(Minghui.org) Ich hatte das Privileg, vom 21. bis 28. Dezember 1994 in Guangzhou, China, an der 5. Reihe der Fa-Vorträge des Meisters teilzunehmen. Um den Schülern Kosten zu ersparen, verkürzte der Meister die Dauer der Vortragsreihe von den üblichen zehn auf acht Tage. Zudem setzte der Meister für die Schüler zahlreiche Energiemechanismen und Substanzen ein. Jede weitere zeitliche Kürzung hätte das unmöglich gemacht.

Zuvor hatte meine Mutter bereits dreimal die Vortragsreihe des Meisters besucht und immens davon profitiert. Sie hatte mich wiederholt dazu gedrängt, ebenfalls daran teilzunehmen. Doch jedes Mal benutzte ich die Ausrede, zu beschäftigt zu sein, und sagte höflich ab.

Damals hatte ich gerade erst mein Studium abgeschlossen. Ich fühlte mich befreit von den Zwängen jahrelanger schulischer Ausbildung. Als Erwachsener begann ich, mich endlich wirklich zu entspannen. Es war eine Zeit, in der das Land gerade erst begann, seine Türen für die internationale Gemeinschaft zu öffnen, und plötzlich eine Flut unterschiedlichster Kulturen und Informationen hereinströmte – eine Ära, die als „Informationsexplosion“ bezeichnet wurde. Aus den Lautsprechern auf den Straßen erklangen Popsongs aus Hongkong und Taiwan und das beherrschende Gesprächsthema war, wie man sich selbstständig machen und Geld verdienen konnte. Ich tauchte vollkommen in dieses gesellschaftliche Milieu ein: Ich lernte zu rauchen und zu trinken, studierte die Etikette bei Banketten und meisterte die Kunst, persönliche Beziehungen aufzubauen. Diesen Bestrebungen widmete ich mich mit unermüdlichem Enthusiasmus.

Als ich dann hörte, dass dies die letzte Vortragsreihe des Meisters in China sein würde, beschloss ich, dieses Mal daran teilzunehmen.

Vor 30 Jahren war die Verkehrsinfrastruktur noch recht primitiv. Und so taten sich Mitpraktizierende zusammen, mieteten einen örtlichen Kleinbus und reisten von unserer Heimatstadt nach Guangzhou. Zwei Fahrer wechselten sich ab und fuhren ununterbrochen Tag und Nacht. Als wir aufbrachen, war das Wetter in unserer nördlichen Region bereits bitterkalt und eisig. Die Straßen waren durch den festgefrorenen Schnee glitschig geworden.

Alle trugen ihre wärmste Kleidung. Der Bus war klein und alt und die Heizung blies nur lauwarme Luft, sodass es im Inneren ziemlich kalt war. Wir saßen dicht gedrängt beieinander, sodass das Fahrzeug regelrecht überladen war. Wir waren mehrere Tage und Nächte unterwegs, ohne für Übernachtungen anzuhalten. Tagsüber hielten wir an Läden am Straßenrand kurz an, um ein wenig Essen zu kaufen oder Instantnudeln zuzubereiten. Nachts schliefen wir aufrecht sitzend auf unseren Plätzen.

Ich war überstürzt von zu Hause aufgebrochen, hatte jedoch Zigaretten eingepackt. Es stellte sich aber heraus, dass niemand sonst rauchte. Die Leute, die mit mir reisten, hatten bereits mit dem Praktizieren begonnen und verzichteten auf das Rauchen. Wann immer wir anhielten, um zu essen, ging ich hinaus, um eine zu rauchen. Meine Mitpraktizierenden verhielten sich mir gegenüber sehr tolerant. Manchmal sahen sie mir einfach nur zu und lächelten, während ich rauchte.

Es waren zwei junge Männer in meinem Alter dabei. Ich erfuhr später, dass sie erfolgreiche Geschäftsleute waren. Unterwegs unterhielten wir uns angeregt. Als wir in Guangzhou ankamen, übernachteten wir in einem Hotel unweit des Veranstaltungsortes. Am nächsten Tag begaben wir uns gemeinsam zum Veranstaltungsort und nutzten unsere freie Zeit, Guangzhou zu erkunden und die Schönheit der Stadt zu bewundern.

Die Vorträge fanden im Stadion von Guangzhou statt, einem riesigen Veranstaltungsort. Es waren bis zu 8.000 Praktizierende anwesend. Außerhalb des Gebäudes waren mehrere Bildschirme aufgestellt, damit die Schüler die Vorträge des Meisters in Echtzeit mitverfolgen konnten. Wenn der Meister seine Vorträge hielt, legte er lediglich ein einzelnes Blatt Papier auf den Tisch und begann dann zu sprechen. In der Halle herrschte eine bemerkenswerte Stille; alle hörten dem Meister aufmerksam zu.

Kurz vor Beginn einer Sitzung sah ich den Meister, wie er durch das Hauptportal den Veranstaltungsort betrat – gekleidet in einem dunklen Anzug und einem weißen Hemd. Er lächelte sanft und war von hoher, imposanter Statur. Er bewegte sich mit einem so leichten, zügigen Schritt, dass jeder Schüler hätte anfangen müssen zu laufen, um mithalten zu können.

Die acht Tage vergingen wie im Flug. In dieser Zeit veränderte ich mich tiefgreifend – sowohl geistig als auch körperlich. Mein Körper wurde gereinigt. Beim Gehen fühlte ich mich, als würde ich schweben. Meine Sichtweise begann sich zu wandeln, was mich dazu veranlasste, den wahren Sinn des Lebens neu zu bewerten. Und ich begann, mir das Rauchen abzugewöhnen.

Der Meister hatte gerade seine letzte Vorlesung beendet. Als sich die Sitzung dem Ende zuneigte und die Zeit gekommen war, den Veranstaltungsort zu verlassen, erhoben wir uns von unseren Plätzen. Der Meister stieg vom Podium herab und ging durch die Halle; dabei hielt er beide Arme hoch erhoben und führte während des Gehens eine Reihe von Handgesten aus. Obwohl ich die Bedeutung der Bewegungen des Meisters nicht erkennen konnte, spürte ich doch eine kraftvolle Energie, die das gesamte Stadion durchdrang. Wellen intensiver Energie strömten hervor und umhüllten jeden einzelnen Anwesenden. Mit meinen physischen Augen konnte ich nichts sehen. Doch in jenem Augenblick strömten mir unkontrolliert Tränen über das Gesicht. Ich konnte sie schlichtweg nicht zurückhalten.

Ich spürte eine überwältigende Welle tiefster Emotionen, die aus den allerinnersten Tiefen meines Wesens emporstieg. Es war eine unbeschreibliche Dankbarkeit für all das, was der Meister mir zuteilwerden ließ. Als mir bewusst wurde, dass ich weinte, wurde ich verlegen. Doch als ich meine Mitpraktizierenden zu meiner Linken und Rechten anblickte, entdeckte ich, dass auch sie still Tränen vergossen.

Die Zeit verging wie im Flug. Unsere kostbaren Freundschaften, die wir in der schönsten aller Zeiten geschlossen haben, sind es wahrlich wert, erinnert zu werden. Ich hoffe, dass wir alle sie weiterhin gewissenhaft pflegen werden. Weiterhin hoffe ich, dass die Mitpraktizierenden, die an den Fa-Vorträgen des Meisters teilgenommen haben, diese heiligen, unvergesslichen und kostbaren Momente in Ehren halten. Lasst uns Zeugnis von dieser außergewöhnlichen Reise ablegen und dazu beitragen, die Verleumdungen und Missverständnisse über Dafa und den Meister auszuräumen.