(Minghui.org) Ich habe im Jahr 1996 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Zurzeit arbeite ich in einem Hotel mit einem öffentlich zugänglichen Badebereich, wo ich für die Beheizung und die Wartung der technischen Anlagen zuständig bin.

Mein Gehalt beträgt monatlich 4.000 Yuan [etwa 500 EUR]. Es gäbe genug Arbeit für drei Mitarbeiter. Da mein Chef nicht so viele Leute einstellen wollte, hatte er mich gefragt, ob ich den Job alleine machen würde. Als Falun-Dafa-Praktizierender richte ich mich nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ich beschwere mich nicht über die viele Arbeit, sondern gehe diese jeden Tag mit einer positiven Einstellung an.

Mein Chef und seine Frau treten aus der KP Chinas aus

Vor seiner Pensionierung leitete mein Chef die Energiebehörde in Chengguan. Zu seiner Zeit gab es viele Großbauprojekte und die Position war mit viel Autorität verbunden. Seine Frau war die stellvertretende Direktorin der Lebensversicherungsgesellschaft des Landkreises. Jahrelang zählte sie zu den drei besten Versicherungsmaklern der Region und war eine weithin bekannte, willensstarke Frau. Als einfacher Arbeiter hatte ich nicht viel zu sagen; und so fragte ich mich, wie ich ihnen von Falun Dafa erzählen und sie zum Austritt aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) ermutigen konnte. Zwar fand ich hin und wieder Gelegenheit, über Falun Dafa zu sprechen, aber so richtig zuhören wollten sie nicht.

Vor zwei Jahren beschloss mein Chef, den Sanitärbereich zu renovieren, und stellte dazu einen Techniker aus Peking für die Installation der Anlagen ein. Er bezahlte dem Mann täglich 500 Yuan und ließ ihn umsonst essen und wohnen. Mein Chef wollte, dass ich dem Techniker bei der Installation zur Hand ging und das benötigte Material einkaufte. Falun Dafa hat mich gelehrt, umsichtig und rücksichtsvoll zu sein. Für einen zügigen Abschluss der Arbeiten investierte ich meine gesamte Zeit und Energie in die Arbeit. In der Mittagspause bereitete ich das Material vor und sorgte dafür, dass es zu keinerlei Verzögerungen bei den Arbeitsschritten kam. Der Techniker war mit meiner Arbeit und Unterstützung sehr zufrieden.

Wenn wir in der Pause zusammensaßen, erzählte ich ihm von Falun Dafa. Mit der Zeit verstand er die Hintergründe der Verfolgung und trat bereitwillig aus der KP und ihren Jugendorganisationen aus. „Noch nie habe ich jemanden gesehen, der so hart arbeitet wie du“, sagte er mir. „Ich praktiziere Falun Dafa und unser Meister hat uns das gelehrt“, antwortete ich ihm. Auch meinem Chef berichtete er mehrfach, dass ich so hart für das Hotel arbeitete, als sei es mein eigenes. Mein Chef schätzt meine Arbeitseinstellung sehr. Ich stelle selbst die Anforderung an mich, auf der Arbeit härter als zu Hause zu arbeiten. Ich wollte meinen Chef mit meinen Taten überzeugen.

Es dauerte nur etwas mehr als drei Wochen, bis die Installation der Anlagen abgeschlossen war. Mein Chef lud den Techniker und mich zum Essen ein. Seine Frau nahm ebenfalls teil. Erneut sprach ich über Falun Dafa. Mein Chef meinte: „Ich weiß besser als Sie, wie der Kommunismus ist. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich ein gutes Wort über den Kommunismus verloren.“ Seine Frau ergänzte: „Ich höre nur selten auf andere Menschen, aber Sie bewundere ich. In Ihren Taten zeigt sich die Güte von Falun Dafa.“ – „Ohne Falun Dafa könnte ich vieles nicht so gut machen“, bekräftigte ich. „Es käme mir nie in den Sinn, jemanden absichtlich zu betrügen oder zu täuschen. Bitte glauben Sie mir und treten Sie aus der Kommunistischen Partei aus, es ist zu Ihrem Besten.“ Der Techniker unterstützte mich ebenfalls und meinte zu meinem Chef und seiner Frau, dass ich recht hätte. Und so stimmten beide zu und erklärten ihren Austritt aus der Partei und ihren Jugendorganisationen.

Die Sorgen und Freuden einer Buchhalterin

Die Schwester meines Chefs unterstützte nach ihrer Pensionierung im Hotel bei der Buchhaltung. Sie wirkte oft sehr niedergeschlagen und redete kaum. Mir erzählte sie, dass sie mit ihrem Mann nicht gut auskomme. Er trage nichts zum Einkommen der Familie bei, streite sich ständig mit ihr und zerschlage zu Hause die Einrichtung, wenn er getrunken habe. Einmal sei er mit einem Messer bei ihrer Arbeitsstelle aufgetaucht und habe gedroht, sie und sich selbst umzubringen. Danach sei sie so verängstigt gewesen, dass sie zwei Wochen nicht nach Hause ging. Sie habe schon ein paar mal um die Scheidung gebeten, aber er verweigere die Zustimmung.

Vor dem Chinesischen Neujahrsfest sagte sie zu allen: „Ich werde über die Feiertage im Büro bleiben und nicht nach Hause gehen, soll er doch zu Hause alleine versauern.“ Die Hotelmitarbeiter unterstützten und bestärkten sie. Eine meinte: „An deiner Stelle würde ich es keinen weiteren Tag mit ihm aushalten.“ Andere sagten: „Wenn er getrunken hat, ist er völlig unberechenbar. Ich hätte mich schon längst scheiden lassen.“ Jemand ergänzte: „Wenn er einer Scheidung nicht zustimmt, kannst du ihn verklagen. Es ist die einzig sinnvolle Lösung.“ Nur wenige rieten den beiden, es mit Versöhnung zu probieren.

In einer freien Minute sprach ich mit ihr und fragte, ob sie sich wirklich scheiden lassen wolle. Sie meinte: „Mein Mann hat mir bereits gesagt, dass er das Haus nicht verlassen wird, auch wenn wir uns scheiden lassen. Ihm gehört ja die Hälfte. Und wo soll ich auch hingehen? Wir sind schon alt. Selbst wenn wir uns scheiden lassen, welchen Unterschied würde es machen?“ Es war offensichtlich, dass sie sich nicht wirklich trennen wollte. „Möglicherweise hat Sie das Schicksal zusammengeführt“, merkte ich an. „Vielleicht schulden Sie ihm etwas aus Ihrem früheren Leben und er ist zu Ihnen gekommen, damit Sie es ihm zurückzahlen.“ Sie lächelte voller Bitterkeit: „Das kann gut sein.“

Ich erzählte ihr eine alte Geschichte: Vor langer Zeit waren die Menschen überzeugt, dass die Ehe für ein ganzes Leben bestimmt ist. Man gab sich einander ein Leben lang hin und weder Mann noch Frau haben je daran gedacht, den anderen zu verlassen.

Einst gab es einen Mann, der alles, was in seiner Reichweite lag, sei es ein Schürhaken oder ein Zollstock, ergriff, um seine Frau damit zu verprügeln, egal wie wie gut die Frau auch zu ihm war. Er schlug sie immer wieder so lange, bis er müde wurde. Die Frau hielt es nicht länger aus und suchte einen Tempel auf, wo sie den Rat eines gelehrten Mönches einholte.

Der Mönch sagte: „In deinem früheren Leben warst du im Himmel ein Stalljunge. Dein Mann war ein unartiges Pferd. Du mochtest das Pferd nicht und hast es oft ausgepeitscht. Deshalb hast du eine große Menge Karma angesammelt. In diesem Leben ist er zu dir gekommen, um die Schuld einzuholen.“

Die Frau fragte, wie lange es dauern würde, die Schuld zu begleichen. Der Mönch erwiderte knapp: „Ein ganzes Leben.“ Die Frau schluchzte und bekniete den Mönch, sie mit Güte von ihrer Schuld zu erlösen, da sie es nicht länger ertragen könne. Der Mönch erklärte: „Es gibt einen Ausweg. Von nun an musst du nur Gutes und darfst niemals Schlechtes tun.“ Fest entschlossen stimmte die Frau zu.

Der Mönch fuhr fort: „Bereite deinem Mann morgen ein köstliches Essen zu. Verstecke alle Stöcke oder Stangen und lege einen Kang-Besen [ein aus vielen Halmen gebundener Besen] bereit. Denk daran, egal wie er dich behandelt, wenn er nach Hause kommt; du musst gut zu ihm sein. Du darfst dich auch nicht vor ihm verstecken.“ Die Frau prägte es sich gut ein und ging nach Hause.

Am nächsten Tag verließ der Mann nach dem Frühstück das Haus und ging arbeiten. Die Frau bereitete das Essen zu, wie der Mönch es ihr angeraten hatte, und wartete darauf, dass ihr Mann nach Hause kam. Als der Mann schließlich eintraf und das gute Essen sah, kritisierte er seine Frau dafür, dass sie unnötig viel Geld für das Essen verschwendet habe, obwohl es nicht einmal ein Feiertag sei. Je länger er sprach, umso mehr geriet er in Rage.

Sein Blick schweifte umher, aber er konnte nichts, was einem Stock ähnelte, erspähen, bis er den Kang-Besen entdeckte. Er packte den Besen und schlug sie damit immer wieder. Die Frau, die sich an die Instruktionen des Mönches erinnerte, wehrte sich nicht und versuchte auch nicht zu fliehen. Nach einer Weile sah der Mann müde aus, lies den Besen fallen und ging hinaus.

Danach schlug der Mann seine Frau nie wieder. Sie suchte erneut den Tempel auf, dankte dem Mönch und fragte ihn, wieso ihr Mann sie nun nicht mehr schlage. Der Mönch sagte: „Der Besen besteht aus hundert Halmen. Jeder einzelne Halm repräsentierte einen Peitschenhieb. Mit jedem Besenhieb, den der Mann dir versetzte, hast du hundert Peitschenhiebe beglichen. Nachdem alle Peitschenhiebe, die du ihm aus deinem früheren Leben geschuldet hast, zurückgezahlt waren, hat er aufgehört, dich zu schlagen.“ Da dämmerte es ihr und sie verabschiedete sich von dem Mönch mit den Worten: „Jetzt verstehe ich“.

Nach der Geschichte sagte ich zu der Buchhalterin: „Der Ansatz des Mönches war speziell für diese Frau und die Beendigung ihres Leides wirksam, aber der Austritt aus der KP zum eigenen Schutz ist der effizienteste Weg, den der Meister allen Chinesen eröffnet. Die glückverheißenden Worte – Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut – aufrichtig zu zitieren, kann helfen, Katastrophen und Unglück zu vermeiden. Bitte, glauben Sie mir, treten Sie aus der Partei und ihren Jugendorganisationen aus und rezitieren Sie aufrichtig diese Worte. Ganz gewiss wird der Meister Sie dafür segnen und alles zum Guten wenden.“

Sie nickte: „Einverstanden, ich bin der Partei nie beigetreten, aber bitte helfen Sie mir, aus dem Kommunistischen Jugendverband und den Jungen Pionieren auszutreten. Lieber will ich Ihren Worten vertrauen, als zu denken, dass das, was Sie sagen, nicht stimmt. Ich werde die Worte wiederholen und schauen, ob sie mir Segen bringen.“

„Ja, machen Sie das. Und es ist doch auch nicht richtig, wenn Sie über die Feiertage nicht zu Hause sind, oder? Macht das alles nicht nur noch schlimmer? Denken Sie doch noch einmal darüber nach und kümmern sich eine Weile gut um Ihren Mann. Versuchen Sie es doch einmal. Beim Essen könnten Sie beispielsweise Ihrem Mann zuerst ein Stück Fleisch in seine Schüssel geben.“

Da entfuhr ihr laut: „Ihm ein Stück Fleisch geben? Warum sollte ich?“ Ich sagte: „Halten Sie doch mal inne und hören zu. Sie müssen sich gut um ihn kümmern, bevor er Ihnen zuhören wird. Beschweren Sie sich nicht immerzu, dass er nicht bereit ist, sein Gehalt zu teilen? Vor seinem Geld müssen Sie seine Zuneigung gewinnen. Wenn er nicht freundlich zu Ihnen ist, wird er Ihnen dann Geld geben? Sie müssen zunächst sein Herz gewinnen. Und wenn Sie ihn für sich gewinnen möchten, müssen Sie offen, aufrichtig und von Herzen mit ihm reden. Das ist eine uralte Weisheit unserer Ahnen und nur so kann es gelingen. Versuchen Sie es doch mal – Schritt für Schritt – und schauen Sie, was dabei herauskommt.“ Nachdenklich antwortete sie: „Ja, so ist wohl das Prinzip, ich will es versuchen.“

Seit dem Chinesischen Neujahrsfest bin ich sehr beschäftigt und fand noch keine Zeit, mich mit der Buchhalterin zu unterhalten, auch wenn ich sie jeden Tag im Hotel sehe. Sie sieht viel besser aus. Zuvor wollte sie kaum das Hotel verlassen, aber nun eilt sie nach getaner Arbeit sofort nach Hause. Sie lächelt, trällert ab und an ein Lied vor sich hin und stellt Videos in ihrem Social-Media-Kanal ein. Es ist eine echte Freude, sie so zu sehen.

Falun Dafa kann leidende Menschen stärken und uns aus dem Meer der Bitterkeit befreien. Wie schön es wäre, wenn alle Menschen das erleben und Erlösung finden könnten!