(Minghui.org) Eine 73-jährige Frau bekam kürzlich psychische Probleme, während sie eine achtjährige Haftstrafe absaß. Sie war inhaftiert worden, weil sie Falun Dafa praktiziert. Ihre Familie vermutete, dass ihr zwangsweise Medikamente verabreicht worden waren.

Wang Ruiling aus der Stadt Tangshan (Provinz Hebei) wurde am 6. Juli 2019 gegen 3 Uhr morgens in ihrer Wohnung festgenommen und später zu acht Jahren Haft verurteilt. Am 15. April 2021 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Hebei überstellt.

Wang war zunächst in der 14. Abteilung (der Aufnahmeabteilung) und später in der 13. Abteilung untergebracht. Zu den gängigen Foltermethoden, denen die Praktizierenden ausgesetzt waren, gehörten das tägliche Sitzen auf kleinen Hockern von 6 bis 22 Uhr, stundenlanges Stehen, Schläge sowie der Zwang, Videos anzusehen oder Bücher zu lesen, die Falun Dafa verleumdeten.

Weil Wang sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören, wurde sie häufig geschlagen. Einmal packten Mitgefangene sie an den Haaren und schlugen sie gegen die Wand. Zudem übergossen sie sie mit kaltem Wasser. Als sie sich weigerte, ein unbekanntes Medikament wie angeordnet einzunehmen, schlugen die Wärter ihr mehrere Zähne aus und zwangen sie zur Einnahme des Medikaments.

Infolge der Misshandlungen wurde Wang psychisch instabil. Sie war gereizt und litt Tag und Nacht unter Schreianfällen. Mitten in der Nacht saß sie stundenlang auf dem Fensterbrett und weinte. Wenn sie ruhig war, wirkte sie benommen und verwirrt.

Zudem verlor Wang die Sehkraft auf dem linken Auge und hatte auch Probleme mit dem rechten Auge. Die Gefängnisleitung weigerte sich, die Verantwortung für ihren Augenzustand zu übernehmen, und behauptete, dieser sei durch Grauen Star verursacht worden. Sie verlangte von ihrer Familie die Zahlung von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) für die Operation. Nach dem Eingriff erlangte sie ihr Sehvermögen zurück.

Wang wurde etwa im Juni 2025 in die 17. Abteilung verlegt. Dort waren 30 bis 40 weitere Falun-Dafa-Praktizierende inhaftiert. Hao Yingjie, die Leiterin der 17. Abteilung, beaufsichtigt die Gehirnwäsche der Praktizierenden persönlich. Dazu gehörte, dass diese gezwungen werden, sich Propagandamaterial anzusehen, das Falun Dafe verleumdet, und täglich sogenannte „Gedankenberichte“ zu verfassen.

In den letzten Monaten zeigte Wang Sprach- und Gedächtnisstörungen sowie Anzeichen von Depressionen. Ihre Familie vermutet, dass ihr erneut zwangsweise Medikamente verabreicht worden sein könnten.

Weitere Folterfälle im Gefängnis

Das Frauengefängnis der Provinz Hebei ist berüchtigt für die Folterung von Falun-Dafa-Praktizierenden. Im Folgenden werden weitere Folterfälle aufgeführt.

Li Guoai, 30, ist aus der Stadt Qinhuangdao. Sie wurde im Juni 2017 festgenommen und zu zehn Jahren Haft verurteilt. Im Januar 2025 erlitt sie infolge wiederholter Folter einen psychischen Zusammenbruch.

Liu Shunzhi, 72, ist aus der Stadt Shijiazhuang. Sie wurde im Juli 2023 zu acht Jahren Haft verurteilt. Während ihrer Inhaftierung in der 14. Abteilung wurde sie gezwungen, täglich stundenlang auf einem kleinen Hocker zu sitzen oder zu stehen. Aufgrund der Folter verlor sie das Bewusstsein und musste zur Wiederbelebung ins Krankenhaus gebracht werden. Derzeit ist sie in der 17. Abteilung inhaftiert.

Sun Lixin, 40, ist aus der Stadt Qinhuangdao. Sie erlitt infolge von Folter einen Schlaganfall und hat seitdem Schwierigkeiten beim Gehen.

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