(Minghui.org) Ein weiteres Jahr ist vergangen und wieder einmal erreichte uns der jährliche Aufruf zur Einreichung von Beiträgen zur Feier des 13. Mai. In dem Moment, als ich den Stift zur Hand nahm, sah ich das vorgeschlagene Thema für die Beiträge: „Unsere Geschichten“.
Warum sind wir ursprünglich einer nach dem anderen auf diesen Weg gekommen? Was hat uns in unserer Kultivierung von Falun Dafa standhaft gehalten? Tränen benetzten das Papier, als mir lebhafte Szenen meiner Reise – wie ich das Fa erhielt und wie ich mit der Kultivierung begann – in den Sinn kamen. Alles war so klar, als wäre es erst vor wenigen Augenblicken geschehen.
Der Arzt stellte mir eine schlechte Prognose
Ich habe 1994 mit dem Praktizieren angefangen. Obwohl ich damals noch nicht einmal 30 Jahre alt war, litt ich unter Herzversagen und war bereits todkrank. Ich wurde häufig zur Notfallreanimation ins Krankenhaus gebracht und konnte nie ohne meine Medikamente auskommen.
Wegen starker Schmerzen im unteren Rückenbereich musste ich außerdem oft weinen. Man sagte mir, es sei ein Bandscheibenvorfall. Ich ging ins Krankenhaus, um mich röntgen zu lassen. Dort sagte der Arzt: „Wir haben keine Möglichkeiten, Ihre Erkrankung zu behandeln. Gehen Sie einfach nach Hause und essen Sie, was Ihnen schmeckt.“
Ich flehte ihn an, mir Schmerzmittel zu verschreiben, aber er antwortete nur: „Das hat keinen Sinn.“ Ich verließ das Sprechzimmer, lehnte mich an die Wand und rutschte unwillkürlich in die Hocke, wobei ich mich völlig verzweifelt und hilflos fühlte. Ich war noch so jung und mein Kind war noch so klein. Würde ich sterben, was würde dann aus meinem Kind werden?
Aufgrund einer schweren Depression litt ich unter Schlaflosigkeit und verbrachte meine Tage in einem schläfrigen Dämmerzustand. Während dieser Phasen des Halbbewusstseins sah ich häufig verstorbene Gestalten auf mich zukommen, während ich gelähmt dalag. Diese schreckliche Erfahrung wiederholte sich regelmäßig, sodass ich in tiefe Verzweiflung versank.
In diesem geschwächten Zustand brachte mich meine Familie immer wieder zum Arzt für traditionelle chinesische Medizin. Einmal bemerkte der Arzt nach der Pulsdiagnose zufällig rote Flecken auf meinem Körper und diagnostizierte bei mir Lupus. Damals wusste ich absolut nichts darüber. Erst in den letzten Jahren wurde mir klar, wie schrecklich diese Krankheit ist.
Der Arzt teilte meiner Familie vertraulich mit, dass meine Prognose sehr schlecht sei. Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern und ich rang nach Atem. Oft verspürte ich ein Kribbeln auf der Kopfhaut, während meine Hände und Füße kalt und taub waren und meine Durchblutung schwach. Wenn jemand mit mir sprach, fühlte ich mich völlig erschöpft; mir fehlte einfach die Energie zu antworten. Und so lebte ich weiter in diesem Zustand völliger Hilflosigkeit.
Ich erhielt ein himmlisches Buch!
Es war jedoch nicht mein Schicksal zu sterben. Gegen Ende des Jahres 1994 erzählte mir eine meiner jüngeren Schwestern, dass sie begonnen habe, Falun Dafa zu praktizieren. Sie gab mir das Buch „Falun Gong“ und sagte mir, ich könne es ein paar Tage behalten. Danach würde sie es gerne zurückhaben. Als ich das Buch aufschlug und nur ein paar Seiten las, wurde mir klar, dass ich wahrscheinlich auf eine himmlische Schrift gestoßen war – etwas, wonach ich mich mein ganzes Leben lang gesehnt hatte. Es war etwas, das mich auf dem Weg der spirituellen Kultivierung anleiten würde.
Ich verschlang das Buch mit unstillbarem Hunger und stellte fest, dass all die Zweifel und unbeantworteten Fragen, die mich einst in meinen Gedanken beschäftigt hatten, auf diesen Seiten gelöst wurden. Alle Nöte, denen ich in diesem Leben begegnet war, fanden nun ihre Auflösung.
Während ich das Buch las, litt ich zwei Nächte hintereinander unter anhaltendem hohem Fieber – mein ganzer Körper fühlte sich erschreckend heiß an. Mein Mann wollte mich ins Krankenhaus bringen. Doch dieses Mal verspürte ich ein tiefes Gefühl innerer Ruhe und Freude. Hatte Meister Li bereits so schnell begonnen, meinen Körper zu reinigen? Mein Zustand entsprach genau dem, was der Meister beschrieben hatte – er hatte mich als Kultivierende anerkannt! Ich war eine Kultivierende! Ich hatte einen Meister!
Am dritten Tag verschwanden alle körperlichen Beschwerden, die mich gequält hatten, vollständig. Meine Atmung war ruhig, mein Körper fühlte sich leicht und entspannt an, geistig war ich klar und ging beschwingt. Wie wunderbar war es, frei von Krankheit zu sein! Und zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht einmal die Übungen gelernt!
Im Jahr 1995 erhielten wir das kostbare Buch Zhuan Falun. Und so kam es, dass ich das himmlische Buch direkt in meinem eigenen Zuhause erhielt – den heiligen Text, den ich überall gesucht hatte, aber nie hatte finden können.
Falun Dafa verbreiten
Seit ich angefangen habe, Falun Dafa zu praktizieren, ist es mein größter Wunsch, anderen von den Wundern dieses Kultivierungsweges zu erzählen, damit auch sie davon profitieren können.
Früher hatte ich Angst hinauszugehen, weil ich befürchtete, mein kränklicher Anblick könnte andere erschrecken. Selbst wenn ich mich gelegentlich hinauswagte, sagten die Leute, schon ein Windhauch könne mich umwerfen. Folglich hatte ich kaum Kontakt zu anderen und kannte nur sehr wenige Menschen, was ein erhebliches Hindernis für meine Bemühungen darstellte, Falun Dafa zu verbreiten.
In dieser Zeit hörte ich mir jedoch weiterhin die Vorträge des Meisters an. Wann immer ich nicht schlief, hörte ich sie. Wenn also jemand zu mir nach Hause kam, beeilte ich mich, ihm zu erzählen, wie wunderbar dieses Falun Dafa war, was unser Meister gesagt hatte und was in dem Buch stand.
Allmählich blieb ich nicht mehr nur zuhause, sondern ergriff die Initiative, hinauszugehen und draußen mit den Menschen zu sprechen. Die erste Person, mit der ich sprach, war eine meiner Tanten. Ich ging zu ihr nach Hause und erzählte ihr, wie wunderbar Falun Dafa sei, dass es Aufnahmen von Meisters Vorträgen gebe und wie hervorragend das „Zhuan Falun“ sei. Ich lud sie ein, zu mir nach Hause zu kommen und sich die Vorträge des Meisters anzuhören. Sie willigte ein und sagte, sie würde vorbeikommen, wenn sie Zeit habe. Doch nachdem ich ein paar Tage gewartet hatte, kam sie nicht vorbei.
Ich ging hin, um sie erneut einzuladen. Vielleicht stimmte sie nur aus Höflichkeit zu, aber es vergingen noch ein paar Tage. Ich dachte, sie hätte vielleicht eine Schicksalsverbindung, und wollte nicht, dass sie die Gelegenheit verpasste. Schließlich hatte sie das Fa noch nicht gehört. Daher beschloss ich, sie ein letztes Mal einzuladen. Wenn sie dann nicht käme, hätte sie vielleicht wirklich keine Schicksalsverbindung.
Nachdem ich sie mehrmals eingeladen hatte, fühlte sich meine Tante vielleicht verpflichtet und kam schließlich doch zu mir nach Hause. Ich schaltete schnell das Tonbandgerät ein und bat sie, von Anfang an zuzuhören. Während sie zuhörte, sagte sie plötzlich: „Der Meister spricht so gut, warum hast du mir das nicht früher erzählt?“ Und so begann meine Tante mit dem Praktizieren.
Meine Tante ist eine starke und redegewandte Frau. Bald begannen Menschen zu mir nach Hause zu kommen, um das Fa zu lernen. Als sie hörten, wie tiefgründig und wunderbar die Fa-Erklärungen des Meisters waren, teilten diese Besucher die Neuigkeiten mit ihren Freunden und Verwandten. Es dauerte nicht lange, bis mein Wohnzimmer voller neuer Schüler war, die gekommen waren, um den Kultivierungsweg zu erlernen.
Als ich sah, dass so viele Menschen kamen, um das Fa zu erhalten und zu praktizieren, freute ich mich aufrichtig für sie. Damals dachte ich mir: „Solange sie bereit sind zu kommen, dem Fa zuzuhören und sich zu kultivieren, bin ich bereit, alles für sie zu tun.“
Als die Sofas und Stühle alle besetzt waren und manche sogar schon auf den Betten Platz genommen hatten, holte ich die kleinen Steppdecken und Matratzen hervor, auf denen meine Kinder früher geschlafen hatten. So versammelten wir uns jeden Abend bei mir zu Hause, lernten das Fa und praktizierten die Übungen.
Falun Dafa verwandelt die Menschen
Als sich die Fa-Erklärungen von Herz zu Herz und von Mensch zu Mensch verbreiteten, wollten auch Menschen in verschiedenen Dörfern und anderen Gemeinden das Fa lernen. Die Mitpraktizierende Wenwen und ich zogen von Dorf zu Dorf und spielten Aufnahmen der Vorträge des Meisters ab. Später kauften uns unsere Eltern einen Videoplayer und jeden Abend schnallten Wenwen und ich ihn auf unsere Fahrräder und fuhren los, um die Videos allen Interessenten zu zeigen.
Manchmal mussten wir abends über 50 Kilometern radeln, eine Strecke von insgesamt über 100 Kilometern. Nachdem Wenwen nach Hause gegangen war, fuhr ich alleine noch weitere 12 oder 13 Kilometer weiter. Als ich auf eine Steigung stieß, musste ich das Fahrrad eine ganze Weile schieben und kam erst nach Mitternacht nach Hause. Ich war von Natur aus immer schüchtern gewesen und hatte große Angst davor gehabt, nachts alleine unterwegs zu sein. Doch jetzt fühlte ich mich völlig furchtlos.
Im Winter 1995 hatten Wenwen und ich uns verabredet, in ein bestimmtes Dorf zu fahren und bei jemandem zu Hause ein Video zu zeigen. Als wir eintraten, sahen wir dort sieben oder acht Personen. Drei der Männer hatten Zigaretten im Mundwinkel hängen, saßen mit überkreuzten Beinen da und musterten uns von Kopf bis Fuß, wobei sie beleidigende Bemerkungen machten.
Die Atmosphäre war zutiefst beunruhigend, doch wir hatten das Gefühl, dass wir kein Recht hatten, unser Publikum auszuwählen. Vielleicht waren gerade diese Menschen extra gekommen, um das Fa zu erhalten.
Wir stellten den Videoplayer auf und begannen, die Vorträge des Meisters abzuspielen. Anfangs waren die Männer unruhig und aufgeregt, doch allmählich begannen sie sich zu beruhigen. Nachdem der erste Vortrag beendet war, versprachen wir, am nächsten Tag zu einer bestimmten Zeit wiederzukommen.
Unerwartet kam am nächsten Tag starker Wind auf, der bis in den Abend hinein anhielt. Wenwen und ich beschlossen, früher als geplant aufzubrechen. Unterwegs war es nicht nur unmöglich, die bergauf führenden Abschnitte mit dem Fahrrad zu bewältigen, sondern selbst auf Ebenen mussten wir absteigen und die Räder schieben, was die Reise zu einer strapaziösen Tortur machte.
Mehrmals peitschte plötzlicher Wind unsere Fahrräder in die entgegengesetzte Richtung. Der Wind peitschte uns ins Gesicht und stach, doch egal wie beschwerlich die Reise auch war, wir hegten nicht den geringsten Gedanken daran umzukehren. Unser einziges Anliegen war es, so schnell wie möglich anzukommen, damit sich die neuen Schüler weiterhin die Fa-Erklärungen des Meisters anhören konnten.
Als wir durch die Tür traten, bot sich uns ein einladender Anblick: Sieben oder acht Menschen standen in ordentlicher Formation da. Die Männer, die am Vortag noch geraucht hatten, begegneten uns nun mit tadelloser Höflichkeit. Diese Verwandlung übertraf all unsere Erwartungen; ich konnte dadurch die unglaubliche Kraft von Falun Dafa spüren. Ich war bewegt von der grenzenlosen Güte des Meisters und der unermesslichen Erhabenheit von Falun Dafa. Aus tiefstem Herzen freute ich mich für diejenigen, die das Fa erhalten hatten.
Trotz starkem Schneefall hielten wir unser Versprechen
In jenem Winter planten die Koordinatoren der verschiedenen Fa-Lerngruppen aus unseren umliegenden Gemeinden, sich zu versammeln und gemeinsam das Fa zu lernen und sich gemeinsam zu erhöhen. Ein paar Tage später bedeckte ein seltener Schneesturm unsere Region mit Schnee. Als ich an jenem Morgen aufwachte, konnte ich nicht einmal meine Tür öffnen.
Mein Mann sagte: „Bei so tiefem Schnee solltest du nicht gehen. Wie um alles in der Welt willst du die rund 30 Kilometer schaffen?“ – „Ich muss gehen.“ Er sagte: „Wenwen schafft es vielleicht auch nicht.“ Ich antwortete: „Sie wird auf jeden Fall da sein.“ Damals hatten wir keine Telefone, um in Kontakt zu bleiben.
Ich schob mein Fahrrad aus dem Haus, obwohl es übertrieben wäre zu sagen, ich hätte es „geschoben“, denn ich konnte es kaum bewegen. Auf dem Anstieg musste ich das Fahrrad auf meine Schultern heben und konnte mich nur mit großer Mühe vorwärtsschleppen. Endlich schaffte ich es aus dem Dorf heraus. Inzwischen war es hell geworden. Aber als ich den Treffpunkt erreichte, den ich mit Wenwen vereinbart hatte, war sie nicht da.
Ihr Haus lag näher am Treffpunkt als meines, also hätte sie zuerst da sein müssen. Ich dachte, sie müsse vor mir losgegangen sein. Was in aller Welt könnte wichtiger sein, als das Fa zu erhalten sowie die Kultivierung? Da ich mir nicht sicher war, ob sie vor mir losgegangen war, schrieb ich in den Schnee: „Wenwen, ich bin schon vorausgegangen.“
Dann sprang ich auf mein Fahrrad und machte mich auf den Weg. Auf der Straße fuhr eigentlich keiner der anderen Pendler mit dem Fahrrad; stattdessen gingen sie alle mit gesenktem Kopf und gekrümmtem Rücken und schoben ihre Fahrräder vor sich her. Ich war die Einzige, die tatsächlich fuhr und vorwärtsraste. Mein einziger Gedanke war, meine Mitpraktizierenden nicht zu lange warten zu lassen, deshalb stieg ich unterwegs kein einziges Mal ab. Als ich endlich mein Ziel erreichte, war ich schweißgebadet.
Als ich hereinkam, sah ich, dass alle meine Mitpraktizierenden angekommen waren, außer Wenwen. Sie erzählten, wie sie sich abgemüht hätten, um hierherzugelangen; an manchen Stellen hätte der Schnee ihnen bis zu den Oberschenkeln gereicht. Die meisten waren Schritt für Schritt mit Gehstöcken hierhergehumpelt.
Sie alle hatten mit dem gleichen Problem zu kämpfen, von ihren Familien aufgehalten zu werden, die Dinge sagten wie: „Wie um alles in der Welt sollst du bei so starkem Schneefall dorthin kommen?“ und „Die beiden (gemeint waren Wenwen und ich) werden die 30-Kilometer-Strecke auch nicht schaffen.“ Doch jeder Praktizierende erklärte mit Überzeugung: „Die beiden werden auf jeden Fall da sein!“
In diesem Moment traf Wenwen ein. Dampf stieg auch von ihrem Körper auf. Es stellte sich heraus, dass es am Eingang ihres Dorfes eine tiefliegende Stelle gab, an der der Schnee so tief war, dass sie darin stecken geblieben war. Sie musste sich erst Stück für Stück aus der Schneewehe herauskämpfen. Egal wie schwierig die Umstände waren, wir hielten unser Versprechen – es war Falun Dafa, das uns zusammenbrachte.
In den Jahren 1995 und 1996 haben viele Menschen in unserer Region angefangen, Falun Dafa zu praktizieren. Es verbreitete sich von Mund zu Mund und von Herz zu Herz. In manchen Fällen schloss sich die ganze Familie an, sobald eine Person mit dem Praktizieren des Kultivierungsweges begonnen hatte. So blühte Falun Dafa in der gesamten Region auf.
Wir sind dem Meister für die barmherzige Errettung sehr dankbar!
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