(Minghui.org) Ich habe im Jahr 2017 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Gerne möchte ich von meinen Kultivierungserfahrungen und Erkenntnissen berichten, damit wir uns alle erhöhen können.

Ich verstehe, dass mir alle meine Fähigkeiten vom Meister verliehen wurden, daher fühle ich mich nicht stolz oder selbstzufrieden, wenn andere mich loben, sondern bedanke mich nur höflich.

Während der jüngsten Herausforderungen bei der Arbeit und während ich die drei Dinge tue, stellte ich fest, dass ich immer noch leicht zu bewegen bin. Wenn mich jemand falsch einschätzt oder kritisiert, steigen meine Emotionen und ich kann mich nicht beruhigen. Ich dachte: „Es ist mir egal, ob mich die Leute loben, aber ich möchte nicht, dass mich jemand missversteht oder kritisiert.“

Ich schaute nach innen, um zu verstehen, warum ich mich unwohl fühlte, wenn andere etwas über mich sagen. Dabei erkannte ich, dass sich viele meiner Anhaftungen ständig auf komplexe Weise verändern; manchmal habe ich das Verlangen nach Ruhm und Reichtum, manchmal Selbstzufriedenheit und manchmal Neid.

Der Projektmanager fragte mich kürzlich: „Warum ist das System ausgefallen?“ Die Störung wurde durch einen Plan verursacht, den er zuvor selbst umgesetzt hatte. Wahrscheinlich hatte er das aufgrund seiner hohen Arbeitsbelastung jedoch vergessen. Daher erklärte ich die Ursache ausführlich und schlug zugleich eine Lösung vor. Nachdem mein Vorgesetzter unser Gespräch mitgehört hatte, schickte er mir eine private Nachricht: „Halte deine Erklärungen kurz und prägnant und achte auf den Gesamtkontext.“

Ich war sofort verärgert. Von meinem Vorgesetzten zu hören, meine „Erklärung sei zu lang gewesen“, verletzte meinen Stolz. Ich hatte das Gefühl, die Bedürfnisse meines Gegenübers sorgfältig berücksichtigt und das Problem klar erläutert zu haben. Seine Kritik konnte ich nicht akzeptieren. Ich war überzeugt, dass ich die Situation gut gemeistert hatte. Doch statt Anerkennung erhielt ich einen Tadel. Mein Groll kam zum Vorschein. Ich dachte sogar daran, dagegen zu argumentieren. Dann erinnerte ich mich jedoch an das, was der Meister gesagt hatte:

„Wenn sie nicht zulassen, dass du höher steigst, kannst du dich nicht erhöhen, auch wenn du dich erhöhen möchtest. Sie lassen es nicht zu. Und warum lassen sie dich nicht nach oben kommen? Weil sich deine Xinxing nicht erhöht hat. Jede Ebene verfügt über unterschiedliche Maßstäbe. Wenn du deine Ebene erhöhen willst, musst du deine schlechten Gedanken loslassen und all deinen Schmutz wegschütten. Du musst dich den Maßstäben und Anforderungen der jeweiligen Ebene angleichen, erst dann kannst du nach oben kommen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 35)

Mir wurde klar, dass es an der Zeit war, meine Xinxing zu erhöhen. Ich durfte mich nicht in Diskussionen über Recht und Unrecht verstricken und auf dieser Ebene stecken bleiben. Das Streben nach Ruhm und die Sehnsucht nach der Anerkennung anderer sind nicht mein wahres Ich und gehören auch nicht zu mir. Sobald ich das erkannte, fühlte ich mich sofort leichter. Ich dachte über unser Gespräch nach und erkannte, dass meine Erklärung kürzer hätte ausfallen können. Andere Kollegen hatten mich früher schon auf meine Neigung hingewiesen, dass ich Dinge oft übermäßig detailliert erklärte. Die Worte meines Vorgesetzten hatten meine Schwächen aufgedeckt und mir die Gelegenheit zur Verbesserung gegeben.

Der Projektleiter nahm meinen Vorschlag an und sagte: „Lasst uns nach diesem Plan vorgehen.“ In diesem Moment bemerkte ich, dass sich in mir ein Gefühl von Selbstzufriedenheit und sogar etwas Selbstgefälligkeit regte: „Siehst du? Ich hatte doch recht!“ Es war ein gewöhnliches Gefühl der Genugtuung. Ich erkannte jedoch schnell, dass dieser Gedanke für einen Kultivierenden unangemessen ist, und verwarf ihn sofort. Rückblickend weiß ich, dass ich meinem Vorgesetzten wirklich dankbar sein sollte. Dieser scheinbar unbedeutende Vorfall zeigte mir, dass ich noch immer viele unaufrichtige Gedanken in mir trug.

Ich erkannte, dass meine Unwilligkeit, Kritik anzuhören und Vorschläge anzunehmen, von dem Bedürfnis herrührte, mich selbst zu schützen. Als ich nach innen schaute und über mich selbst nachdachte, wurde mir das überdeutlich. Immer wenn Mitpraktizierende in der Gruppe mich korrigierten oder mir Ratschläge gaben, verteidigte ich mich zunächst mit Sätzen wie „Ich habe nichts falsch gemacht“ oder „Ich habe schon gut gearbeitet“, bevor ich nach innen schaute. Ich glaube, dass diese menschliche Neigung Praktizierende daran hindert, in ihrer Kultivierung voranzukommen.

Als Praktizierender muss ich das ernst nehmen. Unabhängig davon, ob der andere Recht hat oder nicht, sollte ich ihm demütig zuhören.

Wenn ich auf meinen Kultivierungsweg der vergangenen Jahre zurückblicke, erkenne ich, dass ich noch viele Mängel habe. Ich bin wie ein Kind, das gerade erst Laufen lernt und dabei immer wieder stolpert und hinfällt. Der Meister hat jedoch stets mit Barmherzigkeit auf mich gewartet; er hat mir immer wieder Gelegenheiten gegeben, erneut aufzustehen. In Zukunft werde ich weiterhin fleißig an mir arbeiten und den Meister nicht enttäuschen.