(Minghui.org) Trotz ihres schlechten Gesundheitszustandes wurde Shi Yujie am 4. Juni 2026 erneut in Gewahrsam genommen. Sie soll eine siebenmonatige Haftstrafe absitzen, zu der sie 2023 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verurteilt worden war.
Shi aus der Stadt Zhangjiakou, Provinz Hebei, war am 20. April 2023 verhaftet worden. Sie wurde zunächst 15 Tage lang in der Stadt Zhangjiakou in Polizeigewahrsam gehalten und anschließend in die örtliche Haftanstalt verlegt.
Am 16. Mai 2023 durchsuchten Beamte der Polizeiwache Wuyi-Straße Shis Wohnung und leiteten ihren Fall zwei Tage später an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Qiaodong weiter. Die Staatsanwaltschaft gab den Fall später zurück mit der Begründung, die Beweislage sei unzureichend. Etwa am 5. Juli reichte die Polizei den Fall erneut bei der Staatsanwaltschaft ein.
Am 14. Juli 2023 wurde der Fall an die Bezirksstaatsanwaltschaft Qiaoxi weitergeleitet. Shis Familie forderte die Polizei und die beiden Bezirksstaatsanwälte mehrmals auf, die Anklage gegen ihre Angehörige fallenzulassen, doch ohne Erfolg.
Im Mai 2023 trat Shi für etwa zwei Wochen in den Hungerstreik und wurde zweimal zwangsernährt. Danach hatte sie Magenschmerzen und wurde schwer krank. Als ihr Anwalt sie am 14. Juli besuchte, erzählte sie ihm von ihrem Hungerstreik und der Zwangsernährung. Sie schilderte, dass sie nach der Zwangsernährung unter Schwindel, Brustschmerzen, Husten, Schwellungen und Schwierigkeiten beim Essen gelitten hätte. Die Wärter hätten sie zur körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, ihr die Ergebnisse jedoch nicht mitgeteilt.
Am 4. September 2023, dem Tag vor ihrer Anhörung, besuchte der Anwalt sie erneut und sah, dass sie abgemagert und entstellt war. Als sie am nächsten Tag in das Bezirksgericht Qiaoxi geführt wurde, konnte sie kaum gehen. Ihr Gesicht war blass, und sie hielt während des größten Teils der Verhandlung die Augen geschlossen. Als sie die Fragen des Richters beantwortete, hatte sie Mühe, die Augen zu öffnen.
Am 7. September beantragte ihre Familie ihre Freilassung gegen Kaution, doch die Haftanstalt und das Gericht hielten sie mit Ausflüchten hin.
Schließlich wurde Shi am 27. September gegen Kaution freigelassen. Ihre Augen waren ausdruckslos und ihr Kopf zitterte.
Am 30. November 2023 wurde ihre Familie benachrichtigt, dass sie das Urteil am nächsten Tag beim Gericht abholen könne. Shi war zu sieben Monaten Haft und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan verurteilt worden.
Das Gericht ließ Shi am 13. Juni 2024 im Krankenhaus der Stadt Zhangjiakou einer obligatorischen körperlichen Untersuchung unterziehen. Sie hatte immer noch Schwierigkeiten beim Gehen, dennoch ordnete das Gericht an, sie wieder in Gewahrsam zu nehmen. Um der Inhaftierung zu entgehen, tauchte Shi unter.
Infolge der psychischen Belastung verfiel Shi in ein Delirium. Zeitweise weigerte sie sich zu essen, da sie glaubte, dass jemand ihr schaden wolle, indem er Gift in ihr Essen gemischt hatte. Ihre Familie musste sie rund um die Uhr betreuen.
Im Jahr 2025 zog die Familie um. Doch nur wenige Monate später klopften Beamte der Polizeiwache Wuyi-Straße an die Tür. Shi schloss sich zwei Stunden lang im Schlafzimmer ein. Daraufhin gingen die Polizisten wieder.
2026 zog die Familie erneut um. Mitte April riefen Beamte der Polizeiwache Wuyi-Straße Shis Mann an und verlangten die neue Adresse des Paares, um nach seiner Frau sehen zu können. Sie behaupteten, sie hätten sie „ziemlich schnell gehen“ sehen.
Um zu verhindern, dass die Polizei sie aufspürte, verzichtete Shis Mann auf die Nutzung seines Mobiltelefons. Dennoch drangen am 3. Juni um 7 Uhr vier Beamte der Polizeiwache Wuyi-Straße in seine Wohnung ein und brachten Shi zur körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus. Obwohl sie noch sehr schwach war, wurde sie noch am selben Nachmittag in die Haftanstalt der Stadt Zhangjiakou eingewiesen, wo sie ihre siebenmonatige Haftstrafe absitzen soll.
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