der Soundso war brav; er hat etwas geschrieben.“

Als er das Blatt an sich nahm und las, was ich geschrieben hatte, erstarrte sein Gesichtsausdruck. Er schrie mich an: „Was um alles in der Welt hast du da geschrieben? Lies das den Vorgesetzten vor!“

Er zerrte mich in einen anderen Raum. Dort befanden sich der Bürgermeister der Stadt, der Parteisekretär, der Leiter der Polizeistation sowie mehrere Untergebene. Er drückte mir mein Blatt in die Hand und sagte: „Nun lies es doch den Führungskräften vor!“ Ich zögerte, ein wenig ängstlich zwar, doch dann dachte ich mir, dass dies tatsächlich meine echten Erlebnisse waren und ich sie den Verantwortlichen mitteilen sollte. Ich nahm das Blatt und las es von Anfang bis Ende mit lauter Stimme vor. Niemand unterbrach mich. Alle hörten schweigend zu.

Der Leiter der Polizeistation hob den Kopf, als ich fertig war. Er gab den Wärtern ein Zeichen durch seinen Blick, woraufhin ich hinausgebracht wurde. Ich wurde zu Boden gestoßen, und mehrere Personen traten gewaltsam auf mich ein und versetzten mir Stromschläge mit Elektroschlagstöcken. Einer von ihnen beschimpfte mich, während er auf mich einschlug: „Glaubst du etwa, du seist mächtiger als der Bürgermeister? Niemand grüßt ihn, wenn er auf der Straße unterwegs ist! Wie kommt es dann, dass dich jeder grüßt, wenn du auf der Straße bist?!“

Als wir nach über 20 Tagen freigelassen wurden, musste jeder 300 Yuan (etwa 36 Euro) für Verpflegungskosten bezahlen. Meine Frau und ich mussten zusätzlich 6.000 Yuan (etwa 720 Euro) entrichten. Was die anderen Praktizierenden betraf, so wurden einige um 6.000 Yuan erpresst, andere um 4.000 oder 2.000 Yuan. Auch Praktizierende aus über 20 Dörfern im Zuständigkeitsbereich der Stadt wurden widerrechtlich inhaftiert. Auch sie wurden zur Zahlung von Geldstrafen gezwungen, die sich auf insgesamt über 200.000 Yuan (etwa 24.000 Euro) beliefen. Selbst nach unserer Freilassung wurden wir überwacht, schikaniert und dazu verpflichtet, uns täglich bei den Behörden zu melden.

Im Spätherbst 2001 beschloss meine Frau, nach Peking zu reisen, um sich dort für Dafa einzusetzen. Ich war gezwungen, mein Zuhause zu verlassen, um der Verfolgung zu entgehen. Ich bat die Tante meiner Tochter, sich um sie zu kümmern. Nachdem meine Frau in Peking verhaftet worden war, wurde sie zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten in einem Arbeitslager verurteilt. Ich selbst wurde verhaftet, während ich mich auf der Flucht von Ort zu Ort bewegte, und verbrachte elf Monate im Gefängnis. Während ich außer Haus war, erließ die örtliche Polizeidienststelle einen Haftbefehl gegen mich. Um mich zur Rückkehr nach Hause zu zwingen, wies der Bürgermeister der Stadt die Schule an, meine Tochter – die damals noch die Grundschule besuchte – der Schule zu verweisen. Dies rief den Zorn der Lehrer, des Schulleiters und der Mitpraktizierenden hervor. Viele Praktizierende schrieben Briefe an den Landrat und den Oberbürgermeister, brachten Informationen über Falun Dafa an den Hauptverkehrsstraßen an und machten öffentlich bekannt, auf welche Weise die Stadtverwaltung die Praktizierenden verfolgte.

Als der Parteisekretär des Landkreises von dem Vorfall erfuhr, schrie er den Bürgermeister der Stadt am Telefon an: „In den letzten Jahren galt die politische Vorgabe, der neunjährigen Schulpflicht besondere Bedeutung beizumessen – und Sie schicken ein Grundschulkind nach Hause?! Sie sorgen besser dafür, dass sie wieder zurückkommt!“ Daraufhin entsandte der Bürgermeister der Stadt einen stellvertretenden Parteisekretär, der meine Tochter persönlich mit dem Auto zurück zur Schule brachte.

Zwei Jahrzehnte später kehrte meine Tochter, die inzwischen verheiratet ist, nach Hause zurück, um uns zu besuchen. Meine Frau blickte sie an und fragte: „Hast du uns – deine Eltern – für die Jahre gehasst, in denen wir dich bei deiner Tante zurückgelassen haben?“ Sie antwortete mit fester Stimme: „Nein.“ Dann sagte sie: „Mama, weißt du, wie ich kurzsichtig wurde? Es lag nicht am Lernen, sondern am Weinen. Nachdem du mich verlassen hattest, habe ich dich schrecklich vermisst. Ich weinte jede Nacht, wollte aber nicht, dass meine Tante es sah; deshalb weinte ich unter der Bettdecke. Ich habe dich und meinen Vater furchtbar vermisst, aber ich hasse euch nicht. Ich weiß, dass es nicht eure Schuld war. Es war die Schuld der Regierung. Es ist die Partei, die uns leiden ließ. Ich bin meiner Tante und ihrer Familie sehr dankbar dafür, dass sie sich um mich gekümmert haben. Da waren auch meine Großeltern sowie die Klassenlehrerin, die sich immer fürsorglich um mich bemühte.“

Meine Tochter erzählte, dass die Klassenlehrerin in jenem Jahr – nachdem sie von unserer Familiensituation erfahren hatte – großes Mitleid für meine Tochter empfunden und ihr oft Taschengeld sowie kleine Naschereien gegeben habe. Sie erkundigte sich auch häufig nach ihrem Wohlergehen. Meine Tochter ist inzwischen über 30, und doch fragt die Klassenlehrerin jedes Mal, wenn sie mich trifft, wie es meiner Tochter geht. Wir sind ihr für ihre Güte zutiefst dankbar.

Die KP verfolgt Falun Dafa nun schon seit 27 Jahren, und ich kultiviere mich seit fast 30 Jahren. Wann immer jemand sagt: „Bist du denn dumm? Warum bestehst du darauf, diesen Weg unter einem solch enormen Druck weiterzugehen? Was treibt dich dazu an?“ antworte ich ihm: „Es ist mein Glaube an Falun Dafa, der mir geholfen hat, all dies zu überstehen.“