(Minghui.org) Ein Ehepaar aus der Stadt Guangzhou in der Provinz Guangdong wurde am 20. April 2026 festgenommen, nur weil sie Falun Dafa praktizieren. Der Mann wurde gegen Kaution freigelassen, doch die Ehefrau befindet sich weiterhin in Haft und muss mit einer Anklage rechnen. Zudem leidet sie unter Bluthochdruck.

Wei Yingxin (87) und seine Frau, Wan Mengying (74), wurden auf der Straße von 16 Beamten der Polizeidienststelle des Bezirks Baiyun und der Polizeiwache Tonghe festgesetzt. Die Polizei nahm dem Paar die Schlüssel ab und durchsuchte ihre Wohnung, wobei sie Falun-Dafa-Bücher, Computer, einen Drucker sowie weitere Wertgegenstände beschlagnahmte. Bevor die Polizisten gingen, rissen sie zudem die dekorativen Zweizeiler von der Tür ab.

Wei wurde noch am selben Tag gegen Kaution freigelassen, während Wan in die Haftanstalt des Bezirks Baiyun gebracht wurde.

Informierten Kreisen zufolge wurden am selben Tag (20. April) neun weitere Falun-Dafa-Praktizierende aus der Region festgenommen, darunter waren die Frauen Tang Huiling und Shi Yawen und eine Frau mit Spitznamen Amei. Die Massenfestnahmen wurden von der Polizeibehörde der Stadt Guangzhou angeordnet und unter der Bezeichnung „Operation F1212“ durchgeführt.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Baiyun erließ am 27. Mai offizielle Haftbefehle gegen die Frauen Wan, Tang und Amei. Bei einer medizinischen Untersuchung wurde bei Wan ein systolischer Blutdruck von über 170 mmHg festgestellt (der Normalwert liegt bei 120 oder darunter).

Frühere Verfolgung

Wei Yingxin ist ein pensionierter medizinischer Wissenschaftler des Pharmazeutisches Unternehmens Baiyunshan in der Stadt Guangzhou. Er war auch einmal als Forscher an der Chinesischen Akademie für Managementwissenschaften tätig. Wei und seine Frau Wan Mengying wurden in den letzten mehr als zwei Jahrzehnten immer wieder wegen Falun Dafa verfolgt. Nach einer Verhaftung im Jahr 2005 wurde er zu vier Jahren Haft verurteilt und im Gefängnis Yangjiang brutal gefoltert. Als seine Mutter 2008 im Alter von 97 Jahren starb, durfte er sie nicht ein letztes Mal sehen. Sein jüngerer Sohn hatte es schwer, mit seiner Inhaftierung zurechtzukommen, und erlitt eine klinische Depression.

Neben der Schikane gegen Wei und Wan drohte die Polizei auch damit, deren Familienangehörige mit hineinzuziehen. Einzelheiten zur früheren Verfolgung des Paares sind den entsprechenden Berichten zu entnehmen.

Frühere Berichte:

Älteres Ehepaar wegen seines Glaubens schikaniert – Polizei droht auch Familienmitgliedern Schikanen an

Herr Wei Yingxin, 70 Jahre alt, wurde im Yangjiang Gefängnis gefoltert