(Minghui.org) Ich lebte in einer Kleinstadt mit etwa 30.000 Einwohnern. Nachdem Falun Dafa der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, erlernten viele Einheimische die Praxis. In einem der Dörfer gab es mehr als 300 Praktizierende. Falun Dafa heilte die Krankheiten vieler Menschen, und es geschahen auch zahlreiche Wunder.

Nachdem die Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Jahr 1999 begonnen hatte, erhielt die Polizeibehörde des Landkreises aufgrund der großen Anzahl von Praktizierenden in der Gegend, die Anweisung ihrer Vorgesetzten, gegen diese vorzugehen. Doch wie sollten sie diesen Auftrag ausführen? Die Mütter sowohl des Leiters als auch des stellvertretenden Leiters der Polizeibehörde waren Praktizierende; beide wussten also, worum es bei Dafa ging. Zudem konnten sie es nicht vertreten, ihren Müttern gegenüber respektlos zu sein, geschweige denn, sich gegen sie zu wenden. Daher standen die beiden Leiter der Verfolgung von Falun Gong äußerst skeptisch gegenüber und drückten meist ein Auge zu.

Eine weitere Schlüsselfigur mit Machtbefugnis innerhalb der Polizeibehörde war jedoch der Parteisekretär. Er leitete eine Gruppe von Polizisten bei der Durchführung der Verfolgung an. Er war der Ansicht, man müsse zuerst den Anführer fassen, also die Person mit dem größten Einfluss, und sobald dies erledigt wäre, würde der Rest ein Leichtes sein.

Der Parteisekretär fuhr mit den beiden Leitern und mehr als zehn Polizeibeamten in zwei Fahrzeugen zum Haus der einflussreichsten Koordinatorin. Sie versuchten, sie umzuerziehen, und drängten sie dazu, ihren Glauben aufzugeben. Diese Koordinatorin war in der Gegend bekannt, da sie zuvor an einer seltsamen Krankheit gelitten hatte. Sie hatte ein Loch im Bauch, aus dem Eiter sickerte. Ganz gleich, welche Behandlung sie ausprobierte, die Wunde wollte einfach nicht heilen. Da ihre Familie früher recht wohlhabend gewesen war, hatte sie Krankenhäuser in verschiedenen Regionen Chinas aufgesucht und viel Geld ausgegeben, jedoch ohne Erfolg. Schließlich war sie drei Jahre lang ans Bett gefesselt. Nachdem sie Falun Dafa kennengelernt hatte, konnte sie sich innerhalb von drei Tagen wieder aufsetzen und erholte sich anschließend rasch. Die Dorfbewohner wussten von ihrer Krankheit. Als sie von ihrer Genesung erfuhren, empfanden sie dies als Wunder, und viele von ihnen begannen ebenfalls, Falun Dafa zu praktizieren. Da viele Menschen zu ihr kamen, um die Übungen zu erlernen, war es ganz natürlich, dass sie Koordinatorin wurde. Die Polizeidienststelle betrachtete sie daher als eine Art Anführerin.

Da die beiden Leiter bereits über die Praxis Bescheid wussten, waren sie nicht wirklich gekommen, um sie zu verfolgen, sondern handelten eher pro forma. Der Parteisekretär wollte sie eigentlich „umerziehen“, doch nachdem er ihre Geschichte gehört hatte, blieben er und die Polizisten und hörten sich an, was sie ihnen über Kultivierung im Falun Dafa zu erzählen hatte.

Ganz gleich, welches Haus der Parteisekretär aufsuchte, um einen Praktizierenden zur Aufgabe seines Glaubens zu bewegen, stets bekam er zu hören, dass Falun Dafa gut sei. So gab es zum Beispiel eine Praktizierende, die nach Peking gereist war, um sich für Falun Dafa einzusetzen; sie hatte kurz zuvor ein Kind zur Welt gebracht, das Baby jedoch nicht mitgenommen. Sie wurde zwei Monate lang in Peking festgehalten. Nach ihrer Rückkehr hätte sie angesichts der langen Abwesenheit eigentlich nicht mehr stillen können, doch sie war dazu weiterhin in der Lage.

Der Parteisekretär erfuhr nach und nach immer mehr wahre Geschichten von den Praktizierenden.

Die übergeordneten Behörden hatten die Polizeidienststelle des Landkreises angewiesen, die Verfolgung durchzuführen. Sie übergaben dem Parteisekretär einen vollständigen Satz der Dafa-Bücher und forderten ihn auf, diese zu lesen, damit er die Gedanken der Praktizierenden verstehen und sie „umerziehen“ könne.

„Wenn alle Dafa lernen würden, wäre meine Arbeit viel einfacher“

Der Parteisekretär begann, die Dafa-Bücher in seinem Büro zu lesen. Dies gehörte zu seinen Dienstpflichten. Als er sie schließlich vollständig gelesen hatte, und aufgrund des Gelesenen sowie dessen, was er persönlich von den Praktizierenden über ihre wundersamen Erlebnisse hörte, fand bei ihm eine innere Wandlung statt.

Von da an versuchte er nicht mehr, Praktizierende „umzuerziehen“. Er wies sogar die ihm unterstellten Polizeibeamten an, vorher sämtliche Dafa-Bücher zu lesen, falls sie beabsichtigten, jemanden zu Hause aufzusuchen und zu schikanieren.

Aufgrund der halbwegs verbindlichen Anweisung des Parteisekretärs begannen auch die Polizeibeamten, Dafa-Bücher zu lesen. Nach der Lektüre der Bücher wandelten sich auch diese Beamten. Sie standen der Umerziehung, Verfolgung und Verhaftung von Dafa-Praktizierenden nun sehr skeptisch gegenüber. Wenn sie gezwungen waren, zum Haus eines Praktizierenden auszurücken, verhielten sie sich freundlich, so, als kämen sie nur zu Besuch, anstatt einen dienstlichen Auftrag zu erfüllen. Manchmal grüßten sie die Praktizierenden von sich aus und begannen ein zwangloses Gespräch. Auch wenn sie ihre Unterstützung nicht ausdrücklich aussprachen, zeigten ihre Handlungen, dass sie die Fakten über Falun Dafa verstanden hatten, und die Praktizierenden nicht verfolgen wollten.

Ein Polizeibeamter sagte einmal zu einem Praktizierenden: „Wenn alle Dafa lernen würden, wäre meine Arbeit viel einfacher.“

Der Parteisekretär sagte einmal unter vier Augen zu einem Praktizierenden: „Tun Sie, was Sie wollen, verlassen Sie nur nicht diesen Landkreis. Solange Sie innerhalb der Grenzen bleiben, garantiere ich für Ihre Sicherheit. Wenn Sie jedoch den Landkreis verlassen, kann ich für Ihre Sicherheit nicht mehr bürgen.“

Tatsächlich herrschte in den ersten Jahren nach Beginn der Verfolgung unter den Führungskräften der Polizeidienststelle Einigkeit, wenn übergeordnete Behörden die Umerziehung und Verfolgung von Praktizierenden anordneten: Sie meldeten schlicht: „Hier vor Ort gibt es keine Praktizierenden.“ In diesen Jahren wurden in der Stadt (dem Verwaltungssitz des Landkreises) im Grunde keine Praktizierenden zu Gefängnisstrafen verurteilt – abgesehen vielleicht von ein oder zwei Fällen, in denen Schutz nicht möglich war, weil die Betroffenen direkt von Vorgesetzten der übergeordneten Kreispolizeibehörde verfolgt wurden.

Einige Jahre später ging der Parteisekretär in den Ruhestand. Die Leiter der Polizeidienststelle wurden befördert und versetzt. Ein Grund für ihre Beförderung war, dass sie das Richtige getan hatten. Dank des stillschweigenden Schutzes durch diese Polizeibeamten, die Falun Dafa verstanden, konnten die örtlichen Praktizierenden in den Jahren nach Beginn der Verfolgung ihre Kultivierung in einem relativ entspannten Umfeld fortsetzen.