(Minghui.org) Am 29. Mai 2026 erhielt Cao Xiongbin ein Visum, um seinen Sohn, der in den Vereinigten Staaten lebt, zu besuchen. Noch am selben Tag wurde ihm eine gerichtliche Mitteilung zugestellt, die ihm die Ausreise aus China untersagte, da man ihn als „fluchtgefährdet“ einstufte.
Der 65-jährige Cao, Einwohner der Stadt Anqing, Provinz Anhui, war schockiert, als das örtliche Gemeindekomitee von Huamao ihn verklagte. Durch das Errichten eines Regendachs habe er angeblich gegen die Bauordnung verstoßen, weshalb sie an das Gericht appellierten, seine Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das Regendach war in seiner Nachbarschaft üblich; viele Einwohner errichteten ein solches Dach, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.
Das Bezirksgericht Daguan stellte am 29. Mai 2026 eine Mitteilung aus, in der es dem Antrag des Gemeindekomitees von Huamao stattgab, Cao die Ausreise aus China zu verweigern, da er in der Zivilklage des Komitees als „fluchtgefährdet“ eingestuft worden war
Am 3. Juni erhielt Cao eine formelle Klage und entfernte das Regendach am darauffolgenden Tag. Dennoch weigerte sich das Gemeindekomitee, die Klage zurückzuziehen. Cao sprach zweimal mit Zhu Fengmei dem Direktor des Komitees. Dieser beharrte jedoch darauf: „Diese Taktik dient lediglich dazu, Sie an der Ausreise zu hindern. Man wird Sie vor Gericht anhören.“
Cao, der allein lebt, sah sich gezwungen, auf die Klage zu reagieren. Er beantragte die Einstellung des Verfahrens und reichte eine Gegenklage gegen das Gemeindekomitee ein.
Außerdem vermutete er, dass Zhu ihn nicht wegen des von seinem Vater im Jahr 2001 errichteten Regendachs ins Visier genommen hatte, gegen das seitens der Gemeinde in all den Jahren nie Einwand erhoben worden war. Er ist der Ansicht, dass es daran lag, weil er Falun Dafa praktiziert.
Falun Dafa ist eine spirituelle Kultivierungsmethode, die seit Juli 1999 von der Kommunistischen Partei Chinas verfolgt wird. Cao begann im Februar 1997 zu praktizieren und erholte sich bald darauf von seiner atrophischen Gastritis, seiner intestinalen Metaplasie (zelluläre Veränderung im Magen-Darm-Trakt), seinem Magengeschwür und seiner chronischen Rhinitis. Er wandelte sich zudem zu einem liebevolleren Ehemann und Vater. Nach der Einleitung der Verfolgung zwei Jahre später hielt er an seinem Glauben fest und wurde wiederholt angegriffen. Er verlor seine Stelle als Leiter der Geschäftsabteilung der Anqing-Filiale der Industrie- und Handelsbank und wurde dreimal zu einer Haftstrafe in einem Zwangsarbeitslager und einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Seine Frau konnte den Druck nicht mehr ertragen und ließ sich von ihm scheiden. Seine Eltern starben an den Folgen der ständigen Sorge um seine Sicherheit.
Außerdem wurde seine Rente ausgesetzt, sodass er bis Januar 2026 weiterarbeiten musste, weit über das gesetzliche Rentenalter in China hinaus. Er plante, seinen Sohn zu besuchen, den er seit acht Jahren nicht mehr gesehen hatte.
Cao erhielt seinen Pass im April 2026. Einen Tag später klopfte Hauptmann Cao Da der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Daguan an seine Tür. Er warnte ihn, keinesfalls ins Ausland zu reisen.
Außerdem verlangte Hauptmann Cao Auskunft, welches Land Cao zu besuchen gedachte. Dieser entgegnete, dass dies seine Privatsache und er nicht verpflichtet sei, diese Information preiszugeben.
Hauptmann Cao erwähnte daraufhin, dass das Gemeindekomitee von Huamao unter großem Druck stehe, nachdem Cao die Schikanen der letzten Jahre auf Minghui.org publiziert hatte.
Im April 2021 initiierten das Komitee für Politik und Recht der Provinz Anhui und das Büro 610 eine neue Verfolgungswelle gegen Falun-Dafa-Praktizierende. Cao galt als Hauptziel. Die Polizei installierte drei hochauflösende Kameras an seinem Wohngebäude: eine war gegen den Eingang, eine gegen die Küche und eine gegen das Bad ausgerichtet.
Das Gemeindekomitee von Huamao schikanierte Cao zudem zu Hause, weil er sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören. Nachdem er deren illegale Aktivitäten auf Minghui.org publiziert hatte, wurde er weiterhin ins Visier genommen.
Nach den Schikanen, die Cao im April 2026 erleiden musste, wies Hauptmann Cao das Gemeindekomitee an, eine Klage gegen ihn einzureichen, um ihn daran zu hindern, aus China auszureisen.
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